2 Punkte von GN⁺ 2025-05-09 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Mycoria ist ein offenes, sicheres Overlay-Netzwerk, das den freien und experimentierfreudigen Geist des frühen Internets weiterführen will
  • Gleichberechtigte Teilhabe, Anonymität und verschlüsselte Kommunikation ohne Überwachung sind die Kernprinzipien, sodass sich jede Person leicht verbinden kann
  • Es ist grundsätzlich klein und einfach konzipiert und mit bestehender Infrastruktur (z. B. DNS) kompatibel
  • Es bietet Funktionen wie automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, smartes Routing, Service Discovery und Unterstützung für .myco-Domains
  • Künftig sind auch rotierende private Adressen und Selbstoptimierung des Netzwerks in Entwicklung

Einführung in Mycoria

  • Mycoria ist ein offenes, sicheres Overlay-Netzwerk, das alle Teilnehmenden verbindet, mit dem Ziel, den abenteuerlichen und neugierigen Geist des frühen Internets wiederzubeleben
  • Es gewährleistet freie Verbindungen zwischen Nutzerinnen und Nutzern und bietet durch Authentifizierung und Verschlüsselung eine Kommunikationsumgebung ohne Überwachung

Grundlegende Philosophie

  • Alle Menschen sind gleich: Verbindungen mit jeder Person sind einfach möglich
  • Für alle offen: ein offenes Netzwerk ohne Bürokratie
  • Keine Überwachung: Alle Kommunikation ist verschlüsselt, und die Nutzung privater Adressen ist möglich
  • Keine Hürden: Lässt sich leicht über das Internet oder ein eigenes Mesh-Netzwerk erweitern

Designziele

  • Beibehaltung einer kleinen, einfachen Struktur
  • Sicherstellung der Kompatibilität mit bestehender Infrastruktur (z. B. DNS)
  • Sicherheit als Standard
  • Grundlegender Schutz der Privatsphäre (derzeit in Entwicklung)

Wichtige Funktionen

  • Automatische Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Einsatz moderner Kryptografie
  • Intelligentes und skalierbares Routing
  • Bereitstellung eines Dashboards
  • .myco-DNS-Auflösung möglich (Betriebssystemkonfiguration erforderlich)
  • Einfache Service Discovery
  • Automatische Optimierungs- und Self-Healing-Funktionen für Internet-Overlay-Netzwerke (in Entwicklung)
  • Automatische Rotation privater Adressen (in Entwicklung)

Mycorias Konzept

Simplicity (Einfachheit)

  • Mycoria-Router haben eine ID in Form einer IPv6-Adresse, und diese Adresse ist nicht nur eine einfache Adresse, sondern fungiert auch als gehashter Fingerabdruck des öffentlichen Schlüssels
  • Sie wird nach dem Schema Erzeugung eines Ed25519-Schlüsselpaars → öffentlicher Schlüssel → BLAKE3-Hash → Umwandlung in eine IPv6-Adresse erzeugt
  • So lassen sich öffentlicher Schlüssel und Adresse in einem einzigen Datenelement zusammenführen, und das bleibt kompatibel mit bestehender Infrastruktur, die IPv6 unterstützt
  • In einer Umgebung mit installiertem Mycoria ist 100 % Ende-zu-Ende-Verschlüsselung möglich

Scalable Routing (skalierbares Routing)

  • IPv6-Adressen wirken zufällig, haben in Wirklichkeit aber eine Präfixstruktur auf Basis von Ländern und Regionen
    • Über länderspezifische Präfixe ist geografische Routing-Optimierung möglich
  • Innerhalb des jeweiligen Präfixes wird adressdistanzbasiertes Routing verwendet, bei dem Daten an Router mit naheliegenden Adressen gesendet werden
  • Durch Pfadsuche (Source Routing) lassen sich außerdem effiziente Routing-Pfade sicherstellen

Layers (Schichten)

  • Beim Empfang von Paketen erfolgt die Verarbeitung zunächst in der Switch-Schicht
    • Bei Source-Routing-Paketen ist der gesamte Pfad im Paket-Header enthalten, sodass eine Weiterleitung ohne Lookup in der Routing-Tabelle möglich ist
    • Auf Basis von Switch-Labels werden Schnittstellen bestimmt und Übertragungen ausgeführt
  • Falls die Verarbeitung in der Switch-Schicht nicht möglich ist, wird an die Routing-Schicht übergeben, die die normale Routing-Verarbeitung übernimmt

Private Address (private Adresse)

  • Noch nicht implementiert, aber ein nicht nachverfolgbares System privater Adressen ist in Entwicklung
  • Router-IDs sind zwar verschlüsselt, aber dauerhaft; um das auszugleichen, werden nicht routbare private Präfixe eingeführt
  • Private Adressen erfordern zwingend die Nutzung von Switch-Labels, und über Discovery-Pakete ist indirektes Lernen von Pfaden möglich
  • Empfangende können antworten, indem sie den Label-Pfad zurückverwenden, sodass der Standort der sendenden Seite nicht bekannt sein muss
  • Um das Problem zu entschärfen, dass Labels zu viele Informationen preisgeben könnten, werden auch Methoden zur Maskierung von Labels untersucht

Cryptography (Kryptografie)

  • Eingesetzte Technologien:
    • Curve25519: öffentlicher/privater Schlüssel und Schlüsselaustausch
    • Chacha20Poly1305: authentifizierte Verschlüsselung
    • BLAKE3: Hashing
  • Um künftige Umstellungen auf andere Algorithmen zu ermöglichen, sind Versions- und Typfelder ausreichend vorgesehen

Inspirations (Inspirationsquellen)

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