Untersuchung eines „bösen“ RJ45-Dongles
(lcamtuf.substack.com)Untersuchung eines „bösen“ RJ45-Dongles
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Hardware-Reverse-Engineering
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Die Realität von Supply-Chain-Angriffen
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Aufregung in den sozialen Medien
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Treiberanalyse
Der fragliche Treiber ist für einen RJ45-zu-USB-Chip von CoreChips Shenzhen bestimmt und liegt in einer öffentlich signierten Version vor. Vermutlich handelt es sich um eine Kopie des Realtek RTL8152B. -
Historischer Kontext
Der Treiber basiert auf einem alten Design, das 2013 veröffentlicht wurde. Damals verschwanden CD-ROM-Laufwerke allmählich, aber nicht alle Computer waren ständig online. Deshalb war es sinnvoll, dass sich das Gerät als Massenspeicher mit eigenem Treiber präsentierte. -
Die Rolle des Flash-Speichers
Es wurde die Frage aufgeworfen, warum das Gerät 512 kB Flash-Speicher benötigt. Unklar ist, ob dieser zur Speicherung der Firmware dient oder einem anderen Zweck. -
Designunterlagen zum SR9900
Anhand der Designunterlagen des SR9900 lässt sich bestätigen, dass der Flash-Chip als virtuelles optisches Laufwerk verwendet werden kann. Dies dient der Installation des Treibers. -
Fazit
Seltsam ist nicht immer gleich schlecht. Auch ohne Hardwarelabor lässt sich mit Geduld und gutem Recherchegeschick genug herausfinden. Der interne Code des SR9900-ICs selbst bleibt jedoch weiterhin unbekannt. -
Sicherheitsbedenken
In bestimmten Situationen kann das Risiko bösartiger USB-Dongles bestehen, doch für gewöhnliche Heimnetzwerke ist große Sorge nicht nötig.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Der Hinweis, dass mindestens ein Intel Pentium mit 166 MHz erforderlich ist, ist amüsant. Ich mag dieses Genre, in dem „langweilige, kluge Menschen erstaunliche Kreativität und Ausdauer einsetzen, um ein mit gesundem Menschenverstand offensichtliches Ergebnis zu erzielen“
Es wird geschätzt, dass sich USB-Geräte als Speichermedium tarnen, um eigene Treiber bereitzustellen. Heutzutage mag es der „richtige“ Weg sein, alles auf Microsoft-Server hochzuladen und das Benötigte herunterzuladen, aber oft muss man Treiber dennoch manuell installieren
Es war üblich, an USB-Peripherie-ICs einen kleinen Flash-Speicher anzubringen, um VID/PID und andere USB-Konfigurationsinformationen zu speichern. 512 kB könnten die kleinste Größe gewesen sein, die über die Lieferkette leicht verfügbar war
Es gibt die Ansicht, dass man RJ45 eigentlich 8P8C nennen sollte
Es gibt einen verwandten Hinweis darauf, dass günstige USB-zu-Ethernet-Adapter mit RJ45 Malware enthalten könnten
Es könnte „bösartige“ USB-Ethernet-Dongles geben; das steht in Zusammenhang mit dem Produkt LAN Turtle von Hak5
Vor Jahrzehnten war eingebetteter Speicher sehr verbreitet, besonders bei 3G-USB-Modems. Er ließ sich per AT-Befehl aktivieren oder deaktivieren
Es ist sehr schwer, über einen Ethernet-Port eine schädliche Verbindung herzustellen, aber sehr leicht über einen USB-Port. Daher ist es passend, das einen „bösartigen“ USB-Dongle zu nennen