17 Punkte von GN⁺ 2025-03-31 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Bisher wurde der klassische Prozess „Figma → Team-Review → Umsetzung durch Entwickler“ verwendet.
  • Diesmal wurde getestet, wie nützlich AI-basierte Website-Builder-Tools (Cursor, v0, Lovable, Bolt) in einem realen Projekt sind.
  • Ziel des Experiments war es zu prüfen, wie stark AI diesen Prozess vereinfachen kann und ob sich der Übergang vom Design zur Entwicklung verkürzen und die Zusammenarbeit reibungsloser gestalten lässt.
  • Für den Vergleich wurde auf allen Plattformen derselbe einfache Prompt verwendet:
    • „Ich brauche eine Landingpage für ein Produkt namens CodeYam, einen Software-Simulator. Sie soll der bestehenden Website ähneln, aber professioneller wirken.“
    • "I need a landing page for a product we are building. It's a software simulator called 'CodeYam'. This is the website we currently have. Can you create something similar but more professional looking?"

Praxisergebnisse nach AI-Website-Builder-Tool

Cursor

💡 Entwicklerfokussiert, stark bei der GitHub-Integration

  • Installation der Cursor-App und Verbindung mit GitHub erforderlich
  • Viele technische Arbeitsschritte wie das Ausführen von Befehlen und Git-Integration
  • Stellt Vorschauen über externe Links bereit
  • Das Ergebnis beschränkt sich auf das Umstellen vorhandener Komponenten; kreative Vorschläge fehlen
  • Für die Erstellung einer einfachen Website sind zu viele komplexe Einstellungen nötig

v0 by Vercel

💡 Bietet die beste Nutzererfahrung und den größten Funktionsumfang

  • Elegante, leicht bedienbare UI
  • Speichert die Projekthistorie und erlaubt den Wechsel zwischen Versionen
  • Live-Vorschau direkt im Chat, reagiert gut auf Änderungen
  • Dank Share-Link-Funktion lässt sich Feedback leicht einsammeln
  • Bietet auch verschiedene Apps und Component Libraries (im Test nicht genutzt)

Lovable

💡 Stark bei Content-Erstellung und Messaging

  • Sehr einfache Oberfläche (Chatfenster + Vorschau)
  • Direkte Steuerung ist eingeschränkt, erzeugt aber hochwertige Inhalte schon mit minimalem Input
  • Beim Messaging das beeindruckendste Ergebnis

Bolt.new

💡 Am einfachsten, aber mit dem schwächsten Ergebnis

  • Ähnliche UI wie Lovable, aber das Resultat ist noch simpler
  • Schwächere Design- und Content-Qualität, ohne besondere Stärken
  • Live-Vorschau ist möglich, aber sowohl Kreativität als auch Qualität sind begrenzt

Gesamteindruck

  • Mit Ausnahme von Cursor sind alle Tools auch für Nicht-Entwickler leicht nutzbar
  • Die Ergebnisse wirken meist professionell, aber etwas eintönig; mit präziseren Prompts wäre vermutlich mehr möglich
  • Keine AI-Halluzinationen; alle generierten Inhalte waren logisch und passend
  • Auf allen Plattformen lässt sich der Code prüfen und bearbeiten, was für die Entwicklungszusammenarbeit vorteilhaft ist

Zusammenfassung der Endbewertung

  • Cursor: Entwicklerfreundlich, aber für einfache Website-Erstellung überdimensioniert
  • v0 by Vercel: Beste UX und hoher Praxisnutzen, ein Tool, mit dem weiter experimentiert werden soll
  • Lovable: Stark bei inhalts- und messagingorientierter Content-Erstellung
  • Bolt.new: Bietet kaum Mehrwert über reine Einfachheit hinaus

Wenn man insgesamt schnell eine einfache und professionell wirkende Website erstellen möchte, können diese Tools eine passende Wahl sein.
Wer jedoch ein originelles und hochwertiges Design sucht, braucht weiterhin zusätzliche Handarbeit.

2 Kommentare

 
unqocn 2025-03-31

Der wahre Traum der Automatisierung war, sich mehr freie Zeit zu verschaffen, aber in der Realität führt sie eher dazu, dass man noch mehr Arbeit noch schneller erledigt.

Ironisch ... hahaha

 
GN⁺ 2025-03-31
Hacker-News-Kommentare
  • Links zu den relevanten Tools:
  • Lovable scheint irgendwie ein besonderes Etwas zu haben
    • Es verwendet wahrscheinlich Claude 3.7 als Backend-Modell
    • Wenn man Design und Implementierung getrennt bearbeitet, fallen die Reaktionen besser aus
    • Wenn man Marke oder Designphilosophie häufig erwähnt, kommen tendenziell bessere Ergebnisse heraus
  • Tools wie Lovable bedrohen den bisherigen Markt für Template-Verkäufe oder Design-Services für Startups in der Frühphase
    • Auch Plattformen wie Squarespace geraten ins Wanken
    • Wenn Startups solche Tools nicht nutzen, fallen sie in der Zeit zurück
    • Selbst als Full-Stack-Entwickler nutzt man inzwischen solche Tools, statt selbst zu designen
  • Ich widerspreche der Behauptung, dass durch Automatisierung alle bestehenden Services verschwinden werden
    • Stattdessen ist es eher eine Chance, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen
    • Der eigentliche Traum von Automatisierung war mehr freie Zeit, aber in der Realität erledigt man eher mehr Arbeit in kürzerer Zeit
  • Als Template-Verkäufer sind AI-Tools zwar eine existenzielle Bedrohung, derzeit haben sie aber noch keinen großen Einfluss auf den Umsatz
  • Man sollte Lovable selbst ausprobieren und sich der Realität stellen. Die Angst nicht zu ignorieren, sondern zu lernen, ist die beste Vorbereitung
  • Im Moment ist die AI-UX noch komplex und die Benutzerfreundlichkeit schwach, daher ist es noch keine unmittelbare Bedrohung
  • Die Cursor-Integration von Gemini 2.5 ist außergewöhnlich stark. Eine neue Form von LLM, die sogar Feedback gibt, wenn Anweisungen unsinnig sind
  • Am Ende geht es bei allen Produkten vielleicht nur darum, welches Unternehmen den System-Prompt am besten setzt?
    • Cursor erlaubt Modellauswahl oder die Angabe eines API-Schlüssels und bietet mehr als nur einfache Prompts. Entscheidend ist, dass die Inhalte des Repositories über eine RAG-Struktur als Kontext genutzt werden
    • So wie der Unterschied zwischen Facebook und Friendster nicht einfach nur am Code lag, wird der Wettbewerb auch nicht allein durch Prompt-Unterschiede entschieden
  • UX-Designer, PMs und Entwickler sind alle verunsichert, welche Berufsgruppe zuerst durch AI ersetzt wird