Wie man zu einem AI-Engineering-Unternehmen wächst
(vercel.com)- AI ist nicht länger Zukunft, sondern eine Kerntechnologie der Gegenwart, und Unternehmen müssen ihr Geschäft darum neu definieren
- Vercel nutzt seine eigenen Stärken, um mit Tools wie AI SDK und v0 eine natürliche AI-Integration zu ermöglichen
- Die bisherige Art der AI-Entwicklung (Software 1.0) bricht auf, und es beginnt ein AI-Zeitalter, in dem jeder schnell ein MVP bauen und verbessern kann
- Exklusive Daten, schnelle Feedback-Loops und Domain-Expertise sind die Schlüsselfaktoren, mit denen Startups mit Big Tech konkurrieren können
- AI sollte Entwickler nicht ersetzen, sondern als Werkzeug zur Verstärkung ihrer Fähigkeiten funktionieren
- AI-Entwicklung ist für Unternehmen jeder Größe zugänglich – durch einen iterativen Ansatz, der einfach startet und schrittweise optimiert wird
Wie man zu einem AI-zentrierten Unternehmen wird – die Strategie laut Vercel
Das Tempo der AI-Innovation ist höher als das der Smartphone-Revolution
- Smartphones brauchten Jahre bis zur breiten Verbreitung, AI wurde dagegen innerhalb weniger Monate massenhaft eingeführt
- GPT-3 → GPT-4 → zahlreiche modernste Modelle entwickeln sich exponentiell weiter
- Die entscheidende Frage ist jetzt nicht mehr „Wird AI uns beeinflussen?“, sondern „Wie integrieren wir sie?“
Vercels Strategie: AI organisch zu bestehenden Stärken hinzufügen
- Vercel bewahrt seine Identität als Web-Framework-Unternehmen und integriert AI auf natürliche Weise
- AI SDK: ein JavaScript-zentriertes Entwicklungstool, mit dem sich verschiedene Modelle leicht anbinden lassen
- v0: ein generatives Web-Frontend-Tool, das aus Eingaben in natürlicher Sprache UI erzeugt
> Der Kern ist, die eigenen Stärken nicht zu verbiegen, sondern sie mit AI zu ergänzen
Der Paradigmenwechsel im AI Engineering
- Die frühere Art der AI-Entwicklung (das sogenannte Software 1.0) hatte folgende Merkmale:
- Es wurde meist die an Universitäten verbreitete Sprache Python verwendet,
- vor der Entwicklung musste zunächst komplexe Infrastruktur aufgebaut werden,
- kleine, zweckgebundene Modelle mussten selbst trainiert werden,
- das Training dauerte Monate bis Jahre,
- solche Arbeiten waren vor allem das Feld von Doktoren oder Expertengruppen,
- und bis zu realen Ergebnissen vergingen oft Monate oder Jahre.
- Das heutige AI-Zeitalter funktioniert jedoch völlig anders:
- Auch mit vertrauten Sprachen wie TypeScript kann man AI nutzen,
- die User Experience wird zuerst aus einer Frontend-Perspektive gedacht,
- Large Language Models (LLMs) werden per API aufgerufen,
- Modelle lassen sich allein über Prompts steuern,
- der Zugang ist auch ohne Expertenstatus möglich,
- und Produkte können innerhalb weniger Tage oder Wochen ausgerollt und getestet werden.
- Die Geschwindigkeit von Idee → Experiment → Verbesserung ist heute der Wettbewerbsvorteil
- Umsetzungskraft ist wichtiger geworden als Abschlüsse
Konkurrenz zu Big Tech ist möglich
- Exklusive Daten: Datenbestände wie interne Dokumente oder Kundeninformationen, auf die große Modelle keinen Zugriff haben
- Feedback-Loops: Startups können schnell experimentieren und iterativ verbessern
- Domain-Komplexität: Wer sich auf Bereiche konzentriert, die generalistische Modelle nicht lösen können, kann konkurrieren
> „Sie haben bereits die Mittel, um mitzuhalten“
Der AI-Optimierungszyklus: einfach starten und schrittweise verbessern
- Zuerst etwas bauen, das überhaupt funktioniert (auch wenn es etwas kostet)
- Schnell deployen und Feedback sammeln
- Auf mittelgroße Modelle umsteigen, um Kosten zu senken
- Qualität mit Evaluierung (Eval) absichern
- Mit Fine-Tuning und Ähnlichem weitere Kosten reduzieren
Dieser Ansatz ist sowohl für Großunternehmen als auch für Startups anwendbar
AI in das Produkt einbetten
- AI sollte nicht nur eine Chatbot-UI sein, sondern sich als Bestandteil der Anwendung natürlich integrieren
- Beispiel: Mit ein oder zwei Zeilen wie
generateText()lassen sich AI-Funktionen auf Systemebene einbinden - Erst wenn Nutzer AI nicht als „Gesprächspartner“, sondern als Teil einer Funktion erleben, entsteht die eigentliche Erfahrung
v0: ein Beispiel aus der Praxis
- Designer, PMs und Nicht-Entwickler können per Prompt interaktive UIs erzeugen
- „Ein Tool, mit dem man UI-Prototypen erstellen kann, ohne Code zu kennen“
- AI ersetzt die Fachkompetenz der Nutzer nicht, sondern verstärkt sie als Hilfsmittel
Wo stehen Entwickler im AI-Zeitalter?
- AI-Tools erleichtern nur den Einstieg – das Denken bleibt weiterhin Aufgabe des Menschen
- Entscheidend ist, Bereiche zu finden, in denen ich mit AI noch besser werden kann
- Statt Angst braucht es eine Haltung des Experimentierens und Verbesserns
> Die AI-Revolution hat bereits begonnen, und jeder kann Teil davon werden
> Was jetzt nötig ist, sind Umsetzungskraft und Lernbereitschaft
Noch keine Kommentare.