- Claude 3.5 Sonnet ist derzeit das beste Modell im Bereich der konversationellen KI.
- Claude 3.5 Sonnet kann kostenlos auf Claude.ai und in der Claude-iOS-App genutzt werden. Für höhere Nutzungslimits ist auch ein Abonnement möglich.
- Die Inhalte wurden unter bestmöglicher Beibehaltung der Dokumentstruktur zusammengefasst und mit Markdown übersichtlich aufbereitet.
- Es ist doppelt so schnell wie Claude Opus und zudem günstiger.
- Mit der neuen Funktion Artifacts können Code, Dokumente, Website-Designs und mehr in einem separaten Fenster in Echtzeit angezeigt und bearbeitet werden.
- OpenAI, Google DeepMind und Anthropic entwickeln zwar weiterhin leistungsstarke große Modelle, doch der aktuelle Trend geht zu Modellen, die schnell, günstig und zugleich leistungsfähig sind.
Benchmark- und Bewertungsergebnisse
- In vielen Benchmarks zeigt es bessere Leistungen als bisherige Modelle. Besonders bei GPQA liegt es mit großem Abstand auf Platz 1.
- In einer funktionalen Coding-Bewertung mit Artifacts löste es 64 % der Aufgaben und übertraf damit das Vorgängermodell (38 %) deutlich.
- Auch in Expertenbewertungen aus verschiedenen Bereichen wie Recht, Finanzen und Philosophie erzielte es mit 82 % bis 73 % eine hohe Gewinnrate.
- Die visuelle Erkennungsfähigkeit wurde ebenfalls verbessert; durch zusätzliche Prompts ist das Modell so ausgelegt, dass Funktionen zur Gesichtserkennung eingeschränkt werden.
Neue Funktion Artifacts
- Mit Artifacts lassen sich in einem Fenster neben dem Gespräch Code, Dokumente, Webdesigns und mehr in Echtzeit erstellen und bearbeiten.
- Dies wird als erster Schritt von konversationeller KI hin zu einer kollaborativen Arbeitsumgebung bewertet.
- Künftig könnte dies Teamarbeit unterstützen und sich zu einem Tool für organisationsweites Wissensmanagement entwickeln.
Prüfung von Sicherheit und Ethik
- Claude 3.5 Sonnet bleibt auf ASL-2-Niveau und verfügt daher noch nicht über Fähigkeiten, die Anlass zur Sorge geben würden.
- Das britische AI Safety Institute (UK AISI) führte vor der Veröffentlichung eine Sicherheitsbewertung durch.
- Auch bei der Verweigerungsrate zeigt es Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell.
- Es bleibt bei dem Grundsatz, keine Nutzerdaten für das Modelltraining zu verwenden.
- Bei der Entwicklung von Frontier-Technologien wird eine zurückhaltende Haltung eingenommen, ohne jedoch ein klares Versprechen abzugeben.
Auswirkungen auf das Software Engineering
- Claude 3.5 Sonnet verbessert die Coding-Arbeit von Engineers deutlich. Es hilft automatisch bei Problemen und übernimmt sogar Dokumentation.
- Die Erfolgsquote beim Bestehen von Pull-Request-Tests verbesserte sich stark: von 38 % bei Opus auf 64 % bei Sonnet.
- Auch intern bei Anthropic nutzen sowohl Nichtfachleute als auch erfahrene Engineers Claude, um viel Zeit zu sparen.
- Es dürfte die Arbeitszeit von Engineers erheblich verkürzen und Coding für praktisch alle leichter zugänglich machen.
- Es ist zu erwarten, dass sich die Produktivitätssteigerung im Engineering durch KI-Technologien weiter beschleunigt.
Grenzen des Modells
- Bei einigen bekannten Rätseln oder Spielen macht es weiterhin Fehler; mit zusätzlichem Kontext kann es diese teils lösen.
- Es könnte anfällig für ausgefeilte Täuschungen oder Angriffe sein.
- Es scheint sich darauf zu konzentrieren, die allgemeine Schlussfolgerungsfähigkeit zu verbessern, statt an einzelnen Problemtypen hängenzubleiben.
- Es nutzt weiterhin von Menschen erzeugtes Wissen; grundlegende Grenzen bestehen also fort.
Reaktionen der Nutzer
- In Fachgebieten wie Physik, Chemie und Maschinenbau zeigt es bemerkenswerte Leistungen.
