- Open-Source-Browser mit Werbeblocker und Datenschutz als Standardeinstellung
- uBlock Origin ist integriert und blockiert Werbung, Tracker, Fingerprinting, Krypto-Miner und sogar Phishing-Seiten
- Leichte Chromium-basierte Architektur für schnelle und effiziente Nutzung, mit Komfortfunktionen wie Split View
- Vollständig kompatibel mit Chromium-Erweiterungen und schützt Downloads über einen eigenen Dienst, der Google-Tracking blockiert
- Sämtlicher Code und alle Dienste sind vollständig Open Source; das Ziel ist ein menschenzentrierter Browser, der keine personenbezogenen Daten sammelt
Überblick
- Helium ist ein Open-Source-Browser, der dafür entwickelt wurde, das Internet „ohne Störungen“ zu nutzen
- Er schließt Werbung, gesponserte Pop-ups und Tracker aus und bietet im Auslieferungszustand maximalen Schutz der Privatsphäre
- Derzeit wird er als Beta-Version veröffentlicht und ist für macOS, Linux und Windows verfügbar
Datenschutz an erster Stelle
- uBlock Origin ist standardmäßig enthalten und blockiert Werbung, Tracker, Cookies, Phishing-Seiten und mehr
- Der Browser selbst enthält keinerlei Werbung, Analytics-Code oder versteckte Anfragen
- Bei Bedarf lässt sich der Datenschutz mit ungoogled-chromium-Flags oder zusätzlichen Filtern weiter verstärken
- Es gibt keine Cloud-Synchronisierung; auf die Daten kann ausschließlich der lokale Nutzer zugreifen
Auf Respekt für Nutzer ausgelegt
- Es gibt keinerlei unbeabsichtigtes Öffnen von Tabs, Update-Pop-ups oder Sponsoren-Benachrichtigungen
- Keine unnötigen Neustarts oder Funktionen, die den Arbeitsfluss stören; vollständige Kontrolle bleibt beim Nutzer
Leistung und Leichtgewichtigkeit
- Chromium-basiert und damit schnell, mit optimierter Ressourcennutzung
- Durch das Entfernen unnötigen Codes und überflüssiger Funktionen gehört er zu den leichtesten modernen Browsern
- Auch bei längerer Nutzung nimmt die Geschwindigkeit nicht ab
Starke Unterstützung für Multitasking
- Mit Split View lassen sich mehrere Webseiten gleichzeitig auf einem Bildschirm anzeigen
- Links können per Tastenkürzel (⌘+Shift+C) kopiert und geteilt werden
- Bei der Installation von Web-Apps können diese ohne separate Chromium-Instanz wie Desktop-Apps ausgeführt werden
Minimalistisches Design und Bedienbarkeit
- Eine kompakte Benutzeroberfläche nutzt den Bildschirmplatz effizienter und maximiert die Konzentration
- Es gibt eine Einstellung, mit der sich unerwünschte Elemente in der Symbolleiste vollständig ausblenden lassen
- Die Oberfläche betont ein flüssiges und konsistentes Nutzungserlebnis ohne unnötige Bewegungen oder Verzögerungen
Vollständige Erweiterungsunterstützung und Datenschutz
- Chromium-basierte Erweiterungen und sogar MV2-Erweiterungen können sofort standardmäßig genutzt werden
- Intern werden Anfragen an den Chrome Web Store über einen eigenen Helium-Dienst anonymisiert, um Googles Tracking und Werbe-Targeting grundsätzlich zu blockieren
- Dadurch bietet Helium einzigartige Datenschutzfunktionen im Vergleich zu anderen Browsern
!bangs-Funktion
- Unterstützt !bangs-Kurzsuche ähnlich wie DuckDuckGo Bangs, mit mehr als 13.000 Einträgen
- Beispiele:
!w (Wikipedia), !gh (GitHub), !wa (Wolfram Alpha)
- Funktioniert auch offline und sendet Suchbegriffe nicht an externe Dienste
- Auch ein KI-Chat lässt sich allein durch die Eingabe von
!chatgpt starten
Immer sicher und aktuell
- Chromium-Updates und Sicherheitspatches werden sofort übernommen, sodass stets eine sichere und aktuelle Umgebung bereitsteht
- Unter Linux werden automatische Updates über Open-Source-Tools wie Gear Lever unterstützt
- Alle Builds sind auf GitHub verfügbar, und Nutzer können den Browser auch selbst bauen
Standardmäßig aktivierte Sicherheitsrichtlinien
- Helium erzwingt HTTPS auf allen Websites und warnt, wenn die Unterstützung fehlt
- Unterstützt Passkeys für sicherere Authentifizierung
- Kein integrierter Passwortmanager und keine Cloud-basierte Verlaufs-/Datensynchronisierung, wodurch die Privatsphäre aller Browserdaten gewahrt bleibt
- Das Design folgt dem Grundsatz, dass Passwörter getrennt vom Browser verwaltet werden sollten und nur der Nutzer die Kontrolle über seine Browserdaten haben soll
Entwickler- und nutzerfreundlich
- Entfernt störende Benachrichtigungen in den DevTools und optimiert so die Entwicklungsumgebung
- Beschädigt weder Webstandards noch APIs und bewahrt trotz datenschutzorientiertem Design die Kompatibilität
- Dank effizientem Energieverbrauch und schnellen Ladezeiten gut für Notebook-Nutzer geeignet
2 Kommentare
Jetzt, wo es auf Chromium basiert, frage ich mich, ob es überhaupt noch konkurrenzfähig ist.
