Wird sich OpenAI von der Gemeinnützigkeit lösen?
(nytimes.com)-
Kontroverse um OpenAIs Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen: Die New York Times berichtet unter Berufung auf Informanten, dass OpenAI, das als Non-Profit-Organisation begonnen hat, einen Wechsel zu einem gewinnorientierten Unternehmen prüft.
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Gründe für OpenAIs Umstellung auf Profitabilität: Um die Nachhaltigkeit der KI-Forschung zu sichern, gründete OpenAI 2019 eine gewinnorientierte Tochtergesellschaft und begann, externe Investitionen einzuwerben. Um eine Milliarde Nutzer zu erreichen und dafür groß angelegte Investitionen zu stemmen, sei eine Umwandlung in eine gewinnorientierte Gesellschaft notwendig.
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Metas Mark Zuckerberg kritisierte OpenAIs Kommerzialisierung als Fall des Missbrauchs von Steuervorteilen und Spenden, veröffentlichte dazu einen offenen Brief an den Generalstaatsanwalt von Kalifornien. Auch Elon Musk beantragte gemeinsam mit Mitgliedern des OpenAI-Vorstands vor einem kalifornischen Gericht eine einstweilige Verfügung, um den Wechsel OpenAIs zu einer gewinnorientierten Struktur zu stoppen.
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Die Partnerschaft mit Microsoft: Zwischen Microsoft und OpenAI besteht ein Vertrag mit einer Klausel, die den Zugang zu den neuesten Modellen einschränkt, falls OpenAI AGI erreicht. Diese Klausel soll die kommerzielle Nutzung modernster Technologie verhindern, könnte jedoch wirkungslos werden.
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Möglichkeit einer Umwandlung in eine Public-Benefit-Corporation: Sam Altman scheint eine Umwandlung in eine Public-Benefit-Corporation zu planen, um ein Gleichgewicht zwischen Gewinn und gesellschaftlichem Nutzen anzustreben. Auch ein Non-Profit-Vorstand könnte Gewinne etwa für Forschung zu KI-Ethik verwenden. Offen bleibt, wie sich das Spannungsfeld zwischen kommerzieller Expansion, KI-Ethik und öffentlichem Interesse lösen lässt. Sam Altman hatte nach seiner Rückkehr als CEO auch in den Medien die potenziellen Risiken von AGI und einer gewinnorientierten Umstellung angesprochen; wie es weitergeht, bleibt aufmerksam zu beobachten.
8 Kommentare
Der aktuelle Trend scheint definitiv zu sein, erst einmal etwas durchzuziehen und sich dann um die Folgen zu kümmern.
Ich hatte ohnehin den Eindruck, dass OpenAI sich bereits ziemlich wie ein gewinnorientiertes Unternehmen verhalten hat.
Eine Organisation, die ihr gesamtes verdientes Geld ausgibt, ist eine Non-Profit-Organisation.
Um das noch einmal klarzustellen, weil der Kommentar missverstanden werden könnte:
Bei einer gewöhnlichen Non-Profit-Organisation werden in der Regel alle Einnahmen verwendet, und selbst Gewinnvorträge dürften ziemlich schwierig sein.
Wenn das so wäre, könnte man also zum Zeitpunkt der Investition behaupten, gemeinnützig zu sein, und nach Erreichen des BEP kurz vor dem Börsengang doch in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt werden, krass.
Nun ja, ich glaube, das ist eher sarkastisch gemeint.
Ist es wahrscheinlich, dass die Regierung das genehmigt? Ich habe schon von Fällen gehört, in denen von gewinnorientiert zu gemeinnützig umgestellt wurde, aber vom Gegenteil habe ich noch nie gehört.
https://easylaw.go.kr/CSP/CnpClsMain.laf/…
Das stimmt. Tatsächlich wirkt es fast weniger wie eine Kooperation, sondern eher so, als wären sie praktisch ein und dasselbe Unternehmen ...
Wichtig ist wohl, ob der Vorstand den Zugang zu AGI weiterhin behält.
Ist es nicht richtiger zu sagen, dass das Unternehmen bereits gewinnorientiert ist? Ein Bekannter bei MS meinte, dort arbeite man schon wie in einer MS-Tochtergesellschaft.
Soweit ich weiß, ist die Struktur so angelegt, dass Gewinne ab einer bestimmten Höhe nicht mitgenommen werden können. Wenn man also mehr Investoren anziehen will, müsste man wahrscheinlich die Satzung der Gesellschaft ändern.