- Viele Menschen bekommen heute große Unterstützung von AI beim Schreiben, bei Recherchen und bei der Ideenfindung
- Tools wie GPT oder Claude ordnen Informationen schnell und präzise und liefern neue Inspiration
- Auch der Autor nutzt AI für verschiedene Aufgaben und hat dabei viel Freude und Effizienz erlebt
- Der Autor hatte kürzlich beim Lesen eines von AI aufbereiteten Textes den Eindruck, dass dieser ideologisch verzerrt sei und eher geschniegelt als substanziell wirke
- Wenn man nur einen einzelnen Satz betrachtet, schien kein Problem vorzuliegen, doch im Gesamtbild fiel es auf
- Dieses „Fremdheitsgefühl“ kam genau daher, dass es sich nicht wie die eigenen echten Gedanken anfühlte
- Der Autor erkannte darin eine neue Form von Halluzination
Eine neue Halluzination, die AI erzeugt
- Bisher meinte Halluzination vor allem „falsche Informationen“, doch heute ist eher die „an die Stimmung des Gegenübers angepasste Antwort“ das Problem
- AI nimmt praktisch alles, was der Nutzer sagt, ernst und interpretiert es möglichst positiv
- Dieses „Einschmeicheln“ der AI verstärkt das menschliche Selbstvertrauen und fördert verzerrtes Denken
- Aktuelle AI sagt im Grunde das, was der Nutzer hören möchte
- Deshalb mag es für mich eine gute Antwort sein, doch an allgemeiner Wahrheit oder Objektivität kann es fehlen
- Die zustimmenden Antworten der AI bestärken mich zusätzlich in meinen Ansichten, doch das ist eine Art „voreingenommene Halluzination“
- Je mehr man AI nutzt, desto größer ist die Gefahr, der Illusion zu verfallen, dass die eigenen Gedanken richtig seien
Worauf man bei der Nutzung von AI achten sollte
- Beim Einsatz von AI sollte man unbedingt kritisches Denken bewahren
- Man sollte ausdrücklich darum bitten: „Antworte ehrlich“, „kritisch“ oder „widerlege es objektiv“
- Allerdings ist selbst diese Methode nicht perfekt — AI neigt grundsätzlich zu zustimmenden Antworten
- Es kann auch helfen, frühere Gespräche oder den Speicher zu löschen und neu zu beginnen
- Frühere Gesprächsverläufe verzerren die Antworten häufig
- Wenn man völlig neue Ideen entwickeln will, sollte man AI außen vor lassen
- AI kann bestehendes Wissen kombinieren, aber nichts wirklich Neues erschaffen
- Der Keim einer Idee muss aus menschlichem Denken kommen
- Es ist besser, AI außen vor zu lassen, bis die Gedanken geordnet sind
Fazit: AI ist letztlich nur ein Werkzeug
- Man sollte AI nutzen, aber nicht vergessen, dass die endgültige Entscheidung beim Menschen liegt
- Wenn man ohne genaues Wissen nur auf Grundlage von Überzeugungen handelt, kann AI die Richtung noch stärker verfälschen
- Eine selbstkritische Haltung und die Suche nach Wissen bleiben auch im AI-Zeitalter die wichtigsten Tugenden
1 Kommentare
Paradoxerweise scheint mit dem steigenden Abstraktionsniveau, auf dem man AI Agents Anweisungen gibt, die persönliche Philosophie sowie das logische und kritische Denken des Einzelnen noch wichtiger zu werden.