Startup-Themen 2020
(dcgross.com)Die Untertitel sind ziemlich metaphorisch, daher ist es sehr zu empfehlen, den Inhalt tatsächlich zu lesen. Unterhaltsam und nützlich.
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Das Gesetz der Zurückhaltung von Werbekunden
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NoCode ist gut
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Enterprise Search
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Digitaler Handelskrieg
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Privacy Head Fake
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Nützliche KI
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Radar
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Remote-Arbeit & Zusammenarbeit
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Entwickler-Tools
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Enterprise-Wasserspiele
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CO2-Emissionen und Umwelt
1 Kommentare
Den Titel von Punkt 1 fand ich wirklich schwer zu übersetzen, deshalb habe ich ihn einfach wörtlich übertragen. Wenn man den gesamten Text liest, versteht man die Metaphern aber ungefähr.
Damit Unternehmen Gewinne erzielen können, verschlechtern sie zwangsläufig die User Experience,
Amazon und Google wirkten zwar mächtig und beeindruckend,
aber inzwischen sind sie so laut und werbeüberladen wie Costco am Black Friday und jagen nur noch der Profitabilität hinterher.
Damit der Umsatz auf diese Weise steigt, sinkt langfristig die Kundenzufriedenheit,
aber tatsächlich kann das kaum jemand messen, und Investoren interessiert es nicht.
Deshalb gibt es auf Instagram viel zu viel Werbung,
und um bei Amazon ein originales Handy-Ladegerät zu finden, braucht man inzwischen fast einen Abschluss in investigativem Journalismus.
Dadurch können Startups nun in Bereiche vorstoßen, die sie früher nicht angreifen konnten.
Vielleicht tauchen neue Suchmaschinen, neue soziale Netzwerke und neue verbraucherorientierte Startups auf.
Am spannendsten finde ich persönlich Punkt 2.
NoCode und Low-Code waren letztes Jahr noch ein aufstrebender Markt, aber dieses Jahr hört man überall, dass sie fast schon in die Phase der Massenverbreitung eintreten.
Hier wird der NoCode-Markt in zwei Kategorien unterteilt.
RPA (Robotic Process Automation): Damit ist ein Ansatz gemeint, bei dem man zunächst genau beobachtet, wie Menschen bisher arbeiten, und dann ein System dieselben Abläufe genauso ausführen lässt.
Lego Software: Services, mit denen man per Drag-and-Drop die Werkzeuge bauen kann, die ein Unternehmen braucht
Zapier https://zapier.com/ - verbindet Dutzende verschiedener Services und überträgt Daten
Airtable https://airtable.com/ und Notion https://www.notion.so/ - speichern und verwalten Daten mit einer einfachen und komfortablen UI
Glide https://glideapps.com/ - ein Tool, mit dem sich mobile Apps leicht erstellen lassen (wandelt Google Sheets in Apps um)
Retool https://tryretool.com/ - interne Backoffice-Tools wie aus Lego-Bausteinen zusammensetzen
Bei Punkt 4 dachte ich erst: Warum plötzlich ein Handelskrieg?
Gemeint war aber Lark https://www.larksuite.com/, entwickelt von Bytedance, dem Unternehmen hinter TikTok.
Es ist ein Tool für Teamkollaboration und bietet Dokumente, Tabellen, Slides, Mindmaps, Chat, Kalender, Videokonferenzen und Dateispeicherung — also fast alle Funktionen, die auch G-Suite bereitstellt — zu einem günstigen Preis.
Es unterstützt Windows/Mac/iOS/Android und ist so gut auf Mobilgeräte ausgelegt, dass man es fast als mobile-first bezeichnen kann.
https://wikipedia.org/wiki/Head_fake
Ein Headfake bedeutet ursprünglich im Sport, den Kopf zuerst in eine Richtung zu bewegen, damit es so aussieht, als würde man dorthin gehen, und dann in eine andere Richtung zu ziehen.
In Randy Pauschs "The Last Lecture" wird der Ausdruck im Sinne von „jemanden so lernen lassen, dass er gar nicht merkt, was er eigentlich wirklich lernt“ verwendet und steht damit für ein verborgenes Ziel.
Koreanische Untertitel zu The Last Lecture: https://www.youtube.com/playlist?list=PL343772FA583C41B9
Darin gibt es aber eine interessante Formulierung.
"Privacy might be the digital spinach: something you know that’s good for you, beloved by regulators, but not a primary driver for anyone but the most extreme health consumers."
„Privatsphäre ist vielleicht so etwas wie digitaler Spinat.“ Man denkt, es wäre gut für einen, aber in Wirklichkeit mögen Regulierungsbehörden es mehr, und selbst für Menschen, die sehr darauf achten, ist es nicht unbedingt das wichtigste Thema.
Wie dem auch sei, allein über das Thema Privatsphäre ist es inzwischen wohl an der Zeit, dass ein besseres Google entsteht.
Denn DuckDuckGo war bei der Android-Installation in der EU als erste Option gelistet, wenn auch nur vorübergehend,
und die europäische Suchmaschine Cliqz https://cliqz.com/en/ gewinnt auf ihre Weise ebenfalls an Popularität.
Alle reden über Machine Learning, aber tatsächlich gibt es noch nicht viele Produkte, in denen das für uns wirklich nützlich umgesetzt wurde.
Hier werden jedoch mehrere Services vorgestellt, verbunden mit der Erwartung, dass so etwas nun allmählich auftauchen könnte.
(Da das auf Koreanisch ohnehin nicht gut funktioniert, lasse ich die Links lieber weg..)
Früher war es wichtig, dass ein Unternehmen im Silicon Valley oder in San Francisco sitzt, aber inzwischen ist Remote zum Alltag geworden.
(In Korea ist man davon allerdings noch ein gutes Stück entfernt..)
Dadurch entstehen nun zahlreiche Tools, die Remote-Arbeit und Kollaboration unterstützen.
In Korea spricht man meist nur über Slack, Notion und Figma, aber es wäre gut, sich das Feld insgesamt vielfältiger anzusehen.
Der Markt für Entwickler-Tools war immer einer der Märkte mit den größten Schwankungen und einer, in dem es schwer war, Geld zu verdienen, aber in letzter Zeit scheint die Stimmung anders zu sein.
Schaut euch hier einmal Zeit https://zeit.co/ und Repl.it https://repl.it/ an.
Repl.it wurde auch in Breakout Startups noch einmal gesondert behandelt.
https://breakoutstartups.substack.com/p/breakout-startups-pro-5-replit
Da Dabbler jemanden bezeichnet, der nur ein bisschen herumspielt, scheint hier gemeint zu sein, dass nun viele in den Enterprise-Markt hineingehen, um dort ein wenig herumzuprobieren.
Das gilt laut dem Text für die oben unter Punkt 2 erwähnte RPA (Robotic Process Automation). In den NoCode-Markt springt inzwischen wirklich jeder hinein.