Vom Pilotprojekt in die Produktion: Beschleunigte AI-Einführung
- 2024 war das Jahr, in dem generative KI zu einer Kernstrategie von Unternehmen wurde
- Ausgaben für KI: von 2,3 Mrd. $ im Jahr 2023 auf 13,8 Mrd. $ im Jahr 2024, mehr als versechsfacht
- 72 % der Unternehmen erwarten, dass die Einführung generativer KI-Tools weiter zunimmt
- Viele Organisationen haben ihre Umsetzungsstrategie noch immer nicht klar definiert, treten aber bereits in die Frühphase eines groß angelegten Wandels ein
Ausgaben für generative KI: Entschlossene Investitionen der Unternehmen
- 60 %: aus Innovationsbudgets finanziert
- 40 %: durch Umwidmung bestehender Budgets, wobei KI in die langfristige Strategie integriert wird
- 4,6 Mrd. $ wurden in generative KI-Anwendungen investiert, ein Anstieg um das Achtfache gegenüber dem Vorjahr
- Unternehmen identifizieren im Durchschnitt 10 potenzielle Anwendungsfälle, wodurch sich das Einführungstempo erhöht
Wichtige Anwendungsfälle und ROI
- Code-Copiloten (51 % Einführung)
- Support-Chatbots (31 % Einführung)
- Enterprise Search und Datentransformation (28 % bzw. 27 % Einführung)
- Nutzen Datensilos über eine integrierte Suche: Glean, Sana u. a.
- Besprechungszusammenfassungen (24 % Einführung)
Aufstieg von AI-basierten Agenten und Automatisierung
- Gegenwart: Bevorzugt werden Ansätze, die menschliche Arbeit ergänzen
- Zukunft: Erwartet wird ein Übergang zu vollständig automatisierten Agenten, die komplexe Prozesse eigenständig steuern
Hürden bei der Einführung und Gründe für das Scheitern
- Gründe für das Scheitern:
- Implementierungskosten (26 %)
- Datenschutzprobleme (21 %)
- ROI bleibt hinter den Erwartungen zurück (18 %)
- Technische Probleme (15 %, einschließlich der Erzeugung von „Halluzinationen“)
- ROI und Anpassbarkeit sollten priorisiert werden, zugleich müssen aber auch technische Integration und Support berücksichtigt werden
Stand der Einführung generativer KI nach Branche
- Gesundheitswesen (Ausgaben: 500 Mio. $)
- Automatisierte medizinische Dokumentation und Patientenmanagement: Abridge, Notable
- Rechtswesen (Ausgaben: 350 Mio. $)
- Automatisierung von Vertragsprüfung und Prozessvorbereitung: Harvey, Everlaw
- Finanzdienstleistungen (Ausgaben: 100 Mio. $)
- Verbesserungen bei Buchhaltung und Compliance: Numeric, Rogo
- Medien und Unterhaltung (Ausgaben: 100 Mio. $)
AI-Technologie-Stack und Designmuster
- Wichtige Trends:
- RAG (Retrieval-Augmented Generation): 51 % Einführung
- Fine-Tuning: weiterhin selten, nur 9 % Einführung
- Agentische Architekturen: Einführung beginnt bei 12 %
- Datenspeicherung:
- Die AI-native Vector DB Pinecone hält 18 % Marktanteil
Ausblick: Zentrale Prognosen zur Zukunft von AI
- 2024 war das Jahr des Übergangs vom Hype zur realistischen Umsetzung. Auf Basis zentraler Daten und Investitionstrends ergeben sich für die Zukunft die folgenden drei Hauptprognosen:
- AI-Agenten treiben die nächste große Veränderung voran
- Agentische Automatisierung wird die AI-Transformation über Content-Erstellung und Wissenssuche hinaus anführen, indem sie komplexe, mehrstufige Aufgaben übernimmt
- Beispiele: Plattformen wie Clay und Forge greifen einen 400-Mrd.-$-Softwaremarkt und die 10-Billionen-$-Servicewirtschaft der USA an
- Dieser Wandel erfordert neue Infrastruktur:
- Agenten-Authentifizierung, Plattformen zur Tool-Integration, AI-Browser-Frameworks und dedizierte Runtimes für AI-generierten Code
- „David besiegt Goliath“: Der Niedergang etablierter Unternehmen
- ChatGPT hat in diesem Jahr Chegg und Stack Overflow hart getroffen:
- Chegg: 85 % des Marktwerts vernichtet
- Stack Overflow: Web-Traffic halbiert
- Weitere Bereiche, in denen Herausforderungen erwartet werden:
- IT-Outsourcing-Unternehmen (Cognizant) und etablierte Automatisierungsunternehmen (UiPath)
- Auch große Softwareunternehmen wie Salesforce und Autodesk könnten von AI-nativen Startups herausgefordert werden
- Der Mangel an AI-Fachkräften verschärft sich
- Die Verbreitung und zunehmende Komplexität von AI-Systemen führt zu einem ernsten Fachkräftemangel
- Besonders knapp sind nicht nur Data Scientists, sondern auch Fachleute, die AI-Technologie mit Domänenexpertise verbinden können
- Der Wettbewerb verschärft sich:
- Gehälter für Enterprise-Architekten mit AI-Kompetenz steigen verbreitet um das 2- bis 3-Fache
- Trotz Investitionen in Trainingsprogramme und AI-Zentren übersteigt die Nachfrage nach Talenten das Angebot
- Es wird ein intensiver Wettbewerb um Talente erwartet, die die nächste AI-Innovationswelle anführen können
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