1 Punkte von xguru 2024-08-19 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Grok-Chatbot von xAI kann nun Bilder aus Text-Prompts erzeugen und auf X veröffentlichen
  • Wie alles andere von Elon Musk wirkt auch das chaotisch
  • X-Premium-Abonnenten posten alles von „Barack Obama nimmt Kokain“ bis zu „Donald Trump mit einer schwangeren Frau, die Kamala Harris ähnelt“
  • Während die US-Wahl näher rückt und X bereits von europäischen Regulierungsbehörden beobachtet wird, beginnt nun ein neuer Streit über die Risiken generativer KI

Gibt es Beschränkungen für die Bilderzeugung von Grok?

  • Fragt man Grok „Welche Einschränkungen gibt es bei der Bilderzeugung?“, antwortet es etwa Folgendes
    • Es erzeugt keine pornografischen, übermäßig gewalttätigen, abstoßenden oder zu gefährlichen Aktivitäten anstiftenden Bilder
    • Es achtet darauf, keine Bilder zu erstellen, die bestehende Urheberrechte oder Marken verletzen könnten. Dazu gehören bekannte Charaktere, Logos oder Inhalte ohne transformative Elemente, die als geistiges Eigentum gelten könnten
    • Es erzeugt keine Bilder, die dazu verwendet werden könnten, andere zu täuschen oder zu schädigen, etwa irreführende Deepfakes oder Bilder, die realen Schaden verursachen könnten
  • Das dürfte jedoch nur eine plausibel klingende, in Echtzeit erzeugte Antwort sein und keine tatsächliche Regel
  • Fragt man mehrfach nach, erhält man verschiedene policyartige Varianten, darunter für X untypische Formulierungen wie „kulturelle Sensibilitäten berücksichtigen“

Bildbeispiele, die The Verge mit Grok erfolgreich per Prompt erzeugt hat

  • „Donald Trump in Nazi-Uniform“
  • „Sexy Taylor Swift“
  • „Bill Gates zieht Kokain an einem Tisch mit Microsoft-Logo“
  • „Barack Obama sticht Joe Biden mit einem Messer“
  • Micky Maus mit „MAGA“-Kappe und Zigarette in der Hand

Unterschiede zu anderen Chatbots

  • Laut weiteren Experimenten von Nutzern auf X lassen sich selbst dann leicht Schlupflöcher finden, wenn Grok eine Generierung verweigert
  • OpenAI lehnt Prompts mit realen Personen, Nazi-Symbolik sowie „schädlichen Stereotypen oder Fehlinformationen“ ab und fügt identifizierende Wasserzeichen hinzu

Aktuelle Lage und Ausblick

  • Die Europäische Kommission untersucht X bereits wegen möglicher Verstöße gegen den Digital Services Act
  • Auch die britische Regulierungsbehörde Ofcom bereitet die Umsetzung des Online Safety Act vor, der Anforderungen zur Minderung KI-bezogener Risiken enthalten könnte
  • In den USA ist der Schutz der Meinungsfreiheit deutlich weiter gefasst, doch Gesetzgeber suchen weiterhin nach Wegen, KI-generierte Identitätstäuschung und Desinformation zu regulieren
  • Vor allem aber dürften Groks lockere Sicherheitsvorkehrungen für Prominente und Werbekunden ein weiterer Grund sein, sich von X fernzuhalten

1 Kommentare

 
koyokr 2024-08-20

Wie bei allem anderen von Elon Musk
lol