Digitale Wallets und der Mythos „Nur Apple Pay kann das“
- Apple Pay ist großartig, aber es scheint einige Missverständnisse darüber zu geben, wie es funktioniert.
- Zahlungen über Apple Pay verbergen die echte Kreditkartennummer und verhindern so, dass Händler Kunden darüber verfolgen.
- Es wird der Unterschied zwischen DPAN und FPAN erklärt. FPAN ist die tatsächliche Nummer, die auf der physischen Karte aufgedruckt ist, und DPAN ist eine dem Gerät zugewiesene eindeutige Nummer.
- DPAN ist vergleichbar mit einem DNS-Record, und jedes Mal, wenn man Apple Pay verwendet, wird ein anderer DPAN erzeugt.
- DPAN ist keine Funktion, die nur Apple Pay bietet, sondern eine Standardfunktion aller digitalen Wallets. Google Pay und Samsung Pay bieten dieselbe Funktion.
- Auch die Buttons von Amazon Pay und Shop Pay verbergen die tatsächliche FPAN vor dem Händler.
- Banken nutzen ebenfalls DPAN über ihre eigenen digitalen Wallets, um die echten Kontonummern zu schützen.
Das Problem der Kundenverfolgung
- Die Behauptung, dass sich der DPAN bei jeder Transaktion ändert, stimmt nicht. Bei aufeinanderfolgenden Transaktionen mit demselben Händler bleibt der DPAN gleich.
- DPAN erschwert es zwar, Transaktionsdaten über mehrere Händler hinweg zusammenzuführen, um Einkaufsgewohnheiten zu erkennen, verhindert aber nicht, dass ein einzelner Händler die Transaktionshistorie eines Kunden verfolgt.
- Im Fall eines Datenlecks ist DPAN für Kunden sicherer. DPAN funktioniert nur, wenn es als Teil eines für jede Transaktion einzigartigen verschlüsselten Bündels übermittelt wird, und kann daher von Hackern nicht verwendet werden.
Die Privatsphäre bei Apple Pay
- Die Vorstellung, dass Apple Pay persönliche Informationen verbirgt, stimmt nicht.
- Durch Tests einer echten Apple-Pay-Transaktion und Prüfung der Berichte auf Händlerebene wurde bestätigt, dass bei einer Transaktion Rechnungs- und Wohnadresse, vollständiger Name und E-Mail-Adresse an den Händler übermittelt werden.
- Das Apple-Pay-SDK erlaubt Händlern auszuwählen, welche persönlichen Informationen sie vom Kunden erhalten möchten.
- Wenn die Apple-Pay-Zahlungskarte angezeigt wird, werden alle auf dieser Karte enthaltenen Informationen an den Händler übertragen.
Fazit
- Apple Pay ist eine großartige Zahlungsmethode und hat maßgeblich dazu beigetragen, digitale Wallets populär zu machen.
- Die von Apple Pay gebotenen Funktionen sind in der Branche nicht einzigartig. DPAN erschwert die Verfolgung von Käufen über mehrere Händler hinweg und schützt Kunden bei Datenlecks.
- Es ist unrealistisch zu erwarten, dass alle verstehen, wie alle digitalen Wallets funktionieren. Es ist hilfreich, diese Informationen zu teilen.
Meinung von GN⁺
- Dieser Artikel hilft dabei, gängige Missverständnisse rund um digitale Wallets auszuräumen. Insbesondere korrigiert er die falsche Wahrnehmung, Apple Pay verfüge über Funktionen, die nur dort angeboten werden.
- Der Artikel trägt dazu bei, Nutzer darüber aufzuklären, wie Technologien wie DPAN zum Schutz der Privatsphäre beitragen und digitale Wallets sicherer nutzbar machen.
- Aus einer kritischen Perspektive betont der Artikel, dass digitale Wallets keine perfekte Datenschutzlösung sind. So wird etwa darauf hingewiesen, dass sie nicht verhindern, dass ein einzelner Händler die Transaktionshistorie eines Kunden verfolgt.
- In der Branche existieren verschiedene digitale Wallets mit ähnlichen Funktionen wie Apple Pay. So bieten etwa Google Pay und Samsung Pay vergleichbare Mechanismen zum Schutz der Kreditkarteninformationen der Nutzer.
- Bei der Einführung solcher Technologien ist es wichtig zu verstehen, welches Maß an Privatsphäre für Nutzer erreicht wird und welches Sicherheitsniveau die Technologie tatsächlich bietet. Ein Vorteil von DPAN besteht darin, dass bei einem Datenleck die Kreditkarteninformationen des Kunden nicht direkt offengelegt werden.
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