4 Punkte von GN⁺ 2025-09-16 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Apple hat die private CSS-Eigenschaft -apple-visual-effect hinzugefügt, die in iOS 26 verwendet werden kann
  • Diese Eigenschaft ermöglicht es, neue Designeffekte wie Liquid Glass und standardisierte Blur-Materialien auch auf Webinhalte anzuwenden
  • Die Funktion ist im Safari-Browser oder in WKWebView standardmäßig nicht aktiviert
  • Für die Nutzung in WKWebView muss die private Einstellung useSystemAppearance aktiviert werden, was jedoch eine App-Store-Freigabe erschweren würde
  • Die Funktion scheint vor allem intern bei Apple selbst verwendet zu werden; gewöhnliche Entwickler können sie derzeit nicht direkt nutzen

Überblick

  • Der Autor schaut sich aus Interesse regelmäßig das GitHub ChangeLog von WebKit an, um kommende iOS-Updates vorherzusagen
  • Kürzlich entdeckte er direkt nach der WWDC einen Pull Request in WebKit mit dem Titel „[Materials] Rename 'hosted blur' materials to reference 'glass'“
  • Das auf der WWDC 2025 hervorgehobene Liquid Glass ist die größte Änderung an der Benutzeroberfläche (UI) seit iOS 7
  • Bislang war diese Designänderung nur auf native UI beschränkt, doch dieser PR deutet eine Verbindung zu Web Views an

Apples private CSS-Eigenschaft

  • Der PR zeigt, dass Apple die private CSS-Eigenschaft -apple-visual-effect eingeführt hat
  • Mit dieser Eigenschaft lässt sich unter iOS 26 der Liquid-Glass-Effekt anwenden, etwa -apple-system-glass-material
  • In allen Versionen können auch standardisierte Blur-Materialien wie -apple-system-blur-material-thin verwendet werden
  • Solche Materialien werden auch in der offiziellen Design-Richtlinie erwähnt

Praktische Einsetzbarkeit

  • Selbst wenn man das CSS in Safari bearbeitet und anwenden möchte, funktioniert es im Web nicht
  • Auch in Apps auf Basis von WKWebView ist es standardmäßig deaktiviert
  • Damit es funktioniert, muss useSystemAppearance in WKPreferences auf true gesetzt werden; da diese Einstellung selbst privat ist, kann sie offiziell nicht genutzt werden
  • Wenn man den Wert inoffiziell per Hack aktiviert und dann das folgende CSS anwendet, lässt sich der Effekt sehen
    .toolbar {  
      border-radius: 50%;  
      -apple-visual-effect: -apple-system-glass-material;  
      height: 75px;  
      width: 450px;  
    }  
    

CSS-Beispiel und bedingte Anwendung

  • Apple hat diesen Effekt als CSS-Eigenschaft umgesetzt, sodass sich je nach Unterstützung einfach unterschiedliche Regeln festlegen lassen

  • Mit einer @supports-Abfrage kann -apple-visual-effect zum Beispiel nur auf unterstützten Geräten angewendet werden

    .toolbar {  
      border-radius: 50%;  
      height: 75px;  
      width: 450px;  
      background: rgba(204, 204, 204, 0.7);  
    }  
    
    @supports (-apple-visual-effect: -apple-system-glass-material) {  
      background: transparent;  
      -apple-visual-effect: -apple-system-glass-material  
    }  
    

Bedeutung und Grenzen

  • Abgesehen von Apple intern ist dies eine Funktion, die normale Entwickler nicht verwenden können
  • Sie liefert jedoch einen Hinweis darauf, warum Webviews innerhalb von Apps oft keinen guten Ruf haben
  • Nahtlos integrierte Webviews fallen den Nutzern als solche gar nicht auf, sodass Probleme seltener sichtbar werden
  • Dass Apple dies entwickelt hat, deutet indirekt darauf hin, dass es in eigenen Diensten oder Apps tatsächlich eingesetzt wird
  • Es ist gut möglich, dass man im Alltag unbemerkt bereits UI auf Basis von Webviews erlebt

Noch keine Kommentare.

Noch keine Kommentare.