- Zum 2. Jahrestag der Gründung als Einzelunternehmer und zum 5. Jahrestag der Unabhängigkeit als Solo-Entwickler eine Zusammenfassung dessen, was ich beim Überleben gelernt habe
1. Gewissenhaftigkeit
- Die wichtigste Eigenschaft für Entwickler im Homeoffice ist Gewissenhaftigkeit
- Die einzige Möglichkeit, einem Client Vertrauen zu geben, ist die Einhaltung der zugesagten Ergebnisse und Termine
- Wenn man von zu Hause aus arbeitet, ist Konzentration oft schwierig, aber es ist wichtig, ein Arbeitspensum, das man selbst vertreten kann, konsequent einzuhalten
2. Netzwerk
- Früher dachte ich, Netzwerke sind alles, aber nach fünf Jahren scheint Vertrauen durch Gewissenhaftigkeit aufzubauen noch entscheidender zu sein
- Netzwerke dienen als Verbindungsglied für neue Arbeit, und Empfehlungen auf Vertrauensbasis schaffen langfristig eine Struktur, die Aufträge kontinuierlich weiterführt
3. Strategie
- Die wichtigste Überlebensstrategie für Solo-Entwickler ist die Sicherung von „stetigem Einkommen“ und „Kontinuität der Arbeit“
- Um das zu lösen, habe ich die Entwicklungskosten nicht als Einmalzahlung genommen, sondern in monatliche Wartungsverträge gelenkt
- Aus Sicht des Entwicklers entstehen stabiles Einkommen und psychische Sicherheit, während der Client weniger Belastung hat und den Vorteil kontinuierlicher Upgrades bekommt
- Wenn man über ein Jahr Vertrauen aufbaut, entsteht ein positiver Kreislauf, der zu Vertragsverlängerungen oder zusätzlicher Arbeit führt
- Dieses Modell hat in den letzten fünf Jahren erfolgreich funktioniert
4. AI
- Die Einführung von AI hat dem repetitiven Alltag neue Energie gegeben
- Coding fühlte sich nur noch wie Arbeit an und ich steckte in einer Routine fest, doch durch AI haben Spaß und Effizienz der Entwicklung deutlich zugenommen
- Vor allem können jetzt auch Bereiche außerhalb des eigenen Fachgebiets (wie CSS) mit AI ohne größere Hürden bearbeitet werden
- AI ist letztlich ein Werkzeug (tool), und je nach Nutzungskompetenz kann man in einer besseren Umgebung arbeiten
5. So überlebe ich
- In der Anfangszeit der Unabhängigkeit sank mein Einkommen auf ein Drittel meines Gehalts, was zu finanzieller Unsicherheit führte, doch schrittweise erholte sich das Einkommen und erreichte wieder das Niveau meines früheren Unternehmens
- Ich bin dankbar, dass es inzwischen einige Unternehmen gibt, mit denen ich lange zusammenarbeite. In letzter Zeit laufen auch neue Verträge
6. Zum Schluss
- Wenn ich auf die letzten fünf Jahre zurückblicke, gab es viele glückliche Momente
- Dass die Arbeit nicht abriss und mit Kontinuität weiterlief, war ebenfalls großes Glück
- Ich habe gemerkt, dass auch ohne großes Netzwerk die wenigen verbliebenen Beziehungen eine große Stütze waren
- Aktiven Entwicklern würde ich empfehlen, mit vielen Menschen gut auszukommen
10 Kommentare
Die Idee, die Beziehung durch monatliche Wartungsverträge zu verlängern, scheint mir eine wirklich kluge Strategie zu sein. Vielen Dank fürs Teilen dieses guten Beitrags.
Vielen Dank für den guten Artikel.
Ich möchte auch so als Solo-Entwickler leben.
Applaus dafür!
Großartig! Vor allem der Teil über das Networking hat bei mir viel ausgelöst!
Großartig!! :)
Vielen Dank für den guten Artikel.
Ich bin zwar in meinen 30ern, aber stehe gerade an einem Wendepunkt und mache mir Gedanken, daher war das auf meine Weise hilfreich. Auch ich habe über mein Netzwerk gelegentlich größere und kleinere Aufträge bekommen; ich sollte das nicht als lästig ansehen und mein Netzwerk beständig pflegen..!
Ich hatte den Originalbeitrag gelesen und war sehr beeindruckt. Ich unterstütze die Herausforderung!!
Großartig. Ich drücke die Daumen~ Auf geht’s, auf geht’s~
Auch bei mir gibt es gelegentlich mal Nebenjobs, aber die kommen nicht über Kontakte zustande, sondern ich habe einfach Glück und kann anfangen. Wenn dann ein Vertrauensverhältnis zum Kunden entsteht, zieht das oft weitere Aufträge nach sich.