- OpenStreetMap steht in diesem Jahr vor einem großen Sprung, indem auf openstreetmap.org Vektor-Tiles eingeführt werden
- Um das Vektor-Tile-Projekt zu leiten, wurde mit Paul Norman eine in den Bereichen Kartografie und Open Data bekannte Persönlichkeit eingestellt
Paul Normans Hintergrund
- Paul Normans Weg begann 2010, als er im xkcd-Forum zufällig auf OpenStreetMap stieß.
- 2013 weitete sich seine Rolle in der Community durch die Arbeit an OpenStreetMap Carto aus.
- Sein Engagement als Freiwilliger in der OSM Foundation, seine Beiträge zu mehreren Arbeitsgruppen und seine Tätigkeit im OSMF-Vorstand unterstreichen seine Verbundenheit mit dem Projekt.
- Er hatte verschiedene einflussreiche Positionen bei MapQuest, CartoDB, der Wikimedia Foundation und Amazon inne, und seine Arbeiten wurden Milliarden Menschen gezeigt.
Die Bedeutung von Vektor-Tiles
- Vektor-Tiles stellen einen wichtigen Fortschritt in der Verarbeitung und Darstellung von Kartendaten dar.
- Während herkömmliche Raster-Tiles statische Bilder sind, speichern Vektor-Tiles Geodaten in einem Format, das dynamisches Styling und Interaktion ermöglicht.
- Nutzer können das visuelle Erscheinungsbild der Karte anpassen, ohne die Daten selbst zu verändern.
Die besondere Karte von openstreetmap.org
- Die Karte auf openstreetmap.org wird nach Bearbeitungen innerhalb weniger Minuten schrittweise und kontinuierlich aktualisiert.
- Diese Feedback-Schleife ist für Mapper ein wichtiger Bestandteil und war der Grund, warum der Autor dieses Blogbeitrags anfangs davon fasziniert war.
- Deshalb muss in einen eigenen Software-Stack für Vektor-Tiles investiert werden.
Veränderungen für Nutzer
- Nutzer werden auf openstreetmap.org einen neuen, modernen Kartenstil und flüssige Zoom-Funktionen erleben können.
- Langfristig soll das Projekt es erleichtern, 3D-Karten, Data Blending und Matching, die Integration anderer Datensätze, thematische Stile, mehrsprachige Karten, verschiedene Ansichten administrativer Grenzen, interaktive Points of Interest und barrierefreie Karten für sehbehinderte Menschen zu erstellen.
Community-Umfrage und strategische Planung
- In der Community-Umfrage von 2021 gab es keine klare Mehrheitsmeinung zu Vektor-Tiles; die Ansichten waren zwischen ehrenamtlich getriebener Entwicklung und der Einbindung von Fachleuten geteilt.
- Seitdem hat sich das Ökosystem weiterentwickelt, sodass sich leichter auf bestehenden Software-Bausteinen aufbauen lässt.
- Das Projekt der Foundation wirkt wie ein vernünftiger Ausgleich zwischen zwei populären Antworten.
- Investitionen in die Kernsoftware sind Teil eines mehrjährigen strategischen Plans.
Die Bedeutung von Spenden
- Die OpenStreetMap Foundation ist auf Spenden angewiesen, um dieses Projekt abzuschließen.
- Wer das Vektor-Tile-Projekt gezielt unterstützen möchte, kann bei einer Spende im Nachrichtenfeld „Vektor-Tiles“ angeben.
- Jede Spende trägt unmittelbar dazu bei, dass OpenStreetMap für alle offen, zugänglich und dynamisch bleibt.
Der Beginn einer spannenden Reise
- Diese spannende Reise hat gerade erst begonnen.
- In künftigen Blogbeiträgen sollen Schema- und Stilfragen noch tiefer behandelt werden.
Meinung von GN⁺
- Die Einführung von Vektor-Tiles bei OpenStreetMap hat das Potenzial, die visuelle Qualität und Funktionalität der Karten zu verbessern und damit die Nutzererfahrung deutlich aufzuwerten.
- Diese Technologie ermöglicht neue Formen der Kartenerstellung und Interaktion, während zentrale OpenStreetMap-Funktionen wie Echtzeit-Updates der Karte erhalten bleiben.
- Diese Weiterentwicklung der OpenStreetMap Foundation ist ein wichtiger Schritt für die Open-Source-Kartierungs-Community und dürfte sowohl den technischen Fortschritt als auch das Wachstum der Community fördern.
1 Kommentare
Zugehörige Diskussion im OSM-Community-Forum
Ich halte das für gut, weil sich damit der Netzwerkverkehr reduzieren lässt und sich Text auch beim Drehen der Kartenansicht so darstellen lässt, dass er nicht mitrotiert.
Allerdings wird OSM besonders in Entwicklungsländern stark genutzt, und im Vergleich zur Raster-Methode, bei der die Karte auf dem Server gerendert wird, setzt der Vektor-Ansatz voraus, dass die Computer der Nutzer eine gewisse Leistung mitbringen. Daher gibt es auch die Ansicht, dass die bisherigen Raster-Kartenkacheln beibehalten werden sollten.