Apple will, dass KI direkt auf eigener Hardware statt in der Cloud läuft
(arstechnica.com)Apple will KI direkt auf Hardware statt in der Cloud ausführen
- Apple hat in einer aktuellen Studie gezeigt, wie sich große Sprachmodelle auf Smartphones ausführen lassen, und damit seine Pläne offengelegt, im Bereich Künstliche Intelligenz zu Wettbewerbern aufzuschließen
- Das Forschungspapier "LLM in a Flash" präsentiert eine Lösung für die aktuellen Rechenengpässe und zeigt einen Weg auf, wie sich LLMs auf Geräten mit begrenztem Arbeitsspeicher effizient inferieren lassen
- Dieser Ansatz eröffnet einen Weg dazu, wie große Datenspeicher, die Apps wie ChatGPT antreiben, auf Nutzerfragen reagieren, also inferieren können
Apples KI-Forschung und Marktausblick
- Apple zeigt neue Bewegung in der KI-Forschung, etwa indem Bildgenerierungsmodelle wie Stable Diffusion auf eigenen Chips ausgeführt werden können
- Smartphone- und Chiphersteller erwarten, dass neue KI-Funktionen den Smartphone-Markt beleben werden; laut Counterpoint Research sollen 2024 mehr als 100 Millionen KI-zentrierte Smartphones ausgeliefert werden
- Obwohl Apple Siri bereits 2011 eingeführt hat, gibt es die Wahrnehmung, dass das Unternehmen bei der