- Elasticsearch und Kibana können wieder als Open Source bezeichnet werden
- In den kommenden Wochen soll AGPL als Lizenzoption neben ELv2 und SSPL hinzugefügt werden
- AGPL ist eine von der OSI anerkannte Lizenz und kann damit Zweifel oder FUD rund um die Nutzung als Open Source ausräumen
- Vor 3 Jahren gab es Probleme mit AWS, und deren Produkt sorgte für Verwirrung im Markt. Nachdem alle anderen Optionen ausprobiert worden waren, wurde die Lizenz geändert
- Es war schmerzhaft, aber es hat funktioniert. 3 Jahre später investiert Amazon vollständig in den Fork, der Großteil der Marktverwirrung ist beseitigt, und die Partnerschaft mit AWS ist stärker denn je
- Man hatte gehofft, nach genügend Zeit zu einem Open-Source-Projekt zurückkehren zu können, und nun ist es endlich so weit
- Um es für Nutzer einfacher zu machen, wird AGPL zu ELv2 und SSPL hinzugefügt, ohne die bestehenden Lizenzen zu entfernen
- Wenn du Elasticsearch bereits nutzt, ändert sich nichts. Andere können nun zusätzlich die AGPL-Option wählen
- Es besteht die Hoffnung, gemeinsam mit der OSI mehr von der OSI anerkannte Lizenzoptionen zu schaffen
- Für Infrastruktur-Software könnte AGPL ausreichend sein (so wie Grafana von Apache2 auf AGPL umgestellt hat)
- Erläuterungen zu Verwirrung und Missverständnissen
- "Die Lizenzänderung war ein Fehler, und Elastic rudert jetzt zurück" - Die Lizenzänderung vor 3 Jahren hat viel Marktverwirrung beseitigt. Durch unser Handeln hat sich vieles verändert
- "AGPL ist kein echtes Open Source" - AGPL ist eine weithin genutzte, von der OSI anerkannte Lizenz. MongoDB und Grafana nutzen AGPL
- "Elastic ändert die Lizenz, weil es dem Unternehmen nicht gut geht" - Wir sind stolz auf die Umsetzungskraft unserer Produkte und Teams. Wir denken langfristig, und diese Änderung ist Teil davon
Meinung von GN⁺
- Dass Elastic Elasticsearch und Kibana nun wieder Open Source macht, dürfte den Nutzern große Vorteile bringen. Die zusätzliche AGPL-Lizenzoption wird voraussichtlich zur Belebung des Open-Source-Ökosystems beitragen.
- Wegen der früheren Probleme mit AWS musste die Lizenz damals zwangsläufig geändert werden, doch nach 3 Jahren hat sich die Lage verbessert, sodass nun eine Rückkehr zu Open Source möglich ist. Das zeigt aus unserer Sicht, dass Elastic an Open Source festgehalten hat.
- Auch andere Open-Source-Unternehmen in ähnlichen Situationen sollten hoffentlich wie Elastic den Open-Source-Gedanken nicht aufgeben, auf bessere Rahmenbedingungen warten und dann den Mut haben, wieder zu Open Source zurückzukehren.
- Wenn solche Lizenzwechsel sich allerdings wiederholen, kann das aus Nutzersicht verwirrend sein. Künftig scheint es nötig, von Anfang an eine klare Open-Source-Strategie festzulegen und konsequent beizubehalten.
- Zu den Wettbewerbern von Elastic gehören die Open-Source-Suchmaschinen Apache Lucene/Solr, die kommerzielle Enterprise-Suchplattform Algolia und OpenSearch. Im Vergleich dazu hat Elastic den Vorteil, Open-Source-freundlich zu sein und zugleich kommerzielle Services anzubieten.
- Insgesamt dürfte es eine positive Entwicklung für Nutzer, das Open-Source-Ökosystem und auch für Elastic selbst sein, dass Elasticsearch wieder Open Source ist. Wir hoffen, dass Elastic Open Source auch künftig weiter voranbringt.
2 Kommentare
Wegen dieser Auswirkungen ist der Aktienkurs wohl um 25 % gefallen.
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