- Die Redict-Community hat die erste stabile Version von Redict 7.3.0 angekündigt, einem Copyleft-Fork von Redis® OSS 7.2.4
Warum Redict wählen
- Redict konzentriert sich technisch auf Stabilität und langfristige Wartung und darauf, innerhalb seines aktuellen Umfangs Exzellenz zu erreichen
- Redict ist nahezu funktionsvollständig und ist der Ansicht, dass langfristige Zuverlässigkeit für die Nutzer wertvoller ist als Innovation
- Anders als andere Redis®-Forks wie Valkey hat Redict eine Community-zentrierte Kultur, die dem begrenzten Umfang der Software und ihrer langfristigen Stabilität größere Bedeutung beimisst
- Redict kann nützliche Änderungen aus Software übernehmen und daraus Verbesserungen ableiten, sofern die Lizenz dies erlaubt, priorisiert jedoch Stabilität und liefert neue Funktionen erst danach
- Redict verfolgt zudem andere soziale und politische Ziele als andere Forks und legt den Schwerpunkt darauf, Software unabhängig und Community-zentriert zu entwickeln
- Durch die Verwendung der LGPL-Lizenz soll die Software vor weiterer Ausbeutung geschützt werden, während Cloud-Anbieter Redict ihren Kunden bereitstellen können, ohne mit übermäßigen Compliance-Anforderungen konfrontiert zu sein
Danksagung
- Es wird allen persönlich gedankt, die an der Verwirklichung des Redict-Forks beteiligt waren.
- Besonderer Dank gilt Micke Nordin und Hugo für die Arbeit an den Redict-Containern, Lucas Dohmen für die Arbeit an Dokumentation und Website sowie Anna für den hiredict-Fork und dessen Wartung.
- Dank gilt außerdem Redis® OSS, sowohl den kommerziellen als auch den unabhängigen Mitwirkenden. Ihre Arbeit bildet die Grundlage der Redict-Codebasis.
Nächste Schritte
- In der ersten Veröffentlichung liegt der Fokus auf einem sehr konservativen Satz von Änderungen, um maximale Abwärtskompatibilität zu gewährleisten und neuen Nutzern den Umstieg zu erleichtern
- Zu den künftig geplanten Änderungen zählen die Modernisierung des Build-Systems (
muon ist der Hauptkandidat), das Forken des Ökosystems einschließlich der Redis®-Client-Bibliotheken sowie das Entbündeln von Abhängigkeiten wie Lua und jemalloc
- Lucas plant Investitionen in die Redict-Dokumentation, um sie zu einer ausgewählten Referenz für Teilnehmende des Ökosystems zu machen
- Anna plant Änderungen an hiredict, darunter Verbesserungen am Build-System und eine bessere Übereinstimmung mit Unix-Konventionen
- Man ist bereit, Verbesserungen aus der Community zu prüfen, und heißt sowohl unabhängige als auch kommerzielle Nutzer gleichermaßen willkommen
Meinung von GN⁺
- Redict ist ein Projekt auf Basis der Open-Source-Version des bestehenden Redis® mit dem Ziel, Nutzern und Mitwirkenden mehr Freiheit und Stabilität zu bieten. Das könnte für Nutzer attraktiv sein, die Wert auf die Nachhaltigkeit von Open-Source-Software und Community-zentrierte Entwicklung legen.
- Die Einführung der LGPL-Lizenz ist ein Versuch, die Anforderungen kommerzieller Nutzer und der Free-Software-Community ausgewogen zu erfüllen. Dadurch können Cloud-Service-Anbieter rechtliche Probleme minimieren, wenn sie Redict in ihre Dienste integrieren.
- Der konservative Ansatz von Redict bietet bestehenden Redis®-Nutzern einen stabilen Migrationspfad, könnte aber für Nutzer einschränkend sein, die innovative Funktionen schnell einführen möchten.
- Das Projekt zeigt seinen Willen, das Free-Software-Ökosystem zu stärken, indem es statt proprietärer Plattformen wie GitHub auf Infrastruktur auf Basis freier Software wie Codeberg und SourceHut setzt.
- Als Reaktion auf die mögliche Krise, die durch den kommerziellen Verwalter von Redis® entstehen könnte, trifft dieses Projekt eine wichtige Entscheidung für die Zukunft freier Software und könnte damit zu einem bedeutenden Beispiel für die Open-Source-Community werden.
3 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das ist für mich am beeindruckendsten.
Sie konkurrieren also mit Valkey über die Lizenz? Interessant. +_+