Kürzere Prompts liefern bei der Nutzung von GPT bessere Ergebnisse
- GPT wird eher verwirrt, wenn man im Prompt Inhalte übermäßig explizit macht, die es bereits als Allgemeinwissen kennt
- Zum Beispiel liefert bei der Aufgabe, im Text erwähnte Bundesstaaten zu klassifizieren, die einfache Bitte um den Namen des Bundesstaats genauere Ergebnisse als das Bereitstellen einer Liste aller 50 Bundesstaaten
Mit der Chat API von OpenAI allein lassen sich bereits ausreichend vielfältige und leistungsstarke Funktionen umsetzen
- Auch ohne zusätzliche Tools wie Langchain lassen sich benötigte Funktionen wie etwa JSON-Extraktion allein mit der Chat API einfach implementieren
- Beim Upgrade auf ein neues GPT-Modell muss im Codebestand oft nur eine einzige Zeichenkette geändert werden
- Es reicht, eine einfache Logik für Fehlerbehandlung und Eingabelängenbegrenzungen der OpenAI API hinzuzufügen
Es ist schwierig, Fälle zu behandeln, in denen GPT nichts findet
- In Prompts wie „Wenn nichts gefunden wird, gib einen leeren Wert zurück“ erfindet GPT oft dennoch etwas oder wird unsicher
- Die Lösung besteht darin, gar keinen Prompt an GPT zu senden, wenn die Eingabe leer ist
GPT kann nur Ausgaben mit begrenzter Länge erzeugen
- GPT-4 hat ein Eingabelimit von 128k Tokens, aber das Ausgabelimit beträgt nur 4k Tokens
- Wenn man eine Liste von JSON-Objekten anfordert, kann GPT stabil nur schwer mehr als 10 Elemente erzeugen
Vektordatenbanken sowie RAG/Embeddings helfen für allgemeine Anwendungsfälle nicht besonders viel
- Für andere Zwecke als Suche funktioniert RAG nicht besonders gut
- Wegen der schwierigen Relevanzbewertung, Problemen bei der Datenisolierung und sinkender Nutzerzufriedenheit ist der praktische Nutzen begrenzt
- Für allgemeine Suche sind Facettensuche mit GPT oder die Erzeugung komplexer Queries besser geeignet
GPT erzeugt praktisch keine Halluzinationen
- Bei Aufgaben zur Extraktion von Informationen aus gegebenen Texten liefert GPT sehr zuverlässige Ergebnisse
- Wenn im Text jedoch keine entsprechenden Informationen vorhanden sind, kann es dennoch etwas erfinden
- Deshalb ist es wichtig, ausreichend Kontext bereitzustellen und mit den Antworten von GPT sorgfältig umzugehen
Meinung von GN⁺
- Mit Transformer-Modellen, Webdaten und großer Infrastruktur allein dürfte AGI schwer zu erreichen sein
- GPT-4 ist eindeutig nützlich, aber für weitere Fortschritte scheint eine Innovation in der Modellarchitektur selbst nötig zu sein
- Alternativen zu OpenAI scheinen bislang noch nicht an GPT heranzureichen, daher bleibt am Ende vor allem das nächste GPT-Upgrade im Fokus
- Es wird erwartet, dass die Leistung von GPT-5 gegenüber GPT-4 nicht auf einem revolutionären Niveau liegen wird. Der Nutzen im Verhältnis zu den Kosten scheint an seine Grenzen zu stoßen
- Deshalb wirkt es vorerst realistisch, sich mit GPT-4 auf optimales Prompt-Design und praktische Anwendungen zu konzentrieren
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