Apple führt private CSS-Eigenschaft ein, um Liquid-Glass-Effekte zu Webinhalten hinzuzufügen
(alastair.is)- Apple hat die private CSS-Eigenschaft
-apple-visual-effecthinzugefügt, die in iOS 26 verwendet werden kann - Diese Eigenschaft ermöglicht es, neue Designeffekte wie Liquid Glass und standardisierte Blur-Materialien auch auf Webinhalte anzuwenden
- Die Funktion ist im Safari-Browser oder in WKWebView standardmäßig nicht aktiviert
- Für die Nutzung in WKWebView muss die private Einstellung
useSystemAppearanceaktiviert werden, was jedoch eine App-Store-Freigabe erschweren würde - Die Funktion scheint vor allem intern bei Apple selbst verwendet zu werden; gewöhnliche Entwickler können sie derzeit nicht direkt nutzen
Überblick
- Der Autor schaut sich aus Interesse regelmäßig das GitHub ChangeLog von WebKit an, um kommende iOS-Updates vorherzusagen
- Kürzlich entdeckte er direkt nach der WWDC einen Pull Request in WebKit mit dem Titel „[Materials] Rename 'hosted blur' materials to reference 'glass'“
- Das auf der WWDC 2025 hervorgehobene Liquid Glass ist die größte Änderung an der Benutzeroberfläche (UI) seit iOS 7
- Bislang war diese Designänderung nur auf native UI beschränkt, doch dieser PR deutet eine Verbindung zu Web Views an
Apples private CSS-Eigenschaft
- Der PR zeigt, dass Apple die private CSS-Eigenschaft
-apple-visual-effecteingeführt hat - Mit dieser Eigenschaft lässt sich unter iOS 26 der Liquid-Glass-Effekt anwenden, etwa
-apple-system-glass-material - In allen Versionen können auch standardisierte Blur-Materialien wie
-apple-system-blur-material-thinverwendet werden - Solche Materialien werden auch in der offiziellen Design-Richtlinie erwähnt
Praktische Einsetzbarkeit
- Selbst wenn man das CSS in Safari bearbeitet und anwenden möchte, funktioniert es im Web nicht
- Auch in Apps auf Basis von WKWebView ist es standardmäßig deaktiviert
- Damit es funktioniert, muss
useSystemAppearanceinWKPreferencesauftruegesetzt werden; da diese Einstellung selbst privat ist, kann sie offiziell nicht genutzt werden - Wenn man den Wert inoffiziell per Hack aktiviert und dann das folgende CSS anwendet, lässt sich der Effekt sehen
.toolbar { border-radius: 50%; -apple-visual-effect: -apple-system-glass-material; height: 75px; width: 450px; }
CSS-Beispiel und bedingte Anwendung
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Apple hat diesen Effekt als CSS-Eigenschaft umgesetzt, sodass sich je nach Unterstützung einfach unterschiedliche Regeln festlegen lassen
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Mit einer
@supports-Abfrage kann-apple-visual-effectzum Beispiel nur auf unterstützten Geräten angewendet werden.toolbar { border-radius: 50%; height: 75px; width: 450px; background: rgba(204, 204, 204, 0.7); } @supports (-apple-visual-effect: -apple-system-glass-material) { background: transparent; -apple-visual-effect: -apple-system-glass-material }
Bedeutung und Grenzen
- Abgesehen von Apple intern ist dies eine Funktion, die normale Entwickler nicht verwenden können
- Sie liefert jedoch einen Hinweis darauf, warum Webviews innerhalb von Apps oft keinen guten Ruf haben
- Nahtlos integrierte Webviews fallen den Nutzern als solche gar nicht auf, sodass Probleme seltener sichtbar werden
- Dass Apple dies entwickelt hat, deutet indirekt darauf hin, dass es in eigenen Diensten oder Apps tatsächlich eingesetzt wird
- Es ist gut möglich, dass man im Alltag unbemerkt bereits UI auf Basis von Webviews erlebt
5 Kommentare
So einen Unsinn sollte man einfach ignorieren und niemand sollte ihn verwenden.
Als Apple Flash den Garaus machte, habe ich gejubelt, weil die Interessenlage übereinstimmte,
aber ironischerweise fühlt sich die jetzige Entscheidung so an, als würde das bestehende Ökosystem ignoriert.
Ist das die Wiederkehr des IE?
Seit IE war aus Sicht von Frontend-Entwicklern nicht Chrome, sondern Safari in der IE-Position. Wegen Safari müssen Frontend-Entwickler teure Macs kaufen. Es gibt Fälle, in denen es in Chrome und Firefox überall funktioniert, aber nur in Safari nicht oder seltsam dargestellt wird.
Hacker-News-Kommentare
backdrop-filterfür Hintergrund-Unschärfe eingesetzt hatHört auf mit dem Quatsch und kümmert euch lieber ordentlich um die Safari-Kompatibilität.