Die Softwarekrise
(wryl.tech)Die Softwarekrise
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Was ist die Softwarekrise?
- Der Begriff „Softwarekrise“ wurde erstmals 1968 auf der ersten NATO-Konferenz zur Softwaretechnik verwendet
- Diese Konferenzen gehörten zu den frühen Bemühungen, Programmierpraktiken zu definieren und zu systematisieren
- Die letzte NATO-Konferenz zur Softwaretechnik fand ungefähr zur Zeit des Starts von Apollo 11 im Jahr 1969 statt
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Ursachen der Softwarekrise
- Der Turing-Preisträger von 1972, Edsger Dijkstra, erklärte die Ursache der Softwarekrise mit der zunehmenden Komplexität und Geschwindigkeit der Hardware
- „Je leistungsfähiger die Maschinen werden, desto größer werden auch die Probleme des Programmierens“ – Edsger Dijkstra
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Die heutige Softwarekrise
- Heute wird nicht mehr häufig über die Softwarekrise gesprochen
- Man geht davon aus, dass das Problem durch die Entwicklung neuer Sprachen und Organisationsmethoden gelöst wurde
- Dies könnte jedoch eher aus einem Gefühl der Niederlage und Akzeptanz entstehen als aus wirklicher Erleichterung
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Das Problem der Abstraktion
- Es gab verschiedene Versuche, die Softwarekrise zu lösen, doch die meisten wollten das Problem durch „Abstraktion“ bewältigen
- Abstraktion bietet ein gewisses Maß an Unabhängigkeit, allerdings auf Kosten der Leistung
- Seit der Kommerzialisierung des Personal Computers ist Abstraktion zur grundlegenden Denkweise geworden
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Die Kluft zwischen Entwicklern und Nutzern
- Die Softwarekrise betrifft nicht nur die Menschen, die Software entwickeln, sondern auch diejenigen, die sie benutzen
- Nutzer haben fast keine Kontrolle über das hinaus, was der Autor bereitstellt
- Alan Perlis: „Wenn du eine gute Idee hast, solltest du bereit sein, Verantwortung zu übernehmen“
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Der Mangel an Verantwortung
- Softwarehersteller entziehen sich der Verantwortung für die Werkzeuge, die sie geschaffen haben
- Mit fortschreitender Kommerzialisierung hat sich diese Tendenz verstärkt
- Abstraktion wird als Werkzeug genutzt, um schwieriges Nachdenken zu vermeiden
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Lösungsansatz
- Die Lösung der Softwarekrise ist nicht die Rückkehr zu stärker eingeschränkten Plattformen, sondern die Zahl der Abstraktionsebenen zu begrenzen und Informationserhalt zu verlangen
- Programmiermodelle, Benutzeroberflächen und die zugrunde liegende Hardware sollten flach und kombinierbar sein
- Die Nutzer der Werkzeuge sollten befähigt werden
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Aktuelle Bewegungen
- Es gibt Bewegungen wie Handmade, Permacomputing und Retro-Computing, die das Bewusstsein für die Softwarekrise schärfen wollen
- Diese gegenkulturellen Bewegungen sind ein gesundes Signal und deuten darauf hin, dass sich die Lage verbessern könnte
Zusammenfassung von GN⁺
- Die Softwarekrise ist ein Problem, das durch die zunehmende Komplexität und Geschwindigkeit der Hardware entstanden ist
- Heute versucht man, das Problem durch Abstraktion zu lösen, allerdings auf Kosten der Leistung
- Softwarehersteller entziehen sich der Verantwortung für die von ihnen geschaffenen Werkzeuge, und diese Tendenz wird durch die Kommerzialisierung verstärkt
- Die Lösung besteht darin, die Zahl der Abstraktionsebenen zu begrenzen und Informationserhalt zu verlangen
- Bewegungen wie Handmade und Permacomputing schärfen das Bewusstsein für die Softwarekrise
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