8 Punkte von GN⁺ 2025-09-26 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Open-Source-Browser mit Werbeblocker und Datenschutz als Standardeinstellung
  • uBlock Origin ist integriert und blockiert Werbung, Tracker, Fingerprinting, Krypto-Miner und sogar Phishing-Seiten
  • Leichte Chromium-basierte Architektur für schnelle und effiziente Nutzung, mit Komfortfunktionen wie Split View
  • Vollständig kompatibel mit Chromium-Erweiterungen und schützt Downloads über einen eigenen Dienst, der Google-Tracking blockiert
  • Sämtlicher Code und alle Dienste sind vollständig Open Source; das Ziel ist ein menschenzentrierter Browser, der keine personenbezogenen Daten sammelt

Überblick

  • Helium ist ein Open-Source-Browser, der dafür entwickelt wurde, das Internet „ohne Störungen“ zu nutzen
  • Er schließt Werbung, gesponserte Pop-ups und Tracker aus und bietet im Auslieferungszustand maximalen Schutz der Privatsphäre
  • Derzeit wird er als Beta-Version veröffentlicht und ist für macOS, Linux und Windows verfügbar

Datenschutz an erster Stelle

  • uBlock Origin ist standardmäßig enthalten und blockiert Werbung, Tracker, Cookies, Phishing-Seiten und mehr
  • Der Browser selbst enthält keinerlei Werbung, Analytics-Code oder versteckte Anfragen
  • Bei Bedarf lässt sich der Datenschutz mit ungoogled-chromium-Flags oder zusätzlichen Filtern weiter verstärken
  • Es gibt keine Cloud-Synchronisierung; auf die Daten kann ausschließlich der lokale Nutzer zugreifen

Auf Respekt für Nutzer ausgelegt

  • Es gibt keinerlei unbeabsichtigtes Öffnen von Tabs, Update-Pop-ups oder Sponsoren-Benachrichtigungen
  • Keine unnötigen Neustarts oder Funktionen, die den Arbeitsfluss stören; vollständige Kontrolle bleibt beim Nutzer

Leistung und Leichtgewichtigkeit

  • Chromium-basiert und damit schnell, mit optimierter Ressourcennutzung
  • Durch das Entfernen unnötigen Codes und überflüssiger Funktionen gehört er zu den leichtesten modernen Browsern
  • Auch bei längerer Nutzung nimmt die Geschwindigkeit nicht ab

Starke Unterstützung für Multitasking

  • Mit Split View lassen sich mehrere Webseiten gleichzeitig auf einem Bildschirm anzeigen
  • Links können per Tastenkürzel (⌘+Shift+C) kopiert und geteilt werden
  • Bei der Installation von Web-Apps können diese ohne separate Chromium-Instanz wie Desktop-Apps ausgeführt werden

Minimalistisches Design und Bedienbarkeit

  • Eine kompakte Benutzeroberfläche nutzt den Bildschirmplatz effizienter und maximiert die Konzentration
  • Es gibt eine Einstellung, mit der sich unerwünschte Elemente in der Symbolleiste vollständig ausblenden lassen
  • Die Oberfläche betont ein flüssiges und konsistentes Nutzungserlebnis ohne unnötige Bewegungen oder Verzögerungen

Vollständige Erweiterungsunterstützung und Datenschutz

  • Chromium-basierte Erweiterungen und sogar MV2-Erweiterungen können sofort standardmäßig genutzt werden
  • Intern werden Anfragen an den Chrome Web Store über einen eigenen Helium-Dienst anonymisiert, um Googles Tracking und Werbe-Targeting grundsätzlich zu blockieren
  • Dadurch bietet Helium einzigartige Datenschutzfunktionen im Vergleich zu anderen Browsern

!bangs-Funktion

  • Unterstützt !bangs-Kurzsuche ähnlich wie DuckDuckGo Bangs, mit mehr als 13.000 Einträgen
  • Beispiele: !w (Wikipedia), !gh (GitHub), !wa (Wolfram Alpha)
  • Funktioniert auch offline und sendet Suchbegriffe nicht an externe Dienste
  • Auch ein KI-Chat lässt sich allein durch die Eingabe von !chatgpt starten

Immer sicher und aktuell

  • Chromium-Updates und Sicherheitspatches werden sofort übernommen, sodass stets eine sichere und aktuelle Umgebung bereitsteht
  • Unter Linux werden automatische Updates über Open-Source-Tools wie Gear Lever unterstützt
  • Alle Builds sind auf GitHub verfügbar, und Nutzer können den Browser auch selbst bauen

