2 Punkte von GN⁺ 2024-12-12 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Entfernung der Funktion „Do Not Track“ aus Mozilla Firefox

    • Mozilla entfernt die Einstellung „Do Not Track“ (DNT) aus dem Firefox-Browser. Diese Änderung gilt ab Version 135 und ist auch in der Nightly-Version sichtbar.
    • DNT ist eine Browsereinstellung, mit der Nutzer Websites signalisieren, dass sie kein Tracking wünschen. Da viele Websites dieses Signal jedoch ignorieren, ist Mozilla zu dem Schluss gekommen, dass DNT kein wirksames Mittel zum Schutz der Privatsphäre mehr ist.
    • Auch die Support-Seite von Firefox zu „Do Not Track“ wurde aktualisiert und erklärt, dass DNT in manchen Fällen die Privatsphäre sogar verringern kann.
  • Alternative: Global Privacy Control

    • Mozilla empfiehlt als Alternative die Einstellung Global Privacy Control (GPC). GPC wird von immer mehr Websites beachtet und ist in einigen Regionen gesetzlich verankert.
    • In Firefox lässt sich GPC aktivieren; damit kann an Websites die Aufforderung gesendet werden: „Meine Daten nicht verkaufen oder weitergeben“.
  • Situation bei anderen Browsern

    • Google Chrome und Microsoft Edge bieten die DNT-Einstellung weiterhin an. Ob sich diese Änderung auf andere Browser-Anbieter auswirken wird, bleibt abzuwarten.
    • Um DNT in Chrome zu aktivieren, muss in den Einstellungen unter Datenschutz und Sicherheit die Option „Do Not Track“-Anfrage senden ausgewählt werden.
    • In Microsoft Edge muss unter Einstellungen > Datenschutz, Suche und Dienste die Option „Do Not Track“-Anfragen senden aktiviert werden.
  • So lässt sich der Datenschutz weiter stärken

    • Firefox empfiehlt GPC, aber der Datenschutz kann auch mit datenschutzorientierten Browsern wie Brave und DuckDuckGo, Werbeblockern, VPN-Diensten und Browser-Erweiterungen wie Privacy Badger verbessert werden.
  • Weitere Informationen

    • Mozilla plant Experimente dazu, Firefox als Standardbrowser festzulegen; das betrifft die Firefox-Download-Seite und das Installationsprogramm.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-12-12
Hacker-News-Kommentare
  • Als Mozilla diese Funktion einführte, war ihre Unterstützung durch Websites optional. Viele wollten, dass sie standardmäßig aktiviert wird, tatsächlich wurde sie aber kaum genutzt. Internet Explorer aktivierte sie standardmäßig, doch am Ende wurde die Funktion ignoriert. Ich sehe ihr Ende positiv. Tatsächlich hat sie kaum zur Sicherheit beigetragen.

  • Es gibt viele negative Meinungen zu Mozillas jüngstem Verhalten, aber diese Funktion wurde fast nie respektiert. Sie basierte auf dem Ehrenkodex, und der Browser setzte sie nicht durch. Ironischerweise wurde sie als zusätzlicher Datenpunkt genutzt, um Menschen zu verfolgen, die sensibel auf Datenschutz achten.

  • Diese Funktion hat praktisch nichts zum Datenschutz beigetragen und diente eher als Signal zur Identifizierung von Nutzern. Anti-Tracking ist ein Kampf, den man verliert. Selbst mit Firefox lässt sich First-Party-Tracking nicht vermeiden. Wenn der Browser zum Beispiel die Anzahl der CPU-Kerne preisgibt, kann man Nutzer fast eindeutig identifizieren.

  • Die Entfernung dieser Funktion schadet den Rechten der Nutzer. Firefox-Nutzer werden mehr Einwilligungsanfragen bearbeiten müssen. Transcend Consent Management unterdrückt automatische Einwilligungsanfragen, wenn DNT aktiviert ist, aber wenn nur GPC aktiviert ist, wird nur der Verkauf bzw. die Weitergabe von "Informationen" ausgeschlossen. Diese Änderung hat die Meinung der Web-Community nicht ausreichend berücksichtigt.

  • GPC ist DNT ähnlich, hat aber eine stärkere rechtliche Grundlage. Gesetze wie der CCPA unterstützen dies. GPC konzentriert sich darauf, den Verkauf oder die Weitergabe von Daten zu stoppen, und passt damit besser zu heutigen Datenschutzanforderungen. GPC berücksichtigt die Ansichten von Regulierungsbehörden, Datenschutzaktivisten und Branchenführern, um bestehende gesetzliche und funktionale Lücken zu schließen.

  • DNT wird durch den neuen Vorschlag "Global Privacy Control" ersetzt. Firefox sendet nun optional den Sec-GPC-Header. Als Website-Betreiber habe ich Anonymisierungscode implementiert, wenn der DNT-Header vorhanden war, und das Hinzufügen von Sec-GPC ist lediglich eine Änderung. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum Mozilla nicht beide Header gleichzeitig sendet.

  • Das "Do Not Track"-Signal war als Fingerprinting-Signal nützlicher als zum Verhindern von Tracking. Jetzt können wir auf eine stärkere Alternative hoffen.

  • Ich denke, man sollte diese Funktion beibehalten und es rechtlich als Missbrauch werten, wenn die EU sie ignoriert. Dann wären Cookie-Banner nicht nötig.

  • 2018 abgeschafft und 2024 entfernt. Es ist keine Überraschung, da diese Funktion das Gegenteil ihres eigentlichen Zwecks bewirkte.

  • Diese Funktion wurde wegen ihrer geringen Nutzung verwendet, um Menschen zu verfolgen.