2 Punkte von GN⁺ 2024-03-23 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Einführung in Picotron

  • Picotron ist eine Fantasy-Workstation zum Erstellen von Pixel-Art-Spielen, Animationen, Musik, Demos und mehr.
  • Es verfügt über ein Spielzeug-Betriebssystem und läuft auf Windows, MacOS und Linux.
  • Mit integrierten Tools lassen sich Apps erstellen und im speziellen 256k-PNG-Cartridge-Format mit anderen Nutzern teilen.

Picotron-Spezifikationen

  • Display: 480x270 / 240x135, 64 frei definierbare Farben.
  • Grafik: Blend-Tabellen, tline3d, Stencil-Clipping.
  • Audio: 64-Node-Synthesizer und 8-Kanal-Tracker.
  • Code: Lua 5.4, inklusive PICO-8-kompatibler Funktionen.
  • CPU: 8M Lua-VM-Befehle pro Sekunde.
  • Cartridges: .p64.png (256k) / .p64 (unbegrenzt).

Anpassung der Maschine

  • Nutzer können eigene Live-Hintergründe, Bildschirmschoner, Widgets und benutzerdefinierte Tools erstellen und ihren Workflow einrichten.
  • Im BBS kann man sehen, woran andere Cartridge-Autoren arbeiten.

Aktueller Stand von Picotron

  • Picotron befindet sich noch in einer frühen Phase und ist größtenteils mit Klebeband zusammengehalten, aber Runtime und API sind schon recht vollständig.
  • Die aktuelle Binärversion unterstützt grundlegende Bearbeitung von Code, Grafik, Maps und Sound sowie den Export als .p64.png, um Inhalte im BBS zu teilen.
  • Eine Web-Export-Funktion soll bald verfügbar sein.

Picotron-Roadmap

  • Bis Ende März ist Picotron für 11,99 $ erhältlich; danach für 19,99 $ oder für 11,99 $ beim Kauf zusammen mit einer anderen Fantasy-Konsole.
  • Enthalten sind alle zukünftigen Updates sowie DRM-freie Binärversionen für Windows, Mac und Linux.

Meinung von GN⁺

  • Picotron bietet eine einzigartige Umgebung für kreative Arbeit, die Entwicklern und Designern neue Inspiration geben kann.
  • Da sich die Software noch in einem frühen Stadium befindet, kann es Bugs oder Instabilitäten geben; das ist ein wichtiger Faktor für Nutzer.
  • Es gibt auch andere Fantasy-Konsolen mit ähnlichen Funktionen, etwa PICO-8 oder TIC-80; im Vergleich dazu lassen sich die besonderen Funktionen und Vorteile von Picotron betrachten.
  • Die Lua-basierte Entwicklungsumgebung von Picotron kann für Programmieranfänger vertraut wirken und ist für Entwickler mit Lua-Erfahrung noch zugänglicher.
  • Bei der Einführung dieser Technologie sollten Community-Support, Umfang der Ressourcen und Kompatibilität berücksichtigt werden; außerdem gilt es, das originelle kreative Erlebnis von Picotron gegen mögliche Einschränkungen abzuwägen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2024-03-23
Hacker-News-Kommentare
  • Es wird eine positive Erfahrung mit PICO-8 geteilt, verbunden mit dem Hinweis, dass inzwischen zu neuer Retro-Hardware wie CX16, Mega65 und Agon Light gewechselt wurde. Diese Geräte haben physische Einschränkungen bei Board-Design, Chips und I/O-Ports, weshalb hervorgehoben wird, dass neue Maschinen wie Picotron im Rahmen ihrer I/O-Spezifikationen vergleichsweise kompromisslos bleiben. Lua könnte zu langsam sein, um auf echter 8-Bit-Hardware der Pico-Reihe interpretiert ausgeführt zu werden, könnte aber als Grundlage für einen Cross-Compiler dienen, was eine neue Herausforderung darstellt: die optimale Entwicklungsumgebung zu schaffen, die genau den für ein bestimmtes Projekt benötigten Code erzeugt.
  • Picotron macht Spaß, hat aber noch Bugs und kann abstürzen; es gibt noch einiges zu polieren. Es gibt fast keine API-Dokumentation, sodass Leute die globale Lua-Tabelle ausgeben müssen, um herauszufinden, wie man es benutzt.
  • Ein Nutzer, der Pico-8 früher viel verwendet hat, probierte Picotron aus und musste 30 Minuten lang ununterbrochen grinsen, weil es so viel Spaß machte. Wie bei Pico-8 spürt er auch bei Picotron viel Sorgfalt und bewusst gesetzte Beschränkungen. Klone von Pico-8 „verbessern“ diese Einschränkungen, fühlen sich aber nicht befriedigend an. Den Machern von Pico-8 und Picotron wird gedankt.
  • Picotron-Apps können mit eingebauten Tools erstellt und in einem speziellen 256k-PNG-Cartridge-Format mit anderen Nutzern geteilt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass Indie-Software in letzter Zeit dazu neigt, Assets als PNG-Dateien zu verteilen.
  • Pico-8 fühlte sich zu oldschool und instabil an, aber Picotron ruft bei dem Nutzer die eigene Kindheit lebendiger in Erinnerung. Er freut sich darauf, Picotron auszuprobieren.
  • Es gibt eine Frage dazu, ob die bei Picotron angegebene CPU-Geschwindigkeit von 8M Lua-VM-Instruktionen pro Sekunde nur ein grober Richtwert ist oder zur Wahrung der Konsistenz angepasst wurde.
  • Pico-8 war eine Software, deren Nutzung enorm viel Freude gemacht hat, und es wird gespannt erwartet, was die Community damit erschaffen wird. Sowohl Pico-8 selbst als auch die Nutzerprogramme sind im Quelltext offen zugänglich und lehrreich, und weil die Pico-8-Tools sehr ausgereift sind, war der Entwickler gern bereit, dafür zu bezahlen.
  • Es gibt die Meinung, dass Picotron großartig zusammen mit Clockwork-Geräten nutzbar wäre.
  • Es wird erwähnt, dass auf Karton gedruckte QR-Codes, die unter den Slot eines günstigen Lesegeräts geschoben werden, zum 8-Bit-Gefühl beitragen.
  • Es wird die Frage aufgeworfen, ob Mario Paint als „Fantasy-Workstation“ betrachtet werden kann.