Standardmäßig aktivierte Sicherheitsrichtlinien

  • Helium erzwingt HTTPS auf allen Websites und warnt, wenn die Unterstützung fehlt
  • Unterstützt Passkeys für sicherere Authentifizierung
  • Kein integrierter Passwortmanager und keine Cloud-basierte Verlaufs-/Datensynchronisierung, wodurch die Privatsphäre aller Browserdaten gewahrt bleibt
  • Das Design folgt dem Grundsatz, dass Passwörter getrennt vom Browser verwaltet werden sollten und nur der Nutzer die Kontrolle über seine Browserdaten haben soll

Entwickler- und nutzerfreundlich

  • Entfernt störende Benachrichtigungen in den DevTools und optimiert so die Entwicklungsumgebung
  • Beschädigt weder Webstandards noch APIs und bewahrt trotz datenschutzorientiertem Design die Kompatibilität
  • Dank effizientem Energieverbrauch und schnellen Ladezeiten gut für Notebook-Nutzer geeignet

2 Kommentare

 
shakespeares 2025-10-05

Jetzt, wo es auf Chromium basiert, frage ich mich, ob es überhaupt noch konkurrenzfähig ist.
Wenn es nicht ein wirklich völlig anderer Browser ist und nicht nur Chromium-ähnlich, wird es Chrome wohl schwer schlagen können.

 
GN⁺ 2025-09-26
Hacker-News-Kommentare
  • Dass Helium auf Chromium basiert, macht es für mich persönlich nicht besonders interessant. Ich finde, wir brauchen echte Konkurrenz durch Browser, die die Dominanz von Googles Ökosystem nicht weiter zementieren. Ich selbst nutze auf den meisten Geräten Firefox und auf iPhone und iPad Orion (WebKit). Helium anonymisiert zwar angeblich die Kommunikation mit dem Chrome Web Store, aber so etwas ist fehleranfällig, und es dürfte auch künftig ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel bei Sicherheitsumgehungen bleiben. Mich würde außerdem ein Funktionsvergleich mit dem Mullvad-Browser (Gecko) interessieren. Ich habe großes Vertrauen in den Mullvad- und den Tor-Entwicklerkreis, weil sie ihre Kompetenz über lange Zeit bewiesen haben. Der Mullvad-Browser wurde 2023 veröffentlicht und wird noch immer aktiv aktualisiert.

    • Es fühlt sich an, als würden alle dabei helfen, dass Google sich mit der ChromeOS-Plattform das ganze Web einverleibt. Da fragt man sich, wofür damals eigentlich gegen das IE-Monopol geklagt wurde. Am Ende scheint wieder eine ganze Generation das Web an Google zu übergeben.
    • Ich brauche ebenfalls dringend Nicht-Chromium-Browser, aber realistisch gesehen braucht man auch die Zugänglichkeit von Chromium-Browsern. Als Entwickler kommt man bei der Webnutzung ohne Chromium kaum um Einschränkungen herum. Zumindest in den nächsten zehn Jahren wird Chromium wohl unverzichtbar bleiben. Ehrlich gesagt ist auch das heutige Chromium-Browser-Ökosystem ziemlich schwach. Werbeblocker, wenig oder keine Telemetrie, aktuelle Sicherheitsupdates, Nutzungsbedingungen ohne Zwangsschiedsklauseln und plattformübergreifende Unterstützung sind für mich Mindestanforderungen, und außer Brave gibt es fast nichts. Brave mag ich auch überhaupt nicht, aber die Funktion „Shields“ gefällt mir immerhin. Helium erfüllt fast alle meine Anforderungen, nur schade, dass es nur für macOS verfügbar ist.
    • Neben Firefox (Gecko) sollte man auch Servo nicht vergessen. Es wird nach wie vor aktiv entwickelt und braucht mehr Beiträge.
    • Ich wünsche mir einen neuen Browser, der nicht auf Chromium basiert und auf einer neuen gemeinsamen Designsprache statt auf HTML/CSS/JS aufbaut. Idealerweise sollte er sich auch leicht durch Nutzer anpassen lassen.
    • Sicherheit bedeutet nicht nur Datenschutz; auch die Sicherung eines offenen Webs ist Sicherheit. Eine Vereinheitlichung auf nur eine Rendering-Engine ist keinesfalls sicher.
  • Auf der Helium-Website ist nicht klar erkennbar, wer der Entwickler ist, und das macht mich beim Projekt etwas unruhig. Bei Open Source wäre das noch okay, aber Browser haben automatische Updates, am Ende behält der Anbieter also dauerhaft das Recht, Code auf meinem System auszuführen. Vertrauen ist wichtig. Auf der Website steht nur, dass Wyoming LLC dahintersteht, und dieser Bundesstaat eignet sich bekanntlich gut dazu, Eigentümer zu verschleiern. Auf GitHub erfährt man zwar etwas mehr, aber wenn es um so sensible Themen wie Privatsphäre und Sicherheit geht, sollten die Entwickler meiner Meinung nach klar Verantwortung übernehmen.

