„Wenn hastig geschriebener Code als Schuld zurückkommt“: 6 Tipps zum Abbau technischer Schulden
(cio.com)Unvollständiger Code, der Druck zu schnellen Releases und eine Entwicklungsumgebung mit zu wenig Zeit erzeugen technische Schulden.
Diese Schulden können zu Sicherheitsrisiken, instabilem Betrieb und verschwendetem Budget führen, daher ist ein systematisches Management nötig.
1. Technische Schulden quantifizieren und analysieren
Technische Schulden lassen sich nicht kontrollieren, wenn sie nicht erfasst werden.
Wichtige Schulden sollten aufgelistet, ihre Auswirkungen analysiert und anschließend Prioritäten für ihre Behebung festgelegt werden.
2. Von KI generierten Code nicht unbeaufsichtigt lassen
Mit KI erzeugter Code lässt sich schnell produzieren, wird aber ohne Prüfung zur Schuld, wenn er direkt in den Betrieb übernommen wird.
KI kann genutzt werden, aber Prüfprozesse und automatisierte Qualitätssicherung müssen unbedingt parallel dazu laufen.
3. Governance klar anwenden
Es braucht klare Entwicklungsrichtlinien, damit das Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Qualität gewahrt bleibt.
Besonders in Umgebungen, in denen KI die Codeproduktion maßgeblich antreibt, muss ein starkes Governance-Modell dahinterstehen.
4. Auch beim Schuldenabbau Prioritäten setzen
Nicht alle Schulden lassen sich beseitigen, daher sollten zuerst die angegangen werden, die Kosten, Sicherheit und User Experience am stärksten beeinträchtigen.
Wichtig ist auch, dem Management die Schwere technischer Schulden im Zusammenhang mit Geschäftsrisiken zu erklären.
5. Ziele mit klaren Kennzahlen festlegen
Klare Ziele wie „12 % weniger Legacy-Technologie“ stärken die Motivation des Teams.
Dafür sollte zunächst der Ist-Zustand erfasst und auf Basis der Prioritäten ein Umsetzungsplan erstellt werden.
6. Erkennen, dass technische Schulden ein „Thema für kontinuierliches Management“ sind
Technische Schulden entstehen ganz natürlich und müssen wiederholt und systematisch gemanagt werden.
Sie sollten auf nachhaltige Weise behandelt werden, indem sie in operative Abläufe wie Dokumentation, Ticket-Management und Reviews integriert werden.
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