- Neue Optionen namens PerSourcePenalties und PerSourcePenaltyExemptList wurden in
sshd(8) eingeführt
- PerSourcePenalties: Funktion zum Erkennen und Ahnden anomalen Client-Verhaltens
- PerSourcePenaltyExemptList: Funktion, mit der bestimmte Client-Adressen von Ahndungen ausgenommen werden können
Erkennung und Ahndung anomalen Verhaltens
sshd(8) erkennt anomales Verhalten wie wiederholte Authentifizierungsfehler durch Clients oder Versuche, sshd zum Absturz zu bringen.
- Wird ein solches Verhalten erkannt, wird die Client-Adresse sanktioniert, indem Verbindungen für eine bestimmte Zeit abgewiesen werden.
- Bei wiederholten Verstößen verlängert sich die Sanktionsdauer.
Standardeinstellungen und Hinweise
- PerSourcePenalties ist standardmäßig deaktiviert, soll aber bald standardmäßig aktiviert werden. (ab OpenBSD 7.6)
- Wenn viele Nutzer hinter einem NAT-Block oder Proxy zugreifen, kann legitimer Traffic blockiert werden.
- In
sshd_config(5) sollten die Optionen PerSourcePenalties, PerSourcePenaltyExemptList und PerSourceNetBlockSize passend zur eigenen Umgebung angepasst werden.
Meinung von GN⁺
- Mehr Sicherheit: Diese Funktion kann die Sicherheit erhöhen, indem sie anomale Zugriffsversuche wirksam blockiert.
- Einfache Verwaltung: Da es eine Option gibt, bestimmte Clients von Sanktionen auszunehmen, wird die Administration erleichtert.
- Vorsicht in NAT-Umgebungen: Wenn viele Nutzer in einer NAT-Umgebung dieselbe IP verwenden, können auch legitime Nutzer blockiert werden.
- Standardmäßig aktiviert: Bei einer Aktivierung per Standard kann es zu unerwarteten Blockierungen kommen, daher sollten Administratoren die Konfiguration vorab prüfen.
- Ähnliche Funktionen in der Branche: Auch andere SSH-Server-Software bietet ähnliche Sicherheitsfunktionen, daher kann je nach Bedarf ein Vergleich sinnvoll sein.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
sshdnicht noch mehr Code hinzufügen.sshdsind unprinzipielle Sicherheitsansätze. Es wird empfohlen, Logins nur aus vertrauenswürdigen Netzwerken zuzulassen.