1 Punkte von GN⁺ 2024-12-23 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Telefonsignale entschlüsseln: Pink Floyds 'The Wall'

  • Hintergrund

    • Einer der Mitgründer von Corelatus, der sich auf Telekommunikationshardware für E1/T1- und SDH/SONET-Schnittstellen spezialisiert.
    • Er erhielt kürzlich den Auftrag, die Telefonsignale im Film The Wall von Pink Floyd zu identifizieren.
  • Inhalt des Clips

    • Der Clip besteht aus Sprache, Wähltönen, schnellen Tonkombinationen, Klingelzeichen, Pops, Klicks und Musik.
    • Der markanteste Teil ist eine Telefonnummer, die mit schnellen Tonkombinationen codiert wurde.
  • Signalanalyse

    • Mit dem Audio-Editing-Tool SoX wurde ein Spektrogramm erzeugt.
    • Die Signale erscheinen zwischen 0,7 und 1,8 Sekunden und enthalten Töne bei etwa 700, 900, 1100, 1300, 1500 und 1700 Hz.
  • Verwendete Signalstandards

    • DTMF: Das weit verbreitete Dual-Tone-Multi-Frequency-Signal, das jedoch nicht mit den Tönen des Clips übereinstimmt.
    • CAS R2: Ein Signal, das für beide Gesprächsrichtungen unterschiedliche Frequenzen verwendet. In den USA wird es jedoch nicht genutzt.
    • SS5: Ein Signal mit Zwei-Ton-Kombinationen, das weitgehend mit den Tönen des Clips übereinstimmt. Es wurde wahrscheinlich für Anrufe aus den USA nach Großbritannien in den frühen 1980er Jahren verwendet.
    • SS7: Ein digitales Signal, das keine Töne verwendet. Die breite Einführung begann Ende der 1980er Jahre.
  • Spektrogrammvergleich

    • DTMF-, CAS- und SS5-Signale wurden im selben Diagramm kombiniert, um sie zu vergleichen.
    • Der Unterschied zwischen DTMF und SS5 ist subtil, aber erkennbar, während CAS klar unterscheidbar ist.
  • Signalanalyse mit Kommunikationshardware

    • Die Audiodatei wurde in einen E1-Linien-Zeitslot eingespeist und mit Corelatus-Hardware analysiert.
    • Gewählte Ziffern wurden per Digitalfilter dekodiert und Zeitstempel protokolliert.
    • Ergebnis war die Bestätigung, dass es sich um SS5 handelte.
  • Vermutungen zur Audio-Produktion des Films

    • Während jener Zeit war es in den USA wahrscheinlich möglich gewesen, Signale zwischen Vermittlungsstellen zu hören.
    • Möglicherweise wurden echte Telefonsignale aufgenommen und für die Filmszene zugeschnitten.
  • Zusätzliche Informationen

    • In dem Track 'Young Lust' erscheint eine erweiterte Version desselben Telefonats.
    • Andere Ingenieure, die auf ihrer Erfahrung mit den Telefonnetzen der 1970er Jahre basierten, analysierten die Signale und kamen zu dem Schluss, dass die Nummer wahrscheinlich eine reale Londoner Nummer war.

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