Entwickler arbeiten anders als normale Menschen.
Sie sind faul. Aber bei der Arbeit ist diese Faulheit ein Feature, kein Bug.
Diese Faulheit ermöglicht Zusammenarbeit in großem Maßstab, gewinnt Erkenntnisse aus Daten und automatisiert Aufgaben, die man mehr als einmal erledigen muss.
Wir treten in eine Ära ein, in der wir alle mehr wie Entwickler arbeiten sollten.
Das hat große Auswirkungen sowohl auf den Kauf als auch auf die Entwicklung von Software.
Ein Vortrag, der einen Ausblick auf die Zukunft von Enterprise-Software gibt.
Bei der Developer's Way geht es nicht darum, programmieren zu lernen, sondern ein Mindset zu entwickeln.
- Vier zentrale Mantras
#1 Zusammenarbeit in großem Maßstab: Synchrones/asynchrones Zusammenarbeiten mit Versionskontrollsystemen ist möglich
#2 Low-Latency-Kommunikation: Ideen im Kopf möglichst schnell als Befehle an den Computer übermitteln => Kommandozeile, Shortcuts, Snippets
#3 Nutzung unbegrenzten Speicherplatzes und von Computerressourcen: Alles als Logs speichern und jederzeit durchsuchen und abrufen können.
#4 DRY ( Don't Repeat Yourself ): Wiederkehrende Aufgaben so gestalten, dass sie wiederverwendbar sind
Es erscheinen bereits Softwareprodukte, die diese vier Paradigmen nutzen.
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SuperHuman ( #2,#4 ): Wenn man jede Woche ähnliche E-Mails verschicken muss, lassen sich Snippets über die Kommandozeile aufrufen und leicht wiederverwenden
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Command E ( #2 ) : Enterprise Search, Suche in allen SaaS-Anwendungen aus dem per Cmd-E geöffneten Fenster
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ChartHop ( #1,#3 ): Versionsverwaltung für das Organigramm eines Unternehmens. The Organization as Software
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People.ai ( #3 ): Automatisiertes CRM-Datenerfassungstool. Scannt E-Mails/Kalender und macht daraus CRM-Daten
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Polarity ( #1,#3): Erfasst alle arbeitsbezogenen Daten auf dem Bildschirm, erkennt Daten, die geteilt werden sollten, und schafft geteiltes Wissen zwischen Teammitgliedern.
Während Mobile-First-Digital-Natives in die Unternehmen kommen, sind ihre Anforderungen an die Qualität von Software sehr hoch.
Frühere Enterprise-Tools waren grob und langsam. Aber in den letzten Jahren haben diese digitalen Generationen zunehmend Budgetverantwortung bekommen.
Deshalb brauchen Unternehmen solche leistungsstarken Tools, und genau solche Software muss entwickelt werden.
Die Enterprise-Software der Zukunft sollte nicht nur Entwickler, sondern alle zu Power-Usern machen und Werkzeuge zur Steigerung der Produktivität sein.
"Every User is a Power User"
1 Kommentare
Das ist ein kurzer Vortrag von 16 Minuten. Ich habe ihn aber wirklich mit großem Vergnügen gesehen.
Dabei dachte ich auch: Unternehmenssoftware entwickelt sich also schon so weit.
Ich hoffe wirklich, dass sich auch hierzulande nun eine Situation ergibt, in der die digitale Generation Einfluss auf Budgets bekommt und B2B-SaaS-Software kräftig einkauft.
Links zu den 5 im Vortrag verwendeten B2B-SaaS-Angeboten
https://superhuman.com/
https://getcommande.com/
https://www.charthop.com/
https://people.ai/
https://www.polarity.io/