- Ein Brief zum Thema TV Licensing (TVL) weckte Neugier, weil darin die Bitte stand: "Bitte nicht unterhalb dieser Linie schreiben".
- Bei TVL/BBC wurde nachgefragt, jedoch ohne eine klare Antwort zu erhalten.
Erste Anfrage
- Am 5. November 2006 wurde eine Anfrage per E-Mail an TVL/BBC geschickt.
- Gefragt wurde nach dem Grund für die Bitte "Bitte nicht unterhalb dieser Linie schreiben".
- Sieben Wochen später antwortete Kelly Wright, dass Adresse und Lizenznummer benötigt würden.
Zweite Anfrage
- Es wurde erklärt, dass weder eine Adresse noch eine Lizenz vorliegen, und erneut nach dem Grund gefragt.
- Ruairi Mcclean antwortete, der Grund sei eine OCR-Maschine (optische Zeichenerkennung).
- Die OCR-Maschine scannt Dokumente, damit sie am Computer bearbeitet werden können.
Weitere Frage
- Es wurde infrage gestellt, warum Briefe erneut eingesammelt und gescannt werden sollten.
- Cas Scott antwortete, dass die TV-Licensing-Mitarbeiter keine Briefe einsammeln, aber Besuche stattfinden können, um zu prüfen, ob ferngesehen wird.
Anhaltende Zweifel
- Es wurde festgestellt, dass es keine klare Anweisung gibt, den Brief erneut einzusenden.
- Carl Graves erklärte, dass die OCR-Maschine genutzt werde, um Informationen schnell zu verarbeiten.
- Außerdem wurde erläutert, dass die Nummer unterhalb der Linie eine eindeutige Nummer ist, die einer bestimmten Adresse zugeordnet ist.
Vergleich und Fazit
- Ein Vergleich wird mit dem Unternehmen Santander gezogen.
- Santander scannt Barcodes und Nummern, um personenbezogene Daten zu verarbeiten.
- Im Fall von TVL/BBC gibt es jedoch keine klare Anweisung, den Brief erneut einzusenden, und die Nummern scheinen lediglich bereits vorhandene Informationen zu duplizieren.
Zusammenfassung von GN⁺
- Der Grund für die Bitte "Bitte nicht unterhalb dieser Linie schreiben" in Briefen zum TV Licensing bleibt schwer eindeutig zu klären.
- Offenbar besteht die Absicht, Informationen mithilfe einer OCR-Maschine schneller zu verarbeiten, doch es gibt keine klare Anweisung, den Brief erneut einsenden zu müssen.
- Im Vergleich zu anderen Unternehmen wie Santander wirkt die Bitte von TVL/BBC unklar.
- Der Artikel kann als kritische Betrachtung der Ineffizienz oder unklaren Abläufe im TV-Licensing-System gelesen werden.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Bei der Arbeit in einem alten Unternehmen habe ich viele veraltete Verfahren und viel Papierkram erlebt. Es gab einen Bereich mit der Aufschrift „Nicht unter dieser Linie schreiben“, aber es passierte nichts. Als ich Unterlagen direkt bei HR abgab, erkannten sie mich, und in einem prozessorientierten Unternehmen war es selbstverständlich, die Unterlagen visuell zu prüfen.
Nachdem das Unternehmen die Logo-Farbe leicht geändert hatte, wurde das gesamte Büro neu gestrichen. Aus Spaß hängte ich eine Notiz mit der Aufschrift „Dieser Bereich wurde absichtlich leer gelassen“ an die Wand, und sie hing dort 4 Jahre lang unverändert.
Wenn man mit verschiedenen Stellen spricht, die Kundensupport leisten sollen, werden Themen, für die es keine vorbereitete Antwort gibt, oft ignoriert oder mit irrelevanten Antworten bedacht.
Wenn auf sämtlichem Versandbriefpapier Linien vorhanden sind, schadet es auch in Fällen nicht, in denen sie eigentlich nicht nötig wären, sodass kein zusätzlicher Prozess erforderlich ist.
Es werden Tausende Briefe verschickt, und man rechnet damit, dass ein Teil zurückkommt. Rückläufer werden über eine eindeutige Nummer in der Datenbank mit den Empfängerinformationen abgeglichen und so verwaltet. Die Verarbeitung läuft automatisch über ein Programm, das die Originalbriefe scannt und das System aktualisiert.
Ich dachte, „TV License“ sei eine Satire auf die übertriebene Regulierung und Bürokratie im Vereinigten Königreich, war dann aber überrascht zu erfahren, dass es das tatsächlich gibt.
Manchmal bleiben altmodische Dinge in offizieller Kommunikation einfach bestehen. Mehrere Organisationen erinnern einen immer noch daran, Adobe Acrobat installieren zu müssen, um PDF-Dokumente zu lesen.
Ich sammle und stelle Briefe aus, die ich von der BBC bekommen habe. Die Briefe werden zunehmend bedrohlicher und aggressiver. Das Scannen des OCR-Codes könnte dazu dienen zu prüfen, ob der Brief gelesen wurde, und die Feindseligkeit des nächsten Schreibens entsprechend anzupassen.
Am besten schreibt man auf solche Briefe einfach „OK“ und lebt sein Leben weiter.
Der Erklärung zufolge wurde das an Capita ausgelagert, jenes Outsourcing-Unternehmen der britischen Regierung für unangenehme Aufgaben, die sie nicht selbst reflektieren will.