2 Punkte von GN⁺ 2024-08-05 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Kindle als E-Ink-Monitor verwenden

  • Schritt 1: Kindle jailbreaken

    • Es ist empfehlenswert, den Anweisungen im LanguageBreak-Thread auf mobileread.com zu folgen
    • Ich habe es ohne die LanguageBreak-Anleitung direkt versucht, aber das LanguageBreak-GitHub-Repository war beim Debugging sehr nützlich
    • Egal wie man den Jailbreak durchführt, entscheidend ist der Zugriff auf die Root-Shell
  • Schritt 2: Listener-Server auf dem Kindle einrichten

    • Ich habe ein Go-Programm geschrieben, das auf Port 8000 Dateien empfängt und eips aufruft
    • Wenn das Go-Programm zum Beispiel eine JPG-Datei empfängt und unter /tmp/img.jpg speichert, kann man das Bild mit folgendem Befehl per Teilaktualisierung auf den Bildschirm zeichnen:
      • eips -g /tmp/img.jpg -w gc16 -x 128 -y 0
    • Für die Bedeutung der Flags siehe das eips-Wiki
    • Vor dem ersten Frame ist es empfehlenswert, den Bildschirm mit eips -c zu löschen
    • Ich habe den Go-Quellcode verloren, aber er war sehr einfach und hatte weniger als 30 Zeilen
  • Schritt 3: Bildschirmaufnahme + ImageMagick

    • Unter macOS habe ich ein Skript geschrieben, das den Bildschirm wiederholt mit screencapture aufnimmt, das Bild mit ImageMagick in die vom Kindle bevorzugte Form, Größe und Farbtiefe umwandelt und es dann per usbnet mit netcat sendet
      • /usr/sbin/screencapture -C -x /tmp/orig.png
      • convert /tmp/orig.png -rotate 270 -resize '810x1448!' -type GrayScale -depth 8 -colors 256 /tmp/gray.jpg
      • cat /tmp/gray.jpg | nc -w 0 192.168.15.244 8000
    • Auflösung und Port müssen an den Listener-Server angepasst werden
  • Schritt 4: ???

    • Ich habe das gestern Abend zum Spaß ausprobiert, und bei Performance und Benutzerfreundlichkeit gibt es viel Raum für Verbesserungen
    • Es ist sehr ineffizient, für jeden Frame eine vollständige JPEG-Datei zu senden, da die Deltas zwischen aufeinanderfolgenden Frames meist leer und stark komprimierbar sind
    • Auch ohne Codecs wie h.264 oder Protokolle wie VNC neu zu erfinden, lässt sich das mit vorhandenen Tools schnell verbessern
    • Viel Spaß dabei!
  • Weitere nützliche Materialien

Zusammenfassung von GN⁺

  • Dieser Beitrag erklärt, wie man einen Kindle als E-Ink-Monitor verwendet
  • Er umfasst die Schritte Jailbreak, Einrichtung eines Listener-Servers sowie Bildschirmaufnahme und Bildkonvertierung
  • Bei Performance und Benutzerfreundlichkeit gibt es noch viel Raum für Verbesserungen
  • Er ist nützlich für alle, die ihren Kindle kreativ einsetzen möchten
  • Andere Projekte mit ähnlicher Funktion sind etwa VNC oder verschiedene Remote-Desktop-Lösungen

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-08-05
Hacker-News-Kommentare
  • Noch interessanter wäre: Es wäre noch interessanter, wenn geteilt würde, wie das auf anderen Plattformen umgesetzt wurde, statt nur für Kurzform-Inhalte.
  • Ähnliches Projekt: Ich habe ein ähnliches Projekt umgesetzt und mit HDMI den OK Monitor gebaut.
  • Kaleido3-Test: In den letzten Tagen habe ich Android + Kaleido3 für allgemeine Zwecke getestet.
    • Kaleido3 ist sehr gut nutzbar.
    • Dank der neuesten Waveforms und des richtigen Dithering-Algorithmus ist sogar Videokonsum möglich (mit hoher Bildrate).
    • Termux stellt Compiler/Interpreter bereit, sodass auch Programmieren möglich ist.
  • Termux-X11: Ermöglicht es, Desktop-Linux nativ auf einem Android-Gerät zu verwenden.
    • Dadurch kann man das bereits im Tablet eingebaute aktive Computersystem nutzen, ohne ein E-Ink-Display als Monitorgerät verwenden zu müssen.
  • Kindle-Jailbreak: Für alle, die ihren Kindle jailbreaken möchten, ist das Forum „mobileread“ ein guter Ausgangspunkt.
  • Perfektes Demo-Video: Danke für das perfekte Demo-Video.
  • Kein Jailbreak nötig: Man kann einfach den internen Browser des Kindle verwenden, um Desktop-Screenshots zu streamen.
  • Preis von E-Ink-Displays: Es stellt sich die Frage, ob E-Ink-Displays günstiger werden könnten.
    • Die grundlegenden Patente laufen bald aus.
  • Einfacher Weg: Ein Boox-Reader mit der App Superdisplay ist der einfache Weg.
  • Refresh-Rate: Die Refresh-Rate ist unklar, aber beim Kindle ist sie nicht schneller als 0,5 fps.
  • Apple Books: Wenn man Apple Books auf dem Kindle nutzen könnte, würde ich eine Million Dollar dafür bezahlen.