- In einer LLM-basierten Entwicklungsumgebung wird das neue Konzept des „Vibe Coding“ vorgestellt, bei dem Nutzer nicht selbst direkt Code schreiben, sondern per Dialog und Anweisungen Ergebnisse erzeugen
- Mit Cursor Composer und SuperWhisper wird Code per Sprachbefehl geändert; schon einfache Anfragen wie „Reduziere das Sidebar-Padding um die Hälfte“ reichen aus, um Aufgaben auszuführen
- Es wird ein automatischer Korrektur-Workflow genutzt: Codeänderungen (diffs) werden nicht gelesen, sondern pauschal mit „Accept All“ bestätigt, und Fehlermeldungen werden unverändert eingefügt, um Lösungen zu erhalten
- Der Code wird zunehmend komplex und schwer verständlich, funktioniert aber auf dem Niveau eines experimentellen Wochenendprojekts ausreichend gut
- Auch ein Battleship-Spiel, in dem zwei LLMs in Echtzeit gegeneinander antreten, wurde auf dieselbe Weise erstellt; dabei wird die Beobachtung erwähnt, dass „4o stärker ist als 4o-mini“
Das Konzept von Vibe Coding
- „Vibe Coding“ ist eine Entwicklungsweise, die sich stärker auf Fluss und Gefühl als auf das eigentliche Schreiben von Code konzentriert
- Nutzer kümmern sich nicht um die Detailstruktur des Codes, sondern übernehmen die von LLMs vorgeschlagenen Ergebnisse direkt
- Mit der Formulierung, man „vergesse sogar, dass überhaupt Code existiert“, wird eine AI-zentrierte Entwicklungserfahrung betont
Verwendete Tools und Arbeitsweise
- Zur Codegenerierung werden Cursor Composer und das Sonnet-Modell eingesetzt
- Über SuperWhisper wird per Sprache mit Composer interagiert, sodass die Tastatur fast gar nicht mehr genutzt wird
- Änderungen werden mit einfachen Befehlen wie „Reduziere das Sidebar-Padding um die Hälfte“ angefordert
- Codeänderungen (diffs) werden nicht geprüft, sondern mit „Accept All“ genehmigt
- Fehlermeldungen werden ohne zusätzliche Erklärung eingefügt und in den meisten Fällen dadurch behoben
Code-Management und Grenzen
- Je größer der Code wird, desto komplexer und schwerer verständlich wird er
- Wenn sich Bugs nicht beheben lassen, werden sie umgangen oder durch wiederholte, teils willkürliche Änderungsanfragen beseitigt
- Dieser Ansatz eignet sich für kurzfristige, experimentelle Projekte, hat aber bei komplexen Systemen klare Grenzen
Experimentelles Projekt: Battleship-Spiel
- In etwa einer Stunde Vibe Coding wurde ein Battleship-Spiel erstellt
- Zwei LLM-Modelle treten darin in Echtzeit gegeneinander an
- Es wird eine inoffizielle Beobachtung erwähnt, dass „4o stärker ist als 4o-mini“
- Konkrete Statistiken oder Leistungswerte für den Vergleich liegen noch nicht vor
Gesamtkontext
- Durch die Fortschritte bei LLMs zeigt sich, dass Entwickler ohne direkte Arbeit am Detailcode schnell funktionsfähige Anwendungen erzeugen können
- „Vibe Coding“ kann als Beispiel dafür gelten, ein neues, AI-zentriertes Programmierparadigma experimentell sichtbar zu machen
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Jedes Jahr denke ich, dass die Qualitätsstandards für Software nicht noch weiter sinken können, und jedes Mal merke ich, dass ich falschliege
Auch ich habe Spaß an dieser Art von kleinen Projekten
Wenn ich diesen Ansatz sehe, fühlt es sich an, als würde ein „Essens-und-Coden-Mensch“ einfach ein Ergebnis einreichen
Ich mache mir Sorgen, dass die Fähigkeit, schwierige Probleme zu lösen, verkümmert, wenn man so mit dem Coden anfängt
Inzwischen gibt es immer mehr AI-native Entwickler, die von Anfang an auf diese Weise lernen
Tools wie ein „WYSIWYG, das sich per natürlicher Sprache anpassen lässt“ scheinen eine steile Schwierigkeitsklippe zu haben, ähnlich wie die Grenzen von RAD-Tools
Manche sagen, man sollte so nicht lernen, aber ich finde, wichtig ist das richtige Verhältnis von Aufwand und Fertigstellungsgrad
Für CSS reicht Vibe Coding meiner Meinung nach völlig aus