- EdgeDB wird unter dem neuen Namen Gel neu gebrandet
- PostgreSQL gewinnt in letzter Zeit zunehmend Marktanteile im Datenbankmarkt
- PostgreSQL ist nahezu der einzige Mainstream-DB-Fall, der als Open Source gepflegt und weiterentwickelt wird
- Es begann als Forschungsprojekt und wurde unter einer MIT-ähnlichen Lizenz veröffentlicht, wodurch es keine Probleme wie Lizenzänderungen oder Übernahmen gibt und ein hohes Maß an Vertrauen genießt
- Warum PostgreSQL als die „fortschrittlichste Open-Source-Relationale DB“ bezeichnet wird
- Schon seit dem Berkeley-POSTGRES-Projekt von 1985 wurde es mit Erweiterbarkeit und Modularität als Kernprinzipien entwickelt
- Es kann verschiedene Datentypen (JSON, Geodaten, Vektoren usw.) verarbeiten und fungiert damit faktisch als multimodale DB
- Die Query-Optimierung und die Leistung des Planners sind hervorragend, sodass auch große Abfragen stabil verarbeitet werden, wenn EdgeQL (die Abfragesprache von Gel) in SQL kompiliert wird
- Es gibt ein reiches Ökosystem an Postgres-Erweiterungen, und Erweiterungen lassen sich auch mit Rust entwickeln
- Viele Datenbanken wie CockroachDB, YugabyteDB, TiDB und Google Spanner priorisieren Postgres-Kompatibilität
- Gel (ehemals EdgeDB) ist als Ersatz für die Frontend-Schicht von Postgres gedacht
- Aurora oder Neon haben die Storage-Layer verändert, Gel zielt dagegen auf den Datenbankzugriff mit EdgeQL statt SQL
- So wie TypeScript auf JavaScript aufsetzt, kompiliert und optimiert Gel auf Basis von Postgres Schema und Abfragen in eine benutzerfreundlichere Form
- Seit der neuen Version Gel 6.0 wird auch SQL direkt unterstützt, sodass eine schrittweise Einführung möglich ist
- Gel kann mit Tools wie Drizzle, Prisma und SQLAlchemy genutzt werden
Warum das Rebranding
- Die Bezeichnung „Edge“ weckte Assoziationen zu Edge Computing oder Graph-Datenbanken, was zu Verwirrung führte
- Der Name wurde zu „Gel“ geändert, weil er kurz ist und zugleich ein flexibles Gefühl vermittelt
Was sich ändert – und was nicht
- Unternehmen, Team und Mission bleiben unverändert
- Tools und Bibliotheken werden unter dem neuen Namen (gel) bereitgestellt, der die bisherige Bezeichnung (edgedb) ersetzt; zur Abwärtskompatibilität werden auch Symlinks und Pakete unter dem alten Namen angeboten
- In Gel Cloud kann v6.0 bereits ausprobiert werden
- Die Apache-Lizenz und die Open-Source-Entwicklung bleiben bestehen; in einem zukünftigen Beitrag sollen detaillierte Zusicherungen dazu vorgestellt werden
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