Vorstellung des Spiels A Slower Speed of Light
- A Slower Speed of Light ist ein First-Person-Spiel, in dem sich die Spielerin oder der Spieler durch einen 3D-Raum bewegt und Orbs einsammelt, die die Lichtgeschwindigkeit verringern
- Es verwendet Open-Source-Grafikcode für Relativität, um die Lichtgeschwindigkeit im Spiel an die maximale Gehgeschwindigkeit der Spielfigur anzunähern
- Dabei treten für die Spielenden nach und nach visuelle Effekte der speziellen Relativität auf, wodurch der Schwierigkeitsgrad des Gameplays steigt
- Zu den in Echtzeit gerenderten Effekten gehören der Doppler-Effekt, der Scheinwerfer-Effekt, Zeitdilatation, Lorentz-Transformationen und Laufzeiteffekte
- Die Spielenden können über Twitter ihren Lernfortschritt und ihre Erfahrungen mit dem Spiel teilen
- Das Spiel verbindet zugängliches Gameplay und ein Fantasy-Setting mit Forschung in theoretischer und computergestützter Physik und bietet so eine didaktisch wertvolle Erfahrung
Vorstellung des OpenRelativity-Toolkits
- A Slower Speed of Light wurde mit OpenRelativity entwickelt, einem Open-Source-Toolkit für die Spielentwicklungsumgebung Unity
- OpenRelativity kann Spieleentwicklern, Lehrkräften und physikinteressierten Menschen helfen, Experimente zu erstellen, zu testen und zu teilen, mit denen sich Effekte der speziellen Relativität erforschen lassen
Systemanforderungen zum Ausführen des Spiels
- Intel Core 2 Duo T9900 oder Core i7 (2,8 GHz Taktfrequenz)
- Windows 7, Mac OS X 10.6.8 oder höher, Linux (Ubuntu 13)
- AMD Radeon HD 6970M/AMD Mobility Radeon HD 4850/Nvidia GeForce 9600M GT
- 8 GB RAM
Meinung von GN⁺
- Das Spiel kann für Menschen, die sich für das Lernen von Physik interessieren, eine spannende und lehrreiche Erfahrung bieten. Es kann eine Gelegenheit sein, Konzepte der speziellen Relativität durch ein Spiel intuitiv zu verstehen
- Da es physikalische Simulationen behandelt, ist ein leistungsstarker Computer erforderlich; für Nutzerinnen und Nutzer von Einstiegsgeräten könnte flüssiges Spielen schwierig sein
- Um Gameplay und physikalische Phänomene wirksam zu verknüpfen, ist sorgfältiges Design erforderlich. Wenn das Spielerlebnis langweilig oder nicht intuitiv ist, kann der Lerneffekt deutlich geringer ausfallen
- Positiv ist, dass Entwickler und Lehrkräfte mit dem OpenRelativity-Toolkit verschiedene physikalische Experimente erstellen können. Es könnte im STEM-Unterricht nützlich eingesetzt werden
- Es wäre auch eine Anbindung an andere Open-Source-Tools wie Processing oder OpenFrameworks denkbar. Dadurch könnten mehr Möglichkeiten entstehen, physikalische Phänomene auf unterschiedliche Weise zu visualisieren und mit ihnen zu interagieren
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentar
Einige interessante Spiele und Bücher können dabei helfen, die spezielle Relativitätstheorie besser zu verstehen:
George Gamows "Mr Tompkins in Wonderland" hilft dabei, eine Intuition für die spezielle Relativitätstheorie zu entwickeln, indem es untersucht, wie die Welt aussehen würde, wenn die Lichtgeschwindigkeit 10 Meilen pro Stunde betrüge.
"Velocity Raptor" (2012) ist ein Spiel über ein Abenteuer in einem 2+1-dimensionalen Raum. Es wurde von Flash auf HTML5 portiert und kann immer noch online gespielt werden. Es gibt allerdings die Warnung, dass jemand beim Spielen auf einem 27-Zoll-iMac so starke Übelkeit bekam, dass er zwei Tage lang krank war.
"Hyperbolica" ist ein Spiel, in dem man eine 3D-Welt aus hyperbolischer und sphärischer Geometrie erkundet, und ein weiteres Beispiel dafür, wie Mathematik/Physik durch Gameplay vermittelt werden kann.
Solche Spiele sind interessante Konzepte, können aber bei längerem Spielen Übelkeit auslösen.
Es gäbe noch Raum für Weiterentwicklungen, etwa wie eine Spielversion der allgemeinen Relativitätstheorie aussehen könnte oder was passieren würde, wenn man sich 1/137 der Lichtgeschwindigkeit nähert.
Es gibt auch die Meinung, dass es spannend wäre zu sehen, welche besonderen Phänomene bei speziellen Verhältnissen auftreten, etwa wenn die Lichtgeschwindigkeit 2 m/s beträgt und sich ein Objekt mit 1 m/s bewegt, also genau mit der halben Lichtgeschwindigkeit.