    • Wirkt einfach wie eines von vielen gebrandeten Chrome-Fork-Projekten. Als Beispiel fällt mir iridiumbrowser.de ein, das seit Langem nicht mehr aktualisiert wurde. Seit Manifest V3 frage ich mich ohnehin, ob Chrome-Forks noch viel Sinn ergeben. Ich bin inzwischen wieder bei Firefox und LibreWolf gelandet.
    • Ich denke fast genauso. Auf der Website steht, es sei ein Zwei-Personen-Team mit Leidenschaft für Privatsphäre, aber ich frage mich, wie sie so ein Tool dauerhaft entwickeln wollen und ob das finanziell tragfähig ist.
    • Mich würde auch interessieren, wer das Ganze finanziert.
    • So schwer ist es eigentlich nicht, die Entwickler zu finden. Auf GitHub sieht man imputnet und die Entwickler wukko sowie dumbmoron.
    • Weniger als Sorgen vor NSA-Überwachung beschäftigt mich die Frage, ob genug Geld da ist, um echte Sicherheitsforschung und Incident Response personell abzudecken.
  • Seit 20 Jahren fühle ich mich wie ein „Browser-Flüchtling“. Bei jedem neuen Browser starte ich mit denselben Hoffnungen und erlebe irgendwann, wie er sich völlig verwandelt. Die Ideen von Helium gefallen mir, aber ohne Informationen zu den Gründern oder zur Organisationsform fällt Vertrauen schwer. Ich frage mich, welche Organisationsstruktur Kernwerte langfristig am besten bewahren kann. Für vernünftige Privatsphäre-Garantien wäre ich auch bereit, ein monatliches Abo zu bezahlen.

    • Geht mir genauso. Inzwischen gehört es fast zum Alltag, alle sechs Monate auf den neuesten Fork mit guten Privatsphäre-Standards umzuziehen. Ich hoffe, dass Ladybird zu einem brauchbaren Browser wird.
    • Browser sind immer nur „der aktuelle Zustand, das bestmögliche im Moment“. Nicht einmal Google selbst schützt deine Privatsphäre ernsthaft. Einen rechtlich wasserdichten Schutz bekommt man ohnehin nicht; Open-Source-Code und die Prüfung durch die Sicherheits-Community sind letztlich das Beste, was man haben kann.
    • Auf die Frage nach der „Organisationsstruktur, die langfristige Werte am besten erhält“, würde ich das deutsche e.V.-Modell empfehlen (weitere Infos).
    • Sobald ein Projekt kein „Wachstumsprojekt“ mehr ist, wird es schwierig, gute Ingenieure anzuziehen. Ohne Investment und Wachstumsperspektive verlieren sowohl Team als auch Karrierepfade mit der Zeit an Stärke.
    • Realistisch betrachtet gibt es keine Organisationsstruktur, die so etwas garantieren kann.
  • Ich frage mich, warum die meisten Browser-Forks auf Chromium basieren. Wenn Privatsphäre und Unabhängigkeit von Google das Ziel sind, ist es dann nicht kontraproduktiv, alles auf die Basis des Hauptkonkurrenten zu setzen? Es gibt doch auch WebKit und Gecko, daher hätte ich gern eine klare Erklärung, warum ausgerechnet Chromium.