Wenn es nicht ein wirklich völlig anderer Browser ist und nicht nur Chromium-ähnlich, wird es Chrome wohl schwer schlagen können.
Hacker-News-Kommentare
Dass Helium auf Chromium basiert, macht es für mich persönlich nicht besonders interessant. Ich finde, wir brauchen echte Konkurrenz durch Browser, die die Dominanz von Googles Ökosystem nicht weiter zementieren. Ich selbst nutze auf den meisten Geräten Firefox und auf iPhone und iPad Orion (WebKit). Helium anonymisiert zwar angeblich die Kommunikation mit dem Chrome Web Store, aber so etwas ist fehleranfällig, und es dürfte auch künftig ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel bei Sicherheitsumgehungen bleiben. Mich würde außerdem ein Funktionsvergleich mit dem Mullvad-Browser (Gecko) interessieren. Ich habe großes Vertrauen in den Mullvad- und den Tor-Entwicklerkreis, weil sie ihre Kompetenz über lange Zeit bewiesen haben. Der Mullvad-Browser wurde 2023 veröffentlicht und wird noch immer aktiv aktualisiert.
Auf der Helium-Website ist nicht klar erkennbar, wer der Entwickler ist, und das macht mich beim Projekt etwas unruhig. Bei Open Source wäre das noch okay, aber Browser haben automatische Updates, am Ende behält der Anbieter also dauerhaft das Recht, Code auf meinem System auszuführen. Vertrauen ist wichtig. Auf der Website steht nur, dass Wyoming LLC dahintersteht, und dieser Bundesstaat eignet sich bekanntlich gut dazu, Eigentümer zu verschleiern. Auf GitHub erfährt man zwar etwas mehr, aber wenn es um so sensible Themen wie Privatsphäre und Sicherheit geht, sollten die Entwickler meiner Meinung nach klar Verantwortung übernehmen.
Seit 20 Jahren fühle ich mich wie ein „Browser-Flüchtling“. Bei jedem neuen Browser starte ich mit denselben Hoffnungen und erlebe irgendwann, wie er sich völlig verwandelt. Die Ideen von Helium gefallen mir, aber ohne Informationen zu den Gründern oder zur Organisationsform fällt Vertrauen schwer. Ich frage mich, welche Organisationsstruktur Kernwerte langfristig am besten bewahren kann. Für vernünftige Privatsphäre-Garantien wäre ich auch bereit, ein monatliches Abo zu bezahlen.
Ich frage mich, warum die meisten Browser-Forks auf Chromium basieren. Wenn Privatsphäre und Unabhängigkeit von Google das Ziel sind, ist es dann nicht kontraproduktiv, alles auf die Basis des Hauptkonkurrenten zu setzen? Es gibt doch auch WebKit und Gecko, daher hätte ich gern eine klare Erklärung, warum ausgerechnet Chromium.
Helium erinnert mich an Orions Browser von Kagi. Orion basiert auf WebKit, verbraucht daher wenig Akku und fühlt sich schnell an. Chrome-Erweiterungen sind teilweise kompatibel. Wie Helium bringt es uBlock Origin standardmäßig mit, hat für mich unverzichtbare vertikale Tabs und unterstützt Open-URL-Routing pro Profil. In der Praxis gab es aber etliche Bugs, weshalb ich nach ein paar Wochen aufgegeben habe. Datenverlust hatte ich zwar nicht, aber das UI verhielt sich manchmal seltsam oder verwirrend. Wenn es besser wird, probiere ich es noch einmal, besonders jetzt, wo Arc von Atlassian übernommen wurde und ich wieder mehr Interesse an Orion habe. Ein neuer Versuch auf Basis von ungoogled-chromium ist grundsätzlich sehr willkommen (Orion).
Helium basiert auf ungoogled-chromium, und entwickelt wird es grob von drei Personen (GitHub-Adresse).
Die Stimmung in den HN-Kommentaren wirkt ziemlich kühl, obwohl alle gleichzeitig von einem neuen Gmail-Skin begeistert sind. Ich fände es gut, wenn ungoogled-chromium auf unterschiedliche Weise aktiv neu gedacht würde. Schade, dass Servo so schwer einsetzbar ist. Letztlich merke ich immer wieder, dass ich eigentlich seit Langem Opera 12 will, wobei sich Vivaldi noch am ehesten wie ein Ersatz anfühlt.
Auf Heliums Seite zur Auswahl der Standardsuchmaschine werden die Eigenschaften der einzelnen Suchmaschinen ehrlich und mit Witz zusammengefasst.
Helium sagt, die Unterstützung für MV2-Erweiterungen so lange wie möglich aufrechterhalten zu wollen. Wenn selbst das Entwicklerteam nicht weiß, wie lange das durchzuhalten ist, schafft das für mich aber kein Vertrauen. Ich frage mich, warum man nicht wie Zen einen Firefox-Fork hätte wählen können.
Ich bin an dem Punkt, an dem ich horizontale Tabs nicht mehr benutzen kann.