Gridbach verifiziert Goldbachsche Vermutung bis 4*10^18+7*10^13
(medium.com/@jay_gridbach)- Gridbach ist ein verteiltes Computing-System, das im Webbrowser läuft, und hat die Goldbachsche Vermutung bis 4 Quintillionen (4×10¹⁸) + 70 Billionen verifiziert und damit einen Weltrekord aufgestellt
- Goldbachsche Vermutung: Jede gerade Zahl größer als 2 lässt sich als Summe zweier Primzahlen darstellen
- Mit WASM-basiertem Hochleistungs-Rechencode werden Berechnungen direkt im Browser ausgeführt; ohne separates Login kann jeder auf PC oder Mobilgeräten an den Berechnungen teilnehmen
- Das System ist mit einer cloudbasierten JAMStack-Struktur aufgebaut und so konzipiert, dass jeder ähnlich wie bei SETI@home einfach beitragen kann
- Der zentrale Berechnungsalgorithmus ist in Go geschrieben und als Open Source unter der MIT-Lizenz veröffentlicht
- Über den Visualisierungsindikator „Goldbach Ridge“ lassen sich wichtige Singularwerte innerhalb der Vermutung betrachten
Gridbach: Eine verteilte Computing-Herausforderung zur Verifikation der Goldbachschen Vermutung
Was ist die Goldbachsche Vermutung?
- Eine mathematische Vermutung, die 1742 von Christian Goldbach vorgeschlagen wurde
- Ihr Inhalt lautet: Jede gerade Zahl größer als 2 lässt sich als Summe zweier Primzahlen darstellen
- Beispiele:
- 4 = 2 + 2
- 6 = 3 + 3
- 100 = 3 + 97
- 10,000 = 71 + 9929
- 1,000,000,000,001,092,576 = 1913 + 1,000,000,000,001,090,663
- Beispiele:
- Bis heute ist sie mathematisch nicht vollständig bewiesen und bleibt ein schwieriges offenes Problem
Gridbachs Weltrekord
- 2013 verifizierte der portugiesische Mathematiker T. Oliveira e Silva die Vermutung mit Computern bis 4×10¹⁸ (4 Quintillionen)
- 2025 hat der japanische Entwickler Hiroaki Jay Nakata (@jay_gridbach) diesen Bereich um weitere 70 Billionen erweitert und damit den verifizierten Bereich aktualisiert
- Ziel ist eine Erweiterung bis 5 Quintillionen, die durch mehr Teilnehmende und verbesserte Algorithmen erreicht werden soll
- Die Ergebnisse kann jeder einsehen: https://gridbach.com
Eigenschaften des Gridbach-Systems
- Sofort im Browser ausführbar, ohne Login oder App-Installation
- Ein WebAssembly-(WASM)-basiertes schnelles Binärprogramm wird in den Browser geladen und führt die Berechnungen lokal aus
- Jede Rechenaufgabe wird für einen Bereich von 100 Millionen Zahlen (50 Millionen gerade Zahlen) ausgeführt
- PC: etwa 5–10 Sekunden
- Mobilgeräte: etwa 10–20 Sekunden
- Inspiriert von SETI@home wurde das System entwickelt, um die Teilnahmehürde zu senken
- Dashboard für Rechenergebnisse in Echtzeit und Gesamtstatistiken: https://app.gridbach.com
Tech-Stack
- WASM: ausführbare Binärdatei für Hochleistungsberechnungen im Browser
- JAMStack-Architektur: auf Skalierbarkeit und Performance ausgerichtete Struktur
- Browserbasierter Betrieb mit Unterstützung für Mobilgeräte und Desktop
Goldbach-Ridge-Visualisierung
- „Goldbach Ridge“ bezeichnet unter den Goldbach-Paaren in einem bestimmten Bereich den Maximalwert der kleineren Primzahl
- Mathematisch wird dabei bei
p + q = n (gerade Zahl)der Maximalwert vonpverfolgt - Da dies optisch an Höhenlinien erinnert, wird der Begriff als Beiname verwendet
- Beispiel: Der von Oliveira e Silva gefundene Ridge war
9781 - Bei Gridbach liegt der bisher gefundene maximale Ridge bei
6421 - Nutzer können durch ihre Beiträge neue Ridges erkunden und in der Rangliste erscheinen
Open-Source-Berechnungsalgorithmus
- Die Kernlogik der Berechnung ist als CLI-Tool in Go geschrieben und unter der MIT-Lizenz veröffentlicht
- Repository: https://github.com/nakatahr/gridbach-core
- Verwendet wird ein verbesserter Sieb-des-Eratosthenes-Algorithmus auf Bitmasken-Basis
- Implementiert ist ein Byte-Array-Ansatz mit Blick auf Speichereffizienz und Geschwindigkeit
Optimierungspunkte
- In der Schleife zur Primzahlprüfung wird die Berechnung des Zeitpunkts zur Entfernung von Vielfachen (
mm) optimiert - Höhere Effizienz durch Beschränkung auf gerade Zahlen
- Bit-Operationen mit Flags/Masken auf Basis von 16-Bit-Blöcken
Teilnahme und nächste Pläne
- Jeder kann das System leicht aufrufen und an den Berechnungen teilnehmen
- Beitragende können die Top-30-Ridge-Liste und Visualisierungsaufzeichnungen einsehen
- Für eine offizielle Rekordanerkennung wird künftig auch die Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit erwogen
- Außerdem sind technische Detailbeiträge zu Algorithmus und Architektur geplant
Fazit
- Gridbach ist nicht nur ein Hobbyprojekt, sondern eine verteilte mathematische Rechenplattform, die sich einer weltweiten offenen Herausforderung stellt
- An einem Problem, das selbst Mittel- und Oberstufenschüler verstehen können, arbeiten Browser aus aller Welt gemeinsam mit
- Beiträge und Teilnahme aus der Wissenschafts-Community, von Open-Source-Entwicklern und Mathematikbegeisterten sind willkommen
→ Direkt mitmachen:
https://gridbach.com
→ Echtzeit-Dashboard ansehen:
https://app.gridbach.com
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das Projekt ist interessant, aber die Darstellung ist in Bezug auf die Bedeutung und Genauigkeit des Ergebnisses irreführend
"bisher mathematisch nie bewiesen worden" ist grammatikalisch unglücklich formuliert
Ich frage mich, ob der gridbach-Server eingereichte Ergebnisse einfach vertraut oder ob er sie schneller verifizieren kann
Man merkt, wie viel Leidenschaft in dieses Projekt geflossen ist, aber eine wichtige Diskussion ist in Streit untergegangen
Diese Vermutung wurde bis 4.000.000.000.000.000.000 verifiziert
Als ich Programmieren lernte, habe ich einmal ein Programm geschrieben, das die Goldbachsche Vermutung überprüft
Dieses Projekt ist interessant, aber kein bedeutender Rekord
10^12in 48 MinutenAuf einem FairPhone 4 dauert eine Runde etwa 20 Sekunden
X3D-Prozessoren scheinen mit
Kerne*1,5Tabs zufrieden zu seinBeeindruckende Arbeit