    • WebKit ist zwar pflegeleicht, aber die Kompatibilität leidet darunter, dass Apple sein Geld lieber mit nativen Apps verdient. Safari wird nur mit minimalem Aufwand gepflegt. Bei Gecko ist die Zukunft unklar, und es besteht immer das Risiko, dass es scheitert. Trotzdem wäre ein Wechsel von Chromium zu WebKit nicht völlig unmöglich, deshalb halte ich das Risiko einer Wette auf Chromium nicht für extrem hoch.
    • Viele mögen das Nutzungserlebnis von Chrome, möchten aber bestimmte Teile loswerden, etwa bei der Privatsphäre. Bei mir ist das auch so, wobei ich selbst immer skeptischer werde, ob das überhaupt wirklich möglich ist. Gleichzeitig beschäftigt mich, dass die Nutzung der Chrome-Engine den Einfluss auf Webstandards letztlich noch stärker an den Mutterkonzern abgibt.
    • Die Hauptgründe sind die Lizenz (BSD vs. Copyleft) sowie Kompatibilität und Performance. Edge, Opera und andere bevorzugen die BSD-Lizenz, weil sie ihre Änderungen nicht zwingend nach oben zurückgeben müssen. Auch Brave ist wegen Marktanteil, Seitenkompatibilität und Performance von Gecko auf Chromium umgestiegen. Nachteil von WebKit (Apple) ist die langsame Übernahme neuer Standards.
    • Gecko gilt als ziemlich schwierig zu integrieren und intern zu pflegen. Ich habe es selbst nie gemacht, aber genau da sollte Servo teilweise Abhilfe schaffen. Es gibt auch einige Browser auf WebKit-Basis, also unmöglich ist es nicht.
    • Alle reden immer von Kompatibilität und Performance, aber wenn Webfreiheit und Privatsphäre wirklich das Ziel sind, müssten Performance und Kompatibilität zwangsläufig eine geringere Priorität haben.
  • Helium erinnert mich an Orions Browser von Kagi. Orion basiert auf WebKit, verbraucht daher wenig Akku und fühlt sich schnell an. Chrome-Erweiterungen sind teilweise kompatibel. Wie Helium bringt es uBlock Origin standardmäßig mit, hat für mich unverzichtbare vertikale Tabs und unterstützt Open-URL-Routing pro Profil. In der Praxis gab es aber etliche Bugs, weshalb ich nach ein paar Wochen aufgegeben habe. Datenverlust hatte ich zwar nicht, aber das UI verhielt sich manchmal seltsam oder verwirrend. Wenn es besser wird, probiere ich es noch einmal, besonders jetzt, wo Arc von Atlassian übernommen wurde und ich wieder mehr Interesse an Orion habe. Ein neuer Versuch auf Basis von ungoogled-chromium ist grundsätzlich sehr willkommen (Orion).

    • Ich mag die Kagi-Suchmaschine, aber schade ist, dass die Orion-Oberfläche Safari zu ähnlich sieht. Vertikale Tabs, schnelle Bedienung und sehr gute Privatsphäre sind toll, aber die Aussage „unterstützt die meisten Chrome-Erweiterungen“ ist in der Praxis deutlich schwächer als versprochen: Von meinen 12 häufig genutzten funktionieren nur 4. Dazu kommen fehlerhafte Symbole in der Lesezeichenleiste, umständliches Verschieben von Lesezeichen in Ordnern und fehlende Tab-Gruppen. Wenn nur die grundlegenden Dinge besser würden, würde ich es noch einmal versuchen.
    • Ich habe Orion auf dem Mac ein bis zwei Wochen benutzt, aber in Google Docs und Sheets gab es so viele Bugs, dass Arbeiten unmöglich war. Am Ende habe ich aufgegeben, benutze aber die iOS-App weiter. Der einzige Nachteil dort ist, dass ich die App gelegentlich neu starten muss.
    • Das größte Problem bei Orion ist, dass man bei der Kompatibilität mit Firefox-/Chrome-Erweiterungen gar nicht richtig sieht, was tatsächlich unterstützt wird und was zuverlässig funktioniert. Selbst bei Filter-Erweiterungen nutzt man es eher nach dem Motto „wird schon irgendwie gehen“. Deshalb habe ich aufgehört, es zu verwenden.
    • Ich würde es zu 100 % nutzen, aber dass es nicht Open Source ist, stört mich. Wenn das behoben wäre, gäbe es kaum noch etwas auszusetzen. Zur Einordnung: Zen Browser ist derzeit populärer.
    • Orion war mir viel zu instabil und voller Bugs. Ich habe dem Support sogar detaillierte Bugreports samt Reproduktionsschritten geschickt, bekam aber nur die Antwort, ich solle das direkt als GitHub-Issue oder im Feedback-Forum posten. Dabei hatte ich ihnen bereits alle Informationen gegeben, und sie haben es nicht einmal intern weitergeleitet. Danach wurde mir klar, wie frustrierend es ist, zu Closed-Source-Software beizutragen. Ich habe die Mails gelöscht und Orion komplett entfernt.
  • Helium basiert auf ungoogled-chromium, und entwickelt wird es grob von drei Personen (GitHub-Adresse).

