6 Punkte von GN⁺ 2025-05-10 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Ab Chrome 137 beheben die neu eingeführten CSS-Eigenschaften reading-flow und reading-order das Problem, dass visuelles Layout und Tastatur-Fokusreihenfolge nicht übereinstimmen
  • Bisher konnten bei Flex-/Grid-Layouts DOM-Reihenfolge und visuelle Reihenfolge auseinanderfallen, was bei Accessibility-Tools oder der Tastaturnavigation zu Verwirrung führt
  • reading-flow steuert die Fokusbewegung anhand der visuellen Layout-Reihenfolge, mit reading-order lässt sich die Reihenfolge pro Element manuell festlegen
  • Intuitiver und besser für die Accessibility als der bisherige tabindex-Ansatz, da die Navigation innerhalb des Layouts lokal begrenzt wird
  • Verschiedene Beispiele und Demos gibt es auf chrome.dev

Was ist reading-flow?

  • Legt in einem Layout fest, in welcher Reihenfolge Elemente entsprechend der Navigationsreihenfolge den Fokus erhalten
  • Standardwert: normal → unveränderte bisherige DOM-Reihenfolge
  • Anwendungsbeispiele:
    • Flex: flex-visual, flex-flow
    • Grid: grid-rows, grid-columns, grid-order
    .box {  
      reading-flow: flex-visual;  
    }  
    
  • Ermöglicht Fokusbewegung auf Basis der visuellen Position statt der DOM-Reihenfolge

reading-order: Reihenfolge manuell festlegen

  • Mit reading-flow: source-order kann jedem Element eine numerische Reihenfolge zugewiesen werden
    .wrapper {  
      reading-flow: source-order;  
    }  
    .top {  
      reading-order: -1;  
    }  
    
  • Über die festgelegten Reihenfolgenwerte lässt sich die Priorität der Navigationsreihenfolge steuern

Vergleich mit dem bisherigen tabindex-Ansatz

  • Bei tabindex besteht das Risiko von Inkonsistenzen mit Accessibility-Tools
  • Auch Fokussprünge durch doppelte Werte oder zwischen externen Elementen können auftreten
  • reading-flow definiert einen Fokusbereich, begrenzt die interne Navigation und macht bidirektionale Navigation klarer
  • Positive tabindex-Werte werden ignoriert; für interne Elemente kann tabindex weiterhin individuell gesetzt werden

Zusammenfassung

  • reading-flow ist ein neuer Ansatz zur layoutbasierten Festlegung der Fokusreihenfolge
  • Die Übereinstimmung von visueller Ordnung und Tastaturnavigation verbessert die Accessibility und verhindert Verwirrung bei Nutzern
  • Im praktischen Einsatz bietet es gegenüber tabindex eine vorhersehbarere und konsistentere Erfahrung

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