10 Punkte von xguru 2024-11-14 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Die rasante Entwicklung von AI verändert die Denkweise über Design, und die Designbranche steht zusammen mit dem Fortschritt der AI-Technologien an einem bedeutenden Wendepunkt.

1. AI erreicht die Phase der finalen Ausgabe

  • AI entwickelt sich inzwischen über ein reines Tool zur Ideengenerierung hinaus und bewegt sich in die Phase der finalen Ausgabe realer Designarbeit.
  • Wie bei der Funktion „Generative Fill“ in Photoshop sind AI-Funktionen tief in Design-Tools eingebettet, sodass Designer sie selbst dann kaum vermeiden können, wenn sie es möchten.
  • Es ist wichtig, die Grenzen und Stärken von AI zu verstehen und sie gezielt dort einzusetzen, wo sie sinnvoll ist.
  • AI wird sich von der Skizzen- oder Ideenphase lösen und zu einem zentralen Tool werden, das in Echtzeit Marken-Assets und Inhalte erzeugt; das könnte erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsplätze mancher Designer haben.

2. Rückkehr zu physischen Erfahrungen

  • Parallel zum technologischen Fortschritt zeigt sich eine Gegenbewegung hin zu Handwerk und menschenzentriertem Design.
  • Die digitale Welt bleibt wichtig, doch unmittelbare Erfahrungen in der realen Welt werden wieder an Bedeutung gewinnen.
  • Mit dem Fortschritt von AI wird der Fokus paradoxerweise noch stärker auf der Schaffung menschlicher Verbindungen liegen.
  • Auch im Retail entsteht ein Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Showcases, während menschliche Details und unperfekte Elemente wieder stärker hervortreten.
  • Die jüngere Generation kehrt zu einer Haltung zurück, die echtes Leben und authentische persönliche Begegnungen höher bewertet.

3. Die Wiederbelebung des Handwerks (Craft)

  • Als Gegenreaktion auf Massenproduktion und digitale Übersättigung wächst das Interesse an traditionellem Handwerk und Nachhaltigkeit.
  • Personalisierung, Nachhaltigkeit und die Verbindung traditioneller Handwerkstechniken mit moderner Technologie treiben diesen Trend an.
  • Personalisierung: Immer mehr Verbraucher wollen weg von Massenprodukten und hin zu handgefertigten Objekten mit persönlicher Bedeutung.
  • Nachhaltigkeit: Handwerk mit langsamen und bewussten Produktionsweisen passt zu umweltfreundlichem und ethischem Konsum.
  • Durch die Verbindung technologischer Fortschritte mit traditionellen Techniken werden innovative und zugleich authentische Designs entstehen.

4. Mehr experimentelles Design

  • Mit dem Aufkommen günstiger Design-Tools wie Canva kann heute jeder zum Designer werden, doch templatebasierte Gestaltung produziert auch uniformen Content.
  • Trotz dieses Problems sind dadurch mehr Experimente und kreative Ansätze möglich geworden.
  • Es wird erwartet, dass sich Gegenbewegungen zu der von Algorithmen ständig gelieferten sauberen und gewöhnlichen Ästhetik fortsetzen, etwa der Trend zum „undesignten“ Look, zu Chaos und Maximalismus.

5. Der Aufstieg des Design-Writings

  • Sobald AI ein Niveau erreicht, auf dem sie allein aus Texteingaben finale Bilder erzeugen kann, wird Schreibkompetenz zu einer wichtigen Design-Skill.
  • Die Fähigkeit, Ideen klar in Text zu formulieren, kann Design-Ergebnissen eine neue Richtung geben.

6. Die Bedeutung von Sound Design

  • Mit der Weiterentwicklung des Webs und der leichteren Zugänglichkeit von Audio im Web wird Sound zu einem Kernelement digitalen Designs.
  • Sound kann die User Experience stark beeinflussen, und es wird wahrscheinlicher, dass bevorzugte Sound-Optionen der Nutzer stärker berücksichtigt werden.

7. Nachhaltigkeit im Zentrum

  • Mit dem wachsenden Umweltbewusstsein wird Nachhaltigkeit zu einem zentralen Bestandteil von Design.
  • Marken betonen Nachhaltigkeit durch natürliche Texturen und Farben und setzen auf minimales Packaging mit umweltfreundlichen Materialien.

8. Minimalistischer Maximalismus

  • „Minimalistischer Maximalismus“, eine Verbindung aus der Klarheit des Minimalismus und der Kühnheit des Maximalismus, rückt in den Fokus.
  • Klare Linien und Freiräume des Minimalismus bleiben erhalten, werden aber durch mutige und unerwartete Elemente ergänzt: intensive, atmosphärische Farben, große Typografie und andere eklektische Komponenten.

9. Gesundheit wird zum neuen Luxus

  • Durch Fortschritte bei Wearable-Technologie und Datenvisualisierung wird gesundheitsbezogenes Design hochwertiger und anspruchsvoller.
  • Die visuelle Aufbereitung von Gesundheitsdaten, damit Nutzer sie leicht verstehen können, wird zu einem wichtigen Trend.
  • Vor allem Marken im Bereich Frauengesundheit gewinnen mit innovativen Produkten und offener Kommunikation an Popularität.

10. Inklusivität wird zum Muss

  • Marken gehen über rein formale Inklusivität hinaus und bewegen sich in Richtung einer authentischen Abbildung unterschiedlicher Kulturen und Fähigkeiten.
  • Obwohl besonders Konsumenten über 50 eine große Kaufkraft besitzen, richtet sich viel Marketing weiterhin vor allem an jüngere Zielgruppen.
  • Künftig werden Designs wichtiger, die Altersgruppen, Kulturen und unterschiedliche Lebenserfahrungen umfassen; entscheidend ist dabei ein authentischer Ansatz.

Blick in die Zukunft

  • Die Designbranche nimmt gleichzeitig gegensätzliche Strömungen auf: Technologie versus Menschlichkeit, Minimalismus versus Maximalismus, digital versus physische Erfahrung.
  • Erfolgreiche Designer und Marken werden diese Dualitäten gut ausbalancieren und Arbeiten schaffen können, die sowohl emotional als auch praktisch Resonanz erzeugen.

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