2 Punkte von GN⁺ 2025-05-29 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Telegram arbeitet im Rahmen einer Partnerschaft mit xAI an einem Vertrag zur Integration des Chatbots Grok in die Plattform
  • xAI zahlt 300 Millionen US-Dollar in bar und in Aktien an Telegram
  • Telegram erhält zusätzlich 50 % der Einnahmen, wenn xAI-Abonnements innerhalb der App abgeschlossen werden
  • Bisher war Grok nur für zahlende Mitglieder verfügbar, soll künftig aber auf alle Nutzer ausgeweitet werden
  • Grok soll verschiedene Funktionen bieten, darunter Anheften am oberen Rand eines Chats, Antworten auf Anfragen in der Suchleiste, Textzusammenfassungen, Sticker-Erstellung sowie Unterstützung bei Business-Antworten

Partnerschaftsvertrag zwischen Telegram und xAI

  • Telegram ist eine Partnerschaft mit Elon Musks KI-Unternehmen xAI eingegangen, um den Chatbot Grok für ein Jahr in die Apps der Telegram-Plattform zu integrieren
  • Im Rahmen dieses Vertrags zahlt xAI 300 Millionen US-Dollar (einschließlich Bargeld und Aktien) an Telegram
  • Telegram-CEO Pavel Durov hat die Nachricht selbst bekannt gegeben

Struktur der Umsatzbeteiligung

  • Wenn Telegram-Nutzer xAI-Abonnements innerhalb der App bezahlen, kann Telegram zusätzlich 50 % der Einnahmen erhalten

Ausbau des Grok-Dienstes und Funktionen

  • Anfang 2024 war der Grok-Chatbot nur für zahlende Telegram-Mitglieder verfügbar, soll durch diesen Vertrag nun aber schrittweise auch auf reguläre Nutzer ausgeweitet werden
  • In einem von Durov veröffentlichten Video wurde demonstriert, dass sich Grok am oberen Rand eines Chats anheften lässt oder direkt über die Suchleiste befragt werden kann
  • Das ähnelt dem Ansatz von Meta, das Meta AI in die Suchleisten von Instagram und WhatsApp integriert hat

Zentrale Einsatzmöglichkeiten von Grok

  • In dem Video wurde gezeigt, dass Nutzer mit Grok Schreibvorschläge, Zusammenfassungen von Chats/Links/Dokumenten sowie Sticker-Erstellung nutzen können
  • Zusätzlich soll es als Werkzeug für Business-Antworten und Community-Management (Moderation) eingesetzt werden

3 Kommentare

 
ett22 2025-05-30

#telegrok
56fY3iTjCK9FzcbFMKmJwfgN5xMNPatMrbhPQSwwGXWr

https://dexscreener.com/solana/…

Das ist ein Meme-Token im Zusammenhang mit der Telegram-Grok-Partnerschaft. Es gibt kein Team, und der Kurs bewegt sich einfach nur aufgrund der Nachrichtenlage. Als ich Grok gefragt habe, hieß es, Anfang Juni werde unterschrieben. Der Launch soll bis zum Sommer erfolgen, und wenn man derzeit bei Telegram nach Grok sucht, gibt es bereits eine ID. Anscheinend können es nur Premium-Nutzer verwenden. Wenn Elon Musk für Telegrok diesmal unterschreibt und es bekannt gibt, könnte es über das bisherige ATH von 300k MC hinausgehen und sogar auf über 10m MC steigen, also legt es euch ruhig schon mal ins Depot.

 
xguru 2025-05-29

Elon Musk hat getwittert, dass bislang noch nichts unterschrieben wurde.
Der Telegram-CEO scheint es veröffentlicht zu haben, obwohl noch nicht einmal unterschrieben war.

 
GN⁺ 2025-05-29
Hacker-News-Kommentare
  • Wenn die Nutzer das wirklich wollten, müsste nicht xAI an Telegram zahlen, sondern die Telegram-Nutzer an xAI

    • Stimmt zwar, aber es fühlt sich so an, als sei das, was Nutzer tatsächlich wollen, nicht der Kern dieser Diskussion
    • Es ist zwar selten, dass Nutzer explizit Grok selbst wollen, aber sie wollen durchaus einen KI-Assistenten nutzen; im Wettbewerb mit OpenAI und anderen erscheint es sinnvoll, einem Kunden mit großer Reichweite wie Telegram Anreize zu geben
    • Wenn Telegram diese Funktion nur ein wenig will, xAI sie aber viel dringender braucht, dann ist es nicht ungewöhnlich, dass Telegram in so einer Verhandlung davon profitiert
    • Wenn die Nutzer ausschließlich Grok wollten, wäre das so, aber wenn sie einfach nur eine KI-Funktion wollen, sieht die Lage anders aus
    • So wie Google Mozilla dafür bezahlt hat, Google als Standardsuche einzustellen, könnte xAI auf andere Weise mit einem solchen Modell ebenfalls Einnahmen erzielen
  • Jemand teilt den Link zu Elon Musks Tweet und meint, die Lage sei noch verwirrender geworden

    • Es heißt, Pavel Durov habe geantwortet, man habe „im Prinzip zugestimmt, aber Details seien noch offen“; daraus folgt das Eingeständnis, dass es an Geschäftssinn fehle, eine weltweite Ankündigung zu machen, bevor ein Vertrag vollständig steht, und zugleich die Erkenntnis, dass genau diese Dreistigkeit offenbar eine Schlüsselkompetenz für Erfolg in Wirtschaft oder Politik ist
    • Trotz einer kritischen Haltung gegenüber Elon in Bezug auf Twitter und andere Themen sei er zumindest zuverlässig unterhaltsam
  • Die Beobachtung, dass Telegram durch militärische Blogger aus Konfliktregionen und unterschiedlichen Lagern ohnehin schon zu den am stärksten überwachten Apps gehört; selbst wenn Grok Anfragen an bestimmte Stellen weiterleiten würde, würde sich die Lage nicht grundlegend ändern, aber man wolle gespannt beobachten, welche Art von Bias Grok auf Telegram zeigen wird