- Zahlreiche Anwendungsfälle für Artifacts entstehen bereits, etwa bei der Erzeugung von SVG-Bildern, der Web-App-Entwicklung oder 3D-Simulationen.
- Andererseits gibt es weiterhin die Ansicht, dass es menschliche Kreativität noch nicht übertrifft.
Meinung von GN⁺
- Mit dem Erscheinen von Claude 3.5 Sonnet hat die konversationelle KI einen wichtigen Wendepunkt in ihrer Entwicklung erreicht.
- Geschwindigkeit und Kosten wurden deutlich verbessert, sodass die Einsatzmöglichkeiten in vielen Bereichen zunehmen dürften. Besonders im Software Engineering wird ein großer Beitrag zur Produktivitätssteigerung erwartet.
- Die Funktion Artifacts zeigt das Potenzial, sich über reine Gespräche hinaus zu einem kollaborativen Werkzeug für reale Arbeitsprozesse zu entwickeln. Langfristig könnte daraus auch ein Wissensmanagementsystem für Unternehmen werden.
- Die Bemühungen von Anthropic in Bezug auf Sicherheit und Ethik sind hoch anzuerkennen. Perfekt ist das System jedoch noch nicht, weshalb fortlaufende Forschung und Überwachung notwendig bleiben.
- Da sich der Wettbewerb mit anderen großen Modellen wie GPT-4 weiter beschleunigt, dürfte auch die Entwicklung der KI-Technologie noch schneller voranschreiten. Langfristig lässt sich selbst die Möglichkeit der Entwicklung einer AGI auf menschlichem Niveau nicht ausschließen.
- Insgesamt gilt Claude 3.5 Sonnet derzeit als die beste konversationelle KI. Es dürfte erheblich zur Produktivitätsrevolution bei Einzelpersonen und Unternehmen beitragen, zugleich ist aber auch Vorbereitung auf die gesellschaftlichen Auswirkungen nötig.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Projektfunktionen: Die Projektfunktionen von Anthropic sind nützlich, und es ist gut, dass man mehrere Projekte gleichzeitig bearbeiten kann. Allerdings kann sich das Kontextfenster für jedes Projekt klein anfühlen. Für die Zukunft wird ein größeres Kontextfenster erhofft.
Claude 3.5 Sonnet: Die Coding-Fähigkeiten von Claude 3.5 Sonnet sind sehr beeindruckend. Es hilft professionellen Programmierern, schneller zu arbeiten. Für hochwertigen Code sind jedoch detaillierte Anweisungen und eine Bewertung der Ergebnisse nötig.
Coding-Experiment: Es wurde ein Coding-Experiment mit der API von Anthropic durchgeführt, und mehr als 95 % des Projekts wurden von Claude geschrieben. Das Ergebnis ist von hoher Qualität.
Konsistenz von Sonnet 3.5: Sonnet 3.5 ist sehr konsistent und liefert stabilere Antworten als frühere Modelle. Das ist ein großer Fortschritt.
Bewertung der Coding-Fähigkeiten: Die Coding-Fähigkeiten von GPT-4 sind nicht zufriedenstellend. Da die Antwortgeschwindigkeit langsamer geworden ist, werden andere Optionen geprüft.
KI-Vergleich: Claude klingt menschlicher und ist stark bei Datenfragen. GPT-4 ist bei logischem Schlussfolgern überlegen. Preis und Ausgabegeschwindigkeit sind ähnlich.
Benchmark-Grafik: Der Behauptung, dass sich die Benchmark-Grafik beschleunigt, wird nicht zugestimmt. Es werden detailliertere Grafiken benötigt.
Kontosperrung: Bei Anthropic Sonnet wurde ein Konto nach einer automatischen Überprüfung gesperrt. Dadurch wird ein OpenAI-Abonnement bevorzugt.
Spitzentechnologie: Das derzeitige wettbewerbsintensive Umfeld der KI-Entwicklung ist spannend. Es macht Freude, diese Zeit direkt zu erleben.
Zusammenfassungsfunktion von KI: Es ist sehr nützlich, dass KI verschiedene Designoptionen und neue Tech-Stacks zusammenfasst. Zusammen mit Codebeispielen sind die Gesprächskosten günstig.
Annäherung der ML-Modelle nach oben: Wenn derselbe Datensatz verwendet wird, entstehen Modelle mit ähnlicher Leistung. Die Daten können den Unterschied in der Modellleistung ausmachen. ML-Techniken sind weiterhin weitgehend gemeinsam.