11 Punkte von xguru 2024-11-28 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Vom Pilotprojekt in die Produktion: Beschleunigte AI-Einführung

  • 2024 war das Jahr, in dem generative KI zu einer Kernstrategie von Unternehmen wurde
  • Ausgaben für KI: von 2,3 Mrd. $ im Jahr 2023 auf 13,8 Mrd. $ im Jahr 2024, mehr als versechsfacht
  • 72 % der Unternehmen erwarten, dass die Einführung generativer KI-Tools weiter zunimmt
  • Viele Organisationen haben ihre Umsetzungsstrategie noch immer nicht klar definiert, treten aber bereits in die Frühphase eines groß angelegten Wandels ein

Ausgaben für generative KI: Entschlossene Investitionen der Unternehmen

  • 60 %: aus Innovationsbudgets finanziert
  • 40 %: durch Umwidmung bestehender Budgets, wobei KI in die langfristige Strategie integriert wird
  • 4,6 Mrd. $ wurden in generative KI-Anwendungen investiert, ein Anstieg um das Achtfache gegenüber dem Vorjahr
    • Unternehmen identifizieren im Durchschnitt 10 potenzielle Anwendungsfälle, wodurch sich das Einführungstempo erhöht

Wichtige Anwendungsfälle und ROI

  1. Code-Copiloten (51 % Einführung)
  2. Support-Chatbots (31 % Einführung)
  3. Enterprise Search und Datentransformation (28 % bzw. 27 % Einführung)
    • Nutzen Datensilos über eine integrierte Suche: Glean, Sana u. a.
  4. Besprechungszusammenfassungen (24 % Einführung)

Aufstieg von AI-basierten Agenten und Automatisierung

  • Gegenwart: Bevorzugt werden Ansätze, die menschliche Arbeit ergänzen
  • Zukunft: Erwartet wird ein Übergang zu vollständig automatisierten Agenten, die komplexe Prozesse eigenständig steuern

Hürden bei der Einführung und Gründe für das Scheitern

  • Gründe für das Scheitern:
    1. Implementierungskosten (26 %)
    2. Datenschutzprobleme (21 %)
    3. ROI bleibt hinter den Erwartungen zurück (18 %)
    4. Technische Probleme (15 %, einschließlich der Erzeugung von „Halluzinationen“)
  • ROI und Anpassbarkeit sollten priorisiert werden, zugleich müssen aber auch technische Integration und Support berücksichtigt werden

Stand der Einführung generativer KI nach Branche

  1. Gesundheitswesen (Ausgaben: 500 Mio. $)
    • Automatisierte medizinische Dokumentation und Patientenmanagement: Abridge, Notable
  2. Rechtswesen (Ausgaben: 350 Mio. $)
    • Automatisierung von Vertragsprüfung und Prozessvorbereitung: Harvey, Everlaw
  3. Finanzdienstleistungen (Ausgaben: 100 Mio. $)
    • Verbesserungen bei Buchhaltung und Compliance: Numeric, Rogo
  4. Medien und Unterhaltung (Ausgaben: 100 Mio. $)

AI-Technologie-Stack und Designmuster

  • Wichtige Trends:
    1. RAG (Retrieval-Augmented Generation): 51 % Einführung
    2. Fine-Tuning: weiterhin selten, nur 9 % Einführung
    3. Agentische Architekturen: Einführung beginnt bei 12 %
  • Datenspeicherung:
    • Die AI-native Vector DB Pinecone hält 18 % Marktanteil

Ausblick: Zentrale Prognosen zur Zukunft von AI

  • 2024 war das Jahr des Übergangs vom Hype zur realistischen Umsetzung. Auf Basis zentraler Daten und Investitionstrends ergeben sich für die Zukunft die folgenden drei Hauptprognosen:
  • AI-Agenten treiben die nächste große Veränderung voran
    • Agentische Automatisierung wird die AI-Transformation über Content-Erstellung und Wissenssuche hinaus anführen, indem sie komplexe, mehrstufige Aufgaben übernimmt
      • Beispiele: Plattformen wie Clay und Forge greifen einen 400-Mrd.-$-Softwaremarkt und die 10-Billionen-$-Servicewirtschaft der USA an
    • Dieser Wandel erfordert neue Infrastruktur:
      • Agenten-Authentifizierung, Plattformen zur Tool-Integration, AI-Browser-Frameworks und dedizierte Runtimes für AI-generierten Code
  • „David besiegt Goliath“: Der Niedergang etablierter Unternehmen
    • ChatGPT hat in diesem Jahr Chegg und Stack Overflow hart getroffen:
      • Chegg: 85 % des Marktwerts vernichtet
      • Stack Overflow: Web-Traffic halbiert
    • Weitere Bereiche, in denen Herausforderungen erwartet werden:
      • IT-Outsourcing-Unternehmen (Cognizant) und etablierte Automatisierungsunternehmen (UiPath)
      • Auch große Softwareunternehmen wie Salesforce und Autodesk könnten von AI-nativen Startups herausgefordert werden
  • Der Mangel an AI-Fachkräften verschärft sich
    • Die Verbreitung und zunehmende Komplexität von AI-Systemen führt zu einem ernsten Fachkräftemangel
      • Besonders knapp sind nicht nur Data Scientists, sondern auch Fachleute, die AI-Technologie mit Domänenexpertise verbinden können
      • Der Wettbewerb verschärft sich:
        • Gehälter für Enterprise-Architekten mit AI-Kompetenz steigen verbreitet um das 2- bis 3-Fache
      • Trotz Investitionen in Trainingsprogramme und AI-Zentren übersteigt die Nachfrage nach Talenten das Angebot
      • Es wird ein intensiver Wettbewerb um Talente erwartet, die die nächste AI-Innovationswelle anführen können

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