Das Yamaha-DX7-Keyboard wird nicht mehr gebaut
(kevinboone.me)-
So werden sie nicht mehr gebaut: das Yamaha-DX7-Keyboard
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Der Yamaha-DX7-Synthesizer war das Instrument, das den Sound der Popmusik der 1980er-Jahre geprägt hat. Der DX7 konnte unendlich viele Klangtexturen erzeugen, doch die meisten Musiker nutzten nur 32 Preset-Sounds. Dadurch war der Klang des DX7 sofort wiedererkennbar.
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Merkmale des Mark I DX7
- Der Mark I DX7 war robust gebaut und hatte ein unhandliches Membran-Keypad. Dafür war es widerstandsfähig gegen verschüttetes Bier.
- Das Besondere am DX7 war sein neuer Ansatz der Klangerzeugung. Während die meisten elektronischen Keyboards Klänge analog erzeugten, nutzte der DX7 Frequenzmodulation.
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Frequenzmodulation und Algorithmen
- Der DX7 erzeugte Klänge durch Frequenzmodulation, was sich von herkömmlichen analogen Synthesizern unterschied.
- Die Bausteine der Frequenzmodulation im DX7 wurden „Operatoren“ genannt; für 16 polyphone Noten gab es 96 Operatoren.
- Die Anordnung der Operatoren war als „Algorithmus“ bekannt und ermöglichte die Erzeugung verschiedenster Klänge.
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Einfluss und Erweiterung des DX7
- Yamahas „Operator“-Technologie verbreitete sich auf PC-Soundkarten und entwickelte sich zu Soundchips wie OPL2 und OPL3 weiter.
- 1984 brachte Yamaha die Musikproduktions-Workstation CX5M auf den Markt, die ein Operator-Synthesemodul enthielt.
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Erfolg und Grenzen des DX7
- Yamaha verkaufte 150.000 DX7-Geräte, eine enorme Zahl für ein Keyboard-Instrument.
- Die Programmierung des DX7 war schwierig und wurde wegen der komplexen Benutzeroberfläche und der komplizierten Einstellungen kaum genutzt.
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Der Niedergang des DX7
- Der Niedergang des DX7 lag am Preisverfall von Mikroprozessoren und Speicher. FM-Synthese ließ sich mit der Digitaltechnik der frühen 1980er leicht umsetzen, doch mit dem Fortschritt der Sampling-Technologie nahm ihre Notwendigkeit ab.
- Die moderne digitale Musikproduktion basiert heute größtenteils auf Sampling, und mathematische Modellierung wie beim DX7 wird kaum noch eingesetzt.
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Fazit
- Der DX7 war einst enorm populär, verlor aber mit dem technischen Fortschritt an Bedeutung. Wenn man heute auf einem modernen Keyboard den Sound eines DX7 haben möchte, ist es einfacher, einen echten DX7 zu sampeln.
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Hacker-News-Kommentare
Das Problem, dass der Klang in hohen Oktaven „dumpf“ wird, liegt nicht an den Grenzen des DAC, sondern am Phasenmodulationsalgorithmus. Es entsteht, wenn Obertöne oberhalb der Nyquist-Frequenz in den hörbaren Bereich zurückgespiegelt werden und digitale Artefakte erzeugen. Die Entwickler der DX-Serie versuchten, dieses Problem durch Keyboard-Scaling zu lösen.
FM-Synthesizer wie der DX7 waren eine Zeit lang sehr populär, verloren aber mit dem technischen Fortschritt an Beliebtheit, als systematische digitale Klangerzeugung möglich wurde. FM-Synthese wird jedoch weiterhin in verschiedenen Formen eingesetzt.
Wer sich für die technischen Details des DX7 interessiert, findet Material zu Reverse-Engineering-Arbeiten. Auch die Analysen von Ken Shirriff sind sehenswert.
Eine Software-Emulation des DX7 ist realistisch, Programme wie Dexed sind dafür ein Beispiel.
Prophet 5, Oberheim, Roland Jupiter 8 und Yamaha CS80 existierten bereits vor dem DX7 und wurden auf der Bühne und im Studio weithin eingesetzt. Sie waren jedoch sehr teuer.
Der DX7 hob sich durch eine anschlagdynamische Tastatur und 16-stimmige Polyphonie ab. Das war für das Spielen komplexer Jazz-Akkorde von Vorteil.
Yamaha versuchte, die Synthese mit Physical Modeling auf die nächste Stufe zu heben, doch Sampling ist effektiver, wenn es darum geht, reale Klänge nachzuahmen.
Es gibt eine Dokumentation über John Chowning, den Erfinder der FM-Synthese, in der auch DX7 und Synclavier erwähnt werden.
Die Yamaha-Ingenieure erreichten mit begrenzten Ressourcen erstaunlich viel. Die Klangerzeugung mit den Chipsätzen OPL2 und OPL3 ist ein Beispiel dafür.
Der Klang des DX7 wird durch schnelle Ganzzahlberechnungen erzeugt, was seine einzigartigen Klangeigenschaften ausmacht.
Für die Soundeffekte und die Musik des Spiels Wilderplace wurde WebDX7 verwendet; die DX7-Patches vermitteln einen klaren und warmen Eindruck.
Klangerzeugung mithilfe von Mathematik ist durch die Fortschritte bei der Sampling-Technik veraltet geworden. Mit dem Aufkommen neuer Technologien wie dem Ensoniq EPS-16+ ging die Nutzung des DX7 jedoch zurück.
PC-Soundkarten und Synthesizer-Chipsätze, die zwischen 1985 und 1995 in Videospielen verwendet wurden, waren sehr weit verbreitet.