PG-Integrationsdemo ohne erforderliche Gewerbeanmeldung
(github.com/soulee-dev)Wenn Einzelpersonen SaaS oder kleine Produkte verkaufen möchten, gibt es im Ausland zwar Stripe, LemonSqueezy und Ähnliches, in Korea braucht man für die Anmeldung bei den meisten PG-Anbietern jedoch eine Gewerbeanmeldung, eine Garantieversicherung und verschiedene weitere Unterlagen – das macht es nicht gerade einfach.
Auch ich habe beim Erstellen eines einfachen MVPs unter solchen Hürden gelitten und kürzlich PAYAPP entdeckt, das auch Einzelpersonen Zahlungen annehmen lässt. Da es keine Anmeldegebühr oder zusätzliche Kosten gibt, wirkt es für MVP-Tests ziemlich brauchbar.
Allerdings ist die Entwicklerdokumentation dürftig, daher habe ich selbst Beispielcode auf Basis von FastAPI erstellt.
Falls ihr andere alternative PG-Anbieter kennt, freue ich mich auch über Empfehlungen.
10 Kommentare
Wird das nicht durch das heimische Recht schwierig? Wenn ich die Nutzungshinweise grob lese, habe ich den Eindruck, dass bei der ersten Auszahlung nicht allerlei Prüfungen stattfinden...
Der Großteil der Zeit bei der Zahlungsanbindung geht meist dafür drauf, in der Dokumentation herumzusuchen. Vielen Dank, dass Sie ein funktionsfähiges Beispiel wie dieses geteilt haben.
Auch bei PAYAPP scheint es so zu sein, dass bei einem Auszahlungsantrag wie unten eine Dokumentenprüfung erforderlich ist. Letztlich müssen also ebenso alle Unterlagen eingereicht werden, damit der Dienst ordnungsgemäß genutzt werden kann.
Erstens: Falls die Dokumentenprüfung mit PAYAPP noch nicht abgeschlossen ist.
Zweitens: Falls Sie darüber informiert wurden, dass Sie eine Kautionsversicherung abschließen müssen, diese aber noch nicht endgültig bearbeitet bzw. abgeschlossen wurde.
Es stimmt zwar, dass eine Dokumentenprüfung erforderlich ist, aber eine Gewerbeanmeldung scheint nicht notwendig zu sein. https://payapp.kr/homepage/guide/guide3.html
Letztlich ist alles eine Frage der Absicherung. Auch wenn man denkt, dass man es bei Transaktionen zwischen Privatpersonen einfach halten möchte,
aus Sicht des Käufers gilt: Wenn niemand den von mir gezahlten Betrag schützen kann ... wird man dann überhaupt bezahlen? Wie viele Käufer würden über eine Zahlungs-App zahlen wollen, der sie nicht vertrauen?
Auch Zahlungsunternehmen minimieren ihr Risiko, indem sie für Schadensfälle Sicherheiten verlangen und Gewerbeanmeldung, Kautionsversicherung sowie verschiedene Unterlagen einholen.
Unser Unternehmen bietet ebenfalls einen Reservierungsservice an, aber nachdem ein anderes Unternehmen Reservierungen für unbegrenzte Zeit angenommen, nur das Geld kassiert und sich dann abgesetzt hat, wurde die Regel so geändert, dass Reservierungen nur noch bis maximal 2 Monate im Voraus möglich sind.
Vielen Dank fürs Teilen dieses großartigen Projekts. Das dürfte für MVP-Demos ziemlich nützlich sein.
Soweit ich weiß, würde die Zulassung von Zahlungen zwischen Privatpersonen Steuerhinterziehung ermöglichen und als Kanal für Geldwäsche dienen.
Im Ausland gibt es bei verschiedenen Plattformen wie Stripe, LemonSqueezy und PayPal viele Fälle, in denen Zahlungen zwischen Privatpersonen angenommen werden. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sich die Risiken in Bezug auf Steuerhinterziehung oder Geldwäsche im Ausland grundsätzlich unterscheiden.
Ich kenne mich damit zwar nicht im Detail aus, aber vermutlich werden private Transaktionen in Korea wegen der inländischen Regulierung oder wegen der Belastung für die PG-Anbieter, die bei Betrug oder Täuschung Verantwortung tragen müssen, nicht unterstützt.
Vermutlich verlangt ein PG wie PayApp gerade deshalb höhere Gebühren als ein gewöhnlicher PG-Anbieter, um diese Risiken abzudecken.
Auch in den USA oder anderen Ländern im Ausland dürfte die Sorge vor Geldwäsche immer bestehen. Warum gibt es das im Ausland, aber nicht im Inland?
Auch bei PayApp ist bei Abschluss eines echten Vertrags eine Kautionsversicherung erforderlich...
Ich hoffe, dass ein PG-Anbieter wie Stripe bald nach Korea kommt T_T