2 Punkte von GN⁺ 2024-12-29 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Neue Funktion in Apple Photos

    • Unter iOS 18 und macOS 15 ist in Apple Photos standardmäßig eine neue Einstellung namens „Verbesserte visuelle Suche“ aktiviert
    • Diese Funktion wurde in Apple-Newsmedien weitgehend nicht erwähnt und auch von Apple selbst kaum thematisiert
  • Funktion „Verbesserte visuelle Suche“

    • Mit dieser Funktion lassen sich Fotos anhand von Wahrzeichen oder interessanten Orten durchsuchen
    • Das Gerät des Nutzers gleicht Orte in Fotos privat mit einem globalen Index auf Apple-Servern ab
    • Dabei kommen homomorphe Verschlüsselung und Differential Privacy zum Einsatz sowie OHTTP-Relays, die die IP-Adresse verbergen
    • Auf iOS- oder iPadOS-Geräten kann die Funktion unter Einstellungen > Apps > Fotos deaktiviert werden, auf dem Mac unter Einstellungen der Fotos-App > Allgemein
  • Apples Ansatz beim Datenschutz

    • Apple betrachtet Datenschutz als grundlegendes Menschenrecht und hat Prinzipien zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer
    • Verarbeitungsschritte sollen auf dem Gerät stattfinden, um die mit Apple oder anderen Entitäten geteilte Datenmenge zu minimieren
    • Für private, effiziente und skalierbare Serverabfragen kombiniert Apple mehrere Technologien
  • Persönliche Sichtweise und Bedenken

    • Unzufriedenheit darüber, dass eine vom Nutzer nicht angeforderte Funktion von Apple automatisch aktiviert wurde
    • Die Ansicht, dass Computing-Privatsphäre nur dann gewährleistet ist, wenn alles auf dem Gerät selbst geschieht
    • Apples Software habe viele Datenschutz- und Sicherheitslücken, was laut dem Text durch Apples Security Release Notes belegt werde
    • Es wird argumentiert, dass Nutzer selbst entscheiden sollten, welches Risiko einer Verletzung ihrer Privatsphäre sie akzeptieren
  • Nutzerrechte und Apples Richtlinien

    • Es wird behauptet, Apple missachte Nutzerpräferenzen, indem Funktionen ohne Zustimmung aktiviert werden
    • Unter iOS könne man keine Software wie Little Snitch verwenden, was Nutzer daran hindere, sich selbst zu schützen
  • Fazit

    • Es wird darauf hingewiesen, dass der Werbespruch „Was auf deinem iPhone passiert, bleibt auf deinem iPhone“ falsch sei
    • Es wird die Ansicht vertreten, dass Apples Richtlinien den Schutz von Privatsphäre und Sicherheit eher behindern als fördern

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-12-29
Hacker-News-Kommentare
  • Ein Nutzer, der die technischen Details von Apple versteht, erklärt Folgendes

    • Client-seitige Vektorisierung: Fotos werden lokal verarbeitet, um eine irreversible Vektordarstellung zu erzeugen
    • Differential Privacy: Den Vektoren wird Rauschen hinzugefügt, sodass keine Rückverfolgung möglich ist
    • OHTTP-Relay: Die Übertragung erfolgt über Dritte, damit Apple die IP-Adresse nicht kennen kann
    • Homomorphe Verschlüsselung: Der Server führt Abfragen auf verschlüsselten Daten aus
  • Es wird argumentiert, dass Nutzer selbst entscheiden sollten, welches Risiko einer Verletzung der Privatsphäre sie akzeptieren

    • Kritisiert wird, dass Apple die Funktion ohne Zustimmung der Nutzer aktiviert und damit die Nutzer und ihre Präferenzen ignoriert
  • Es wird erwähnt, dass dies an die Gegenreaktion auf das „Exposure Notification System“ von Apple und Google erinnere

    • Es wird darauf hingewiesen, dass auf Datenschutzverletzungen reagiert werde, ohne die Wirksamkeit der Technologie zu bewerten
    • Es wird zugestimmt, dass Apple zuerst die Zustimmung der Nutzer einholen sollte
  • Es wird erklärt, dass die Familie aus Apple Photos herausgelöst wurde und selbst gehostete Optionen wie immich genutzt werden

    • LibrePhotos habe ebenfalls viele Funktionen, sei aber nicht so ausgereift wie immich
  • Es wird Unmut darüber geäußert, dass das Gerät standardmäßig mit homomorpher Verschlüsselung und Differential Privacy aktiviert ist

  • Es wird kritisiert, dass dies standardmäßig aktiviert ist, obwohl iCloud Photos nicht genutzt wird, und als Fehlentscheidung von Apple bezeichnet

  • Es wird erwähnt, dass der Mac Mini M4 günstig genug und leistungsstark genug sei, um je ein Gerät für Offline- und Online-Zwecke zu kaufen

  • Es wird erklärt, dass sich unter macOS mit Little Snitch ausgehende Verbindungen von Apple-Software blockieren lassen, unter iOS jedoch nicht

    • Unter Android könne NetGuard mithilfe eines „lokalen VPN“ den Datenverkehr blockieren
  • Es wird beschrieben, dass die standardmäßig aktivierte Einstellung unter macOS 15 überrascht habe

    • Die Einstellung „Apple beim Verbessern der Suche helfen“ sammle Informationen ohne Nutzeridentifizierung, um die Suchergebnisse zu verbessern