- Autos und Haushaltsgeräte verursachen unnötig Lärm und verschlechtern dadurch das Nutzererlebnis
- Warnsignale und visuelle Benachrichtigungen werden auch in nicht wichtigen Situationen häufig angezeigt und verursachen Unbehagen
- Solche Lärm-Benachrichtigungen stehen meist nicht mit einem Notfall in Zusammenhang, und das Problem verschärft sich, weil es keine Deaktivierungsoption gibt
- Einige Geräte können positiv bewertet werden, weil sie angemessene und leise Benachrichtigungswege einsetzen
- Beim Design von Geräten sollte die Benachrichtigungsminimierung für Nutzer und die Möglichkeit zur Personalisierung sichergestellt werden
Verkehrsmittel und unnötige Warntöne
- In einem Kleinwagen wird ein Doppel-Tank für Benzin und LPG verwendet
- LPG ist günstig und hilft beim Budget, doch wenn der LPG-Tank fast leer ist, ertönt ein extrem lauter Warnton
- Dieser Warnton tritt während der Fahrt plötzlich auf und kann, besonders auf der Autobahn, zu Konzentrationsverlust und Überraschung beim Fahrer führen
- Gleichzeitig wird der gesamte Armaturenbereich vom Text „LPG zu wenig vorhanden“ verdeckt
- Unten auf dem Armaturenbrett existiert bereits eine dauerhafte Anzeige des LPG-Tankstands
Notwendigkeit und Realität von Warnsignalen
- Die einzige Situation, in der ein Fahrzeug Lärm machen sollte, sind echte Notfälle
- Ein akustischer Hinweis ist z. B. nur bei Motorölmangel angemessen
- Die verbleibende LPG-Reichweite beträgt 100 km, aber der Benzintank ist voll, sodass die Gesamtreichweite 1.000 km beträgt
- Unnötige Warntöne wecken schlafende Passagiere (insbesondere Kleinkinder) und können die Sicherheit der Passagiere gefährden
- Diese Warntöne wiederholen sich mehrmals unregelmäßig und verstärken die Verwirrung
Lärmbelastung durch smarte Haushaltsgeräte
- Selbst bei dem Versuch, so wenige smarte Geräte wie möglich zu besitzen, erzeugen Haushaltsgeräte immer noch unnötigen Lärm
- Beispiel: Bei einer Waschmaschine ertönt bei Programmende ein sehr lauter Alarm, doch er ist sehr kurz und bringt im Alltag wenig Nutzen
- Bei der Bedienung von Drehreglern oder Tasten der Waschmaschine bleibt ein nicht deaktivierbarer „Piep“-Ton erhalten
- Alle Töne sind gleich, und durch rein berührungsempfindliche Tasten wird die Barrierefreiheit für Menschen mit Sehbehinderung nicht verbessert
- Es gibt zahlreiche Fälle, in denen Geräte beim Start eine unnötige Startsequenz abspielen, obwohl weder ein besonderer Bootvorgang noch eine Gefahrensituation vorliegt
Verschiedene Lärmbeispiele im Alltag
- Es wäre extrem ineffizient, wenn man sich vorstellt, dass Wasserhähne, Haustüren, Dunstabzugshauben und Wohnzimmerleuchten im Alltag alle laute Töne erzeugen
- Der Wäschetrockner kann seine Tasten- und Alarmtöne ebenfalls nicht ausschalten; obwohl das Trocknen der Wäsche keine Dringlichkeit hat, piept er trotzdem laut
- Auch bei Induktion und Heißplatte lösen ein oder zwei Touch-Tasten bei Kontakt mit einem Handtuch oder Wasser laute Töne aus
- Ein Babyfon gibt beim Einschalten einen lauten, kurzen Piepton von sich und kann das Kind wecken, was dem Hauptzweck widerspricht
Positive Beispiele ohne Lärm
- Geschirrspüler: geräuschlos, bei Fertigstellung öffnet sich lediglich leise der Deckel
- Kühlschrank: wenn die Tür nicht ganz geschlossen ist, ertönt kurz ein leises Signal
- E-Book-Reader: können grundsätzlich keinen Ton erzeugen
Vorschlag für nutzerzentriertes Produktdesign
- Beim Produktkauf wird zunehmend darauf geachtet, ob es „leise“ ist
- Es ist sinnvoll, Nutzern die Kontrolle über Benachrichtigungen zu geben oder sie standardmäßig zu deaktivieren
- Bei der Gestaltung von Benachrichtigungen sollten schlafende Kinder oder sehr müde Nutzer berücksichtigt werden
- Statt unnötiger akustischer Warnungen können alternative Methoden wie optische Signale oder automatische Abschaltung eingesetzt werden
- Da die Gesellschaft bereits in einem Zustand der Benachrichtigungsüberflutung ist, wird die Bedeutung der Reduzierung unnötiger Geräuschinterferenzen durch Geräte deutlich
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