Die Wahrheit über Cloud-Kosten
- Es gibt die Wahrnehmung, dass Cloud-Services günstig seien, doch in der Praxis besteht die Möglichkeit, dass Nutzer überhöhte Kosten zahlen.
- AWS erwirtschaftet den Großteil der Gewinne von Amazon, was bedeuten könnte, dass Cloud-Services tatsächlich teuer sind.
Berechnungen ausgehend von First Principles
- Wenn man eine der Top-1000-Websites bauen möchte, etwa wie businessinsider.com, braucht man ungefähr 200 Mio. Besucher pro Monat und 400 Mio. Page Views.
- Allein mit HTML-Dokumenten werden monatlich 30 TB Bandbreite benötigt, doch das sind nur 11 MB/s – ein sehr niedriger Maßstab für moderne Hardware.
Latenz verstehen
- Betrachtet man die Lichtgeschwindigkeit, benötigt ein Hin- und Rückweg bis ans andere Ende der Erde etwa 200 ms, tatsächlich sind es aber ungefähr 300 ms.
- Wenn man JS, CSS und Medien über ein CDN ausliefert, kann man 300 ms Serververarbeitungszeit einsparen, was denselben Effekt haben kann, als stünde der Server direkt neben dem Nutzer.
Grenzen von Edge-Technologien
- Edge-Technologien lösen trotz der Weiterentwicklung der zweiten Generation von Serverless-Technik nicht das Datenbankproblem.
- Die meisten komplexen Seiten benötigen Datenbankabfragen, was die Latenz erhöhen kann.
Überlegungen zu den Kosten
- Hetzner.com bietet im Vergleich zu AWS EC2 deutlich günstigere Server- und Bandbreitenkosten.
- Cloud-Anbieter stellen anfangs vieles kostenlos bereit, doch mit der Skalierung steigen die Kosten stark an.
Die realistische Lage
- Abgesehen von speziellen Use Cases können die meisten Websites oder SaaS-Angebote auf einem einzelnen Server laufen; das ist günstiger und einfacher zu warten.
- Man kann SQLite lokal verwenden, CSS, JS und Bilder über ein CDN cachen und mit Server Side Rendering die Performance verbessern.
- Auch ohne komplexes Docker-Setup oder Virtualisierung lässt sich ausreichend skalieren; zudem ist die Verwaltung einfacher und kostengünstiger.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel stellt die verbreitete Annahme infrage, Cloud-Services seien kosteneffizient, und weist darauf hin, dass Nutzer womöglich mehr bezahlen als tatsächlich nötig.
- Im Vergleich zur Kostenstruktur von Cloud-Services zeigt er, dass klassisches Hosting auf einem einzelnen Server weiterhin eine tragfähige Alternative sein kann.
- Er betont, dass Technologien wie Serverless, Docker und horizontale Skalierung nicht in jeder Situation nötig sind und dass ein einfacherer Ansatz manchmal bessere Performance und niedrigere Kosten bringen kann.
- Hervorgehoben wird auch die Bedeutung von Datenbankoptimierung und regionaler Platzierung, was darauf hindeutet, dass sich damit eine gleiche oder sogar bessere Performance als mit Cloud-Services erreichen lässt.
- Bei der Technologiewahl sollte man den tatsächlichen Traffic und die Performance-Anforderungen bewerten und unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten klassisches Server-Hosting als Alternative zur Cloud in Betracht ziehen.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Erfahrungen im Hosting-Geschäft
Fehler in der Traffic-Analyse
Serverfehler und Traffic
Ansatz zur Skalierung von Diensten
Vorteile von AWS
Diskussion über Cloud-Architekturen
SQLite und vertikale Skalierung
Kombination von API und SQLite-Datenbank
Verfügbarkeitsprobleme eines einzelnen Servers
Wechsel in die Cloud und Verfügbarkeit