- Um der persönlichen Website mehr Eigenständigkeit zu verleihen, wurde versucht, direkt eine Handschrift-Schriftart zu erstellen
- Die Nutzung von Open-Source-Tools wie FontForge und Inkscape erwies sich als wenig intuitiv und umständlich
- Letztlich ließ sich über den kostenpflichtigen Dienst Calligraphr eine Handschrift-Schriftart einfach erzeugen und bearbeiten
- Es waren wiederholte Feinabstimmungen und Korrekturen nötig, doch mit dem tatsächlichen Ergebnis war man zufrieden
- Auch die nutzerfreundliche Geschäftspolitik von Calligraphr hinterließ einen guten Eindruck und wird empfohlen
Ein Versuch, der persönlichen Website mehr Individualität zu geben
- Es bestand der Wunsch, dass die eigene Website sich von trockenen Unternehmensseiten abhebt und eine persönlichere und unverwechselbare Atmosphäre bekommt
- Um gestalterisch kleine Veränderungen einzubringen, wurden bereits besondere Effekte zu Bildern, Links und anderem hinzugefügt
- Statt der bisherigen Monospace-Schrift sollte eine handschriftlich wirkende Schreibschrift eingesetzt werden, doch da keine passende Schriftart gefunden wurde, fiel die Entscheidung, sie selbst zu erstellen
Der Versuch mit Open-Source-Tools und sein Scheitern
- Es wurde versucht, mit Open-Source-Tools wie Inkscape und FontForge eine vektorbasierte Schriftart zu erstellen
- Mit einem Grafiktablet wurden die Großbuchstaben A, B und C geschrieben, als SVG gespeichert und anschließend in den Font-Editor importiert
- Die schwache Nutzererfahrung von FontForge und die wenig intuitive UI sorgten für Frust
- Schon bei grundlegenden Aufgaben wie Dateiauswahl, Importvorgängen und dem Laden von SVGs gab es viele Fehlversuche und unnötigen Aufwand
- Auch die Bezier-Griffe zur Bearbeitung der Kurven in den Glyphen ließen sich nur umständlich bedienen
- Wiederholte Fehlermeldungen und lästige Pfadwechsel führten schließlich zum Abbruch des Versuchs
- Auch die SVG-Font-Funktion von Inkscape wurde ausprobiert, doch dabei zeigte sich, dass jeder Glyphe zu einem einzelnen Pfad zusammengeführt werden muss und Kenntnisse in der Vektorbearbeitung nötig sind – insgesamt also ein komplizierter und ineffizienter Prozess
Die Wahl des kostenpflichtigen Webdienstes Calligraphr
- Bei der Suche nach verschiedenen Open-Source-Tutorials wurde auf den Closed-Source-Dienst Calligraphr aufmerksam
- In der kostenlosen Version gibt es Einschränkungen bei Ligaturen, Varianten und ein Limit von 75 Glyphen, doch mit einer einmaligen Zahlung für einen Monat lassen sich die Premium-Funktionen nutzen
- Besonders positiv bewertet wurden die Möglichkeit einer einmaligen Zahlung ohne automatische Verlängerung und die transparente Preispolitik
- So funktioniert Calligraphr
- Eine Vorlage wird ausgedruckt und handschriftlich ausgefüllt, anschließend eingescannt und zum Dienst hochgeladen
- In die Vorlage können die ausgewählten Buchstaben, Zeichen, Ligaturen und weitere Formen aufgenommen werden
- Es lassen sich mehrere Versionen erstellen, bewerten und auswählen; zusätzlich wurden benutzerdefinierte Ligaturen passend zum Blogtitel ergänzt
- Mit einem Sharpie-Stift wurde der Schriftzug dicker und markanter gestaltet
- Zum Scannen und Hochladen als PDF wurde die Dokumentenscan-Funktion des iPhone verwendet
Wiederholte Verbesserung und Feinabstimmung der Schriftart
- Über die Web-UI von Calligraphr war eine Vorschau der Schriftart sowie ein direkter Anwendungstest möglich
- Die Schriftart wurde auf der echten Website angewendet, um Lesbarkeit und Design in verschiedenen Größen zu prüfen
- In der ersten Version passten die Buchstaben nicht zur Grundlinie, wodurch das Gleichgewicht gestört wirkte; mit den Funktionen zur Positions- und Größenanpassung wurde dies präzise korrigiert
- Durch das Verringern des Zeichenabstands (Kerning) entstand die für Handschrift typische natürliche Verbindung
- Bei einigen Glyphen befand sich eingescanntes Rauschen außerhalb des Glyphenbereichs, was zu merkwürdigen Abständen führte
- Wenn nur die Breite reduziert wurde, blieben im Satz verstreute Punkte zurück
- Mit dem Bearbeitungswerkzeug wurden die überflüssigen Pixel vollständig gelöscht, wodurch sich das Problem sauber beheben ließ
- Diese wiederholte Arbeit fühlte sich sogar angenehm an, weil die Verbesserungen visuell sehr deutlich erkennbar waren
Ergebnis und positive Erfahrungen mit dem Dienst Calligraphr
- Die fertige Schriftart verleiht Headern, Bildunterschriften und anderen Bereichen der Website ein Gefühl echter Handschrift und erfüllt damit den gewünschten Anspruch an Individualität
- Dank der Stärke des Sharpie ist die Lesbarkeit auch bei kleiner Schrift sehr gut
- Im Vergleich zu Open-Source-Tools wurde die Effizienz deutlich spürbar: Das Ergebnis ließ sich mit wenig Zeit und geringen Kosten fertigstellen
- Selbst nach Ende des Abonnements stellt Calligraphr automatisch ein Backup (Export) der Nutzerdaten bereit
- Im JSON-Format sind sämtliche Glypheninformationen und Bilddaten enthalten, sodass sie später für ein erneutes Abo oder weitere Bearbeitung genutzt werden können
- Klare Richtlinien im Voraus, kein Drängen zu wiederholten Zahlungen und die transparente Bereitstellung der Daten hinterließen Eindruck als nutzerfreundliche Geschäftspraxis
- Wer etwas Ähnliches ausprobieren möchte, dem ist die Erfahrung schon wegen der Schlichtheit und des kundenorientierten Dienstes von Calligraphr zu empfehlen
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