- Framework Desktop ist sehr leise und bietet hohe Leistung
- Ausgestattet mit AMD Ryzen AI Max 395+ liefert er trotz seiner kleinen Größe Leistung auf Desktop-Niveau oder darüber
- In verschiedenen Benchmarks zeigt er im Vergleich zu Beelink und Mac Studio eine überragende Multicore-Leistung
- Dank Speicherausbau und lokaler Ausführung von LLM-Modellen eignet er sich für vielfältige Einsatzzwecke
- Auch die integrierte Grafik ist stark, und die Gaming-Leistung ist sehr gut
Erster Eindruck vom Framework Desktop
- Der Autor (DHH) nutzt den Framework Desktop seit einigen Monaten und beschreibt ihn als sehr leise mit einem unterhaltsamen Design
- Mit 4,5 Litern ist er sehr kompakt, fühlt sich aber deutlich schneller an als herkömmliche Desktops
- An der Front lassen sich 21 farbige Kacheln anbringen, was ihm im Gegensatz zu RGB-lastigen Konkurrenten ein eigenständiges Erscheinungsbild verleiht
- Auch Anpassungen etwa per 3D-Druck sind möglich, wodurch sich Individualität frei ausdrücken lässt
Verwendeter Prozessor und Design-Merkmale
- Der AMD Ryzen AI Max 395+ ist ursprünglich ein Chip für Notebooks, wird von Framework hier aber in einem ultrakompakten Desktop eingesetzt
- Der Chip kam bereits im ASUS ROG Flow Z13 und im HP ZBook Ultra zum Einsatz; die Wahl dient dazu, die Raumeffizienz zu maximieren
- Auf dem Mini-PC-Markt gibt es bereits viele Produkte, doch der Framework Desktop bietet fast als Einziger eine vollständig lautlose Umgebung
- Im Vergleich zu anderen Mini-PCs wie denen von Beelink ist er beim Geräuschpegel klar überlegen
Benchmarks und Leistungsvergleich
- Im Multicore-Benchmark ist der Framework Desktop doppelt so schnell wie der Beelink SER8 und mehr als ein Drittel schneller als der SER9
- Gegenüber dem Mac Studio (M4 Max, M4 Pro) zeigt er 40 % bis 50 % bessere Leistung
- Der Test basiert auf MySQL/Redis/ElasticSearch in Docker sowie der Ausführung von Ruby-Code; auch der Vorteil der nativen Docker-Ausführung unter Linux trägt zum Leistungsunterschied bei (etwa 25 %)
- Da Docker für Entwickler-Workflows unverzichtbar ist, fällt die Wettbewerbsfähigkeit des Framework Desktop in realen Nutzungsszenarien noch stärker auf
CPU und Single-Core-Leistung
- Der AMD 395+ verfügt über 16 Zen5-Kerne (5,1 GHz); im Geekbench-6-Multicore-Score liegt er auf dem Niveau des M4 Max oder darüber
- Bei der Single-Core-Leistung ist die M4-Reihe etwa 20 % stärker (z. B. im Speedometer-Benchmark)
- Bei alltäglicher Nutzung wie Web-Browsing ist dieser Single-Core-Unterschied kaum spürbar
Preis-Leistung und Speichererweiterung
- Mit 64 GB RAM und 2 TB NVMe kostet der Framework Desktop 1.876 US-Dollar, ein Mac Studio mit derselben Ausstattung 3.299 US-Dollar
- Selbst bei einer Erweiterung auf 128 GB wird der Preisunterschied noch größer, und bei Docker-basierten Entwicklungsaufgaben bleibt der Framework Desktop weiterhin schneller
- Unter Linux mit dem Fenstermanager Hyprland ist die Speichernutzung effizient, weshalb für die meisten Anwendungsfälle 64 GB ausreichen
Lokaler Betrieb von LLM-Modellen und Speichernutzung
- 128 GB Arbeitsspeicher eignen sich gut für den lokalen Betrieb von LLM-Modellen; dank der Unified-Memory-Struktur des AMD 395+ kann die GPU fast den gesamten Speicher nutzen
- Auch große Modelle wie OpenAIs 120b gpt-oss lassen sich betreiben, mit einer Leistung von etwa 40 Tokens pro Sekunde (siehe YouTube-Link)
- Mit 64 GB stößt jedoch die Genauigkeit beim Betrieb von gpt-oss-20b an Grenzen. Aktuelle LLM-Modelle auf SaaS-Basis liefern bessere Ergebnisse
Alternative Produkte und weitere Informationen
- Der Beelink SER9 bietet für den halben Preis zwei Drittel der Multicore-Leistung, bei der Single-Core-Leistung gibt es kaum Unterschiede
- Für die meisten Entwickler dürfte auch der SER9 völlig ausreichen. Wer in bestimmten Situationen mehr Leistung will, für den ist der Framework Desktop besonders attraktiv
Gaming-Leistung und Dual-Boot
- Die integrierte Grafik (iGPU) des Framework Desktop liefert Gaming-Leistung auf dem Niveau einer RTX 4060
- Auch aktuelle Spiele laufen bei 1440p und hohen Einstellungen flüssig (siehe YouTube)
- Dank doppelter NVMe-Slots eignet er sich auch ideal für Linux/Windows-Dual-Boot
Fazit
- Der Framework Desktop und der AMD 395+ sind eine sehr starke Wahl für Linux-basierte Entwickler
- Er vereint Lautlosigkeit, kleine Abmessungen, starke Multicore-Leistung, ein ungewöhnliches Design und Preis-Leistungs-Stärke
- Es ist die beste Zeit für Open-Source-Software und entwicklerfreundliche Hardware
Noch keine Kommentare.