1 Punkte von GN⁺ 2024-10-15 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

clipscreen

clipscreen ist eine einfache Anwendung, die einen virtuellen Monitor erzeugt, der einen Teil des Bildschirms spiegelt. Ein grünes Rechteck hebt den ausgewählten Bereich hervor.

  • Nützlichkeit: Bei der Nutzung von Bildschirmfreigabe-Tools wie Google Meet, Microsoft Teams oder Jitsi Meet kann statt des gesamten Bildschirms der virtuelle Monitor geteilt werden. Man muss keine einzelnen Fenster freigeben und zwischen ihnen wechseln, sondern nur das gewünschte Fenster in den grünen Rahmen verschieben.

Kompilierung

  • Auf dem System müssen installiert sein:

    • X11-Entwicklungsbibliotheken
    • Cairo-Grafikbibliothek
    • C++-Compiler (z. B. g++)
  • Beispiel für die Installation der benötigten Bibliotheken unter Ubuntu 24.04:

    • apt-get install libx11-dev xserver-xorg-dev xorg-dev libcairo2-dev g++
  • Befehl zum Kompilieren der Anwendung:

    • make
  • Diese Anwendung wurde nur unter Linux und xorg getestet und wird auf anderen Systemen höchstwahrscheinlich nicht funktionieren.

Verwendung

  • Befehl zum Starten der kompilierten ausführbaren Datei:

    • ./clipscreen <width>x<height>+<x>+<y>
    • <width>: Breite des Overlays und des virtuellen Monitors
    • <height>: Höhe des Overlays und des virtuellen Monitors
    • <x>: x-Koordinate der linken oberen Ecke von Overlay und virtuellem Monitor
    • <y>: y-Koordinate der linken oberen Ecke von Overlay und virtuellem Monitor
  • Beispielbefehl:

    • ./clipscreen 800x600+100+100: Erzeugt ein Overlay-Fenster mit 800x600, beginnend bei Position (100,100) auf dem Bildschirm
  • Bereich interaktiv auswählen:

    • ./clipscreen $(hacksaw)
    • ./clipscreen $(slop)

Beenden

  • Zum Beenden Ctrl+C im Terminal drücken, in dem die Anwendung läuft

Links

  • hacksaw
  • slop

Lizenz

  • Es wird die Erlaubnis erteilt, Kopien der Software und der zugehörigen Dokumentation kostenlos zu verwenden.
  • Die Software wird „wie besehen“ bereitgestellt, ohne Gewährleistung hinsichtlich Marktgängigkeit, Eignung für einen bestimmten Zweck oder Nichtverletzung von Rechten.

Zusammenfassung von GN⁺

clipscreen ist ein nützliches Tool, mit dem sich ein bestimmter Bereich des Bildschirms als virtueller Monitor freigeben lässt. Das reduziert unnötiges Wechseln zwischen Fenstern bei der Bildschirmfreigabe und macht die Nutzung komfortabler. Da es nur unter Linux und xorg funktioniert, kann es auf anderen Betriebssystemen nicht verwendet werden. Ähnliche Funktionen bieten Screen-Capture-Tools wie OBS Studio. Dieser Artikel kann für Nutzer hilfreich sein, die ihre Bildschirmfreigabe effizienter gestalten möchten.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-10-15
Hacker-News-Kommentare
  • Ich nutze einen 49-Zoll-Ultrawide-Monitor, und das Teilen des Bildschirms in Google Meet war umständlich, deshalb habe ich ein kleines Tool entwickelt, mit dem sich ein bestimmter Bildschirmbereich teilen lässt

    • Es verwendet die xrandr-Erweiterung, um den Bereich auf einen virtuellen Monitor zu spiegeln, damit er geteilt werden kann
    • Weitere Details stehen im Blogpost
  • Das Tool ist sehr einfach und umfasst ohne Kommentare weniger als 100 Zeilen C++-Code

    • Das ist einer der Gründe, warum X11 für mich Wayland vorzuziehen ist
  • In KDE 6.1 mit Wayland und Chromium erscheint in Jitsi beim Klick auf Bildschirmfreigabe eine Option, mit der sich der „gesamte Bildschirm“ teilen lässt

    • Danach werden „gesamter Arbeitsbereich“, „neue virtuelle Ausgabe“, „rechteckiger Bereich“ sowie eine Liste der Displays angezeigt
    • Mit „rechteckiger Bereich“ lässt sich ein ausgewählter Teil des Bildschirms teilen, und „neue virtuelle Ausgabe“ erzeugt sofort einen virtuellen Bildschirm, der in den KDE-„Anzeigeeinstellungen“ sichtbar ist
  • Mit xzoom lässt sich etwas Ähnliches machen, einschließlich Zoom-Funktion

    • Es gibt die Frage, ob dieses Tool zusätzliche Vorteile bietet
  • In Zoom kann man mehrere Bildschirme/Fenster teilen; dazu muss man beim Anklicken der gewünschten Fenster die SHFT-Taste gedrückt halten

  • Es gibt die Frage, ob sich das mit OBS auf allen Plattformen, einschließlich Wayland, umsetzen lässt

    • Manche meinen, viele Leute kennen OBS nicht gut oder überschätzen seine Fähigkeiten
  • Dieses Feature ist der Grund, warum sich jemand unter Linux für Zoom entschieden hat, und es wird als sehr gut bezeichnet

  • Es gibt die Frage, warum diese Funktion von Videokonferenzplattformen bis heute noch nicht ausreichend abgedeckt wird

    • Gerade da große Monitore immer üblicher werden, insbesondere bei Entwicklern, die mit solchen Tools arbeiten
  • Jemand merkt an, dass er gerade erst erfahren hat, dass man in X virtuelle Monitore erzeugen kann

  • Mit xrandr lässt sich das umsetzen

    • Beispiel: xrandr --setmonitor screenshare 2560/1x1440/1+0+0 none