    • Das wirke wie der Versuch, ein noch wichtigerer Teil des militärisch-industriellen Komplexes und des Überwachungsstaats zu werden; mit Raketen, Internet-Satelliten und sozialen Plattformen verfüge man bereits über viele Mittel, habe zudem das Ohr des Präsidenten und bekäme nun auch noch eine Hintertür in die populärste „verschlüsselte Messenger“-App
  • Telegram ist der beliebteste Messenger im Iran und in Usbekistan, und 20 % des Gesamtmarkts entfallen auf Nutzer in Indien; besonders auffällig ist die starke Stellung in Staaten mit strenger Zensur und Überwachung wie Iran, Russland und Usbekistan. Für manche Stellen könnten solche Daten sehr wertvoll sein, aus normaler Business-Perspektive sei das aber fraglich Referenz: Link zu Telegram-Statistiken

    • Dass Menschen in Ländern mit starker Zensur und Überwachung Telegram nutzen können, sei ein Hinweis darauf, welches Maß an Privatsphäre Telegram offenbar bietet
    • Leider sei Telegram wohl der eleganteste und funktionsreichste Messenger
  • Ehrlich gesagt verstehe jemand nicht, warum xAI bis zu 300 Millionen Dollar für den Zugang zu Telegram-Nutzern zahlen würde; man würde wirklich gern wissen, welche Business-Strategie dahintersteckt. Wenn die KI-Branche gerade bereit ist, für irgendetwas so viel Geld auszugeben, sei das wohl ein Markt, den man sich ansehen sollte

    • Gute Frage, aber in diesem Fall wirke xAI eher wie die schwächere Seite gegenüber Telegram; Telegram sei größer und wichtiger als X, X habe zwar einen selbst angesetzten Kaufpreis von 45 Milliarden Dollar, der Marktwert liege aber eher bei etwa 9 Milliarden, während Telegram auf 30 bis 40 Milliarden geschätzt werde. Dazu wird ein Artikellink geteilt archivierter TechCrunch-Artikel
    • Auch bei der Übernahme von Windsurf durch OpenAI habe es Diskussionen darüber gegeben, welchen Markt und welche Kundengruppe man sich damit erschließen wolle; hier sichere sich xAI gewissermaßen einen Distributionskanal zu einer Nutzerbasis von fast einer Milliarde Menschen, einschließlich künftiger Nutzer, und das für vergleichsweise wenig Geld. Da im LLM-AI-Wettbewerb weder feststeht, wer gewinnt, noch wie Nutzer überhaupt mit solchen Systemen interagieren werden, erscheine eine Integration in große Plattformen als ziemlich vernünftiger Zug
    • Für ein AI-Unternehmen gebe es kaum etwas Wertvolleres als exklusiven Zugang zu großen Mengen menschlich erzeugter Daten
    • Im Kern sei Telegram keine Chat-App, sondern eher das Facebook Osteuropas
    • Die Bedeutung liege darin, Ressourcen für das Training von Daten zu sichern und Nutzern xAI als erste GenAI-Erfahrung einzuprägen
  • Aus der Sicht von jemandem, der Telegram seit neun Jahren nutzt, hatte man zwar mit Monetarisierung oder einem Erlösmodell gerechnet, aber am Ende würden die Nutzer eben doch wieder nur als weiterer „kostenloser Käse“ verwertet

    • Es wird erwähnt, dass Telegram rund 1,3 Milliarden Dollar Umsatz und 500 Millionen Dollar Gewinn mache; die Erlösquellen seien Werbung, Premium-Abos und einige wenige weitere Posten
  • Wenn Telegram-Nutzer xAI kostenlos verwenden können, stellt sich die Frage, ob xAI am Ende nicht jedes Jahr Kosten in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar tragen muss

    • Es wird behauptet, Telegram habe den Backdoor-Zugang zu Nutzernachrichten faktisch an die US-Regierung verkauft
    • Das klassische Prinzip „Wenn es kostenlos ist, bist du das Produkt“ gelte hier unverändert
  • Mit Blick darauf, dass Apple 20 Milliarden Dollar ausgibt, um in Safari die Standardsuchmaschine zu bleiben, wirkt ein Deal, bei dem xAI 300 Millionen Dollar in bar und in Beteiligungen für den Zugang zu 1 Milliarde monatlich aktiven Telegram-Nutzern zahlt, aus xAI-Sicht durchaus vernünftig; es gebe kaum andere Wege, in diesem Umfang Nutzer zu gewinnen

  • Warnung, dass die in Myanmar durch Facebook ausgelösten Gräueltaten ein Vorzeichen für die Risiken dieses Deals seien

    • Nachfrage nach einer konkreteren Erklärung, wie die Verknüpfung von xAI und Telegram so etwas auslösen könnte
  • Jemand berichtet, mindestens einmal pro Woche zwangsweise zu Spam-Telegram-Gruppen hinzugefügt zu werden; anfangs sei das noch lustig gewesen, inzwischen aber nur noch unerquicklich

    • Tipp: Das Problem lässt sich unter Settings → Privacy and security → Invitations → Select My contacts beheben