    • ungoogled-chromium selbst ist anfällig für Probleme bei Zertifikatswiderrufen, und dasselbe könnte daher auch für Helium gelten. Wenn man auf Systemebene alle Google-URLs kappt, sind solche Nebenwirkungen kaum vermeidbar.
    • Dass nur drei Leute einen Browser bauen, weckt bei mir wenig Vertrauen. Selbst Arc ist trotz viel Geld und Personal an Grenzen gestoßen.
    • Helium ist in Python geschrieben.
    • Meine Browserdaten in die Hände von drei unbekannten Leuten zu legen, schafft bei mir kein Vertrauen.
  • Die Stimmung in den HN-Kommentaren wirkt ziemlich kühl, obwohl alle gleichzeitig von einem neuen Gmail-Skin begeistert sind. Ich fände es gut, wenn ungoogled-chromium auf unterschiedliche Weise aktiv neu gedacht würde. Schade, dass Servo so schwer einsetzbar ist. Letztlich merke ich immer wieder, dass ich eigentlich seit Langem Opera 12 will, wobei sich Vivaldi noch am ehesten wie ein Ersatz anfühlt.

    • Ich setze meine Hoffnung weiterhin auf Ladybird, bei Helium sehe ich noch keine große Zukunft.
    • Ich habe vor Kurzem auch wieder Opera ausprobiert, aber alle Funktionen fühlten sich irgendwie seltsam und wenig nützlich an. Deshalb bin ich letztlich zu Vivaldi gewechselt, doch auch Vivaldi ist mit gelegentlichen Langsamkeiten und Hängern nicht wirklich zufriedenstellend.
    • Vivaldi unterstützt weiterhin MV2-Erweiterungen, sodass uBlock Origin dort ganz normal funktioniert.
  • Auf Heliums Seite zur Auswahl der Standardsuchmaschine werden die Eigenschaften der einzelnen Suchmaschinen ehrlich und mit Witz zusammengefasst.

    • Marktbeherrschung mit persönlichen Daten (Google), Bing-Daten und Microsoft-Tracking (Qwant), nutzt Bing-Ergebnisse, trackt aber nicht (DuckDuckGo), pflanzt über einen Teil der Werbeeinnahmen pro Klick Bäume (Ecosia), sammelt persönliche Daten – komplizierte Einstellungen – überladenes UI (Bing), individuelle Ergebnisse ohne Werbung und Tracking, aber mit kostenpflichtigem Konto (Kagi).
    • Ich finde das witzig, sachnah und prägnant.
    • Eine Anmerkung zu Qwant: Ein großer Teil der Ergebnisse stammt tatsächlich aus eigener Bereitstellung, und das wird dort auch klar kommuniziert. In Europa gilt Qwant als eine der unabhängigsten Suchmaschinen (mehr Details dazu).
    • Ein bisschen ironisch ist nur, dass Helium selbst ein Browser auf Chrome-Basis ist.
    • Ich vermisse etwas die frühere Art, Suchmaschinen über benutzerdefinierte Templates selbst hinzuzufügen. Ich nutze persönlich gern etwas speziellere Suchmaschinen wie presearch.com oder Swisscows.com.
    • Wenn man 1995 so eine Suchmaschinenliste gesehen hätte, hätte man sich das kaum vorstellen können.
  • Helium sagt, die Unterstützung für MV2-Erweiterungen so lange wie möglich aufrechterhalten zu wollen. Wenn selbst das Entwicklerteam nicht weiß, wie lange das durchzuhalten ist, schafft das für mich aber kein Vertrauen. Ich frage mich, warum man nicht wie Zen einen Firefox-Fork hätte wählen können.

    • In Unternehmensumgebungen ist es inzwischen tatsächlich so, dass wichtige Software wie Teams Firefox entweder gar nicht mehr offiziell unterstützt oder nur noch eingeschränkt. Wenn man wie ich remote arbeitet und Teams zwingend braucht, kommt man so schwer davon los, selbst wenn man Firefox sehr mag. Mozilla trägt auch selbst Verantwortung dafür, weil man intern zu sehr auf Äußerlichkeiten statt auf echte Kerninnovationen fokussiert war und dadurch stagniert hat.
  • Ich bin an dem Punkt, an dem ich horizontale Tabs nicht mehr benutzen kann.

    • Ich hoffe, dass Safari irgendwann richtige horizontale Tabs bekommt. Aktuell gibt es dort zwar Tabs in der Seitenleiste, aber sie nehmen immer noch horizontalen Platz weg.
    • Mich haben vertikale Tabs nie besonders angesprochen. Ich frage mich, worin der große Vorteil eigentlich liegt.
    • Mich würde interessieren, welchen Browser du selbst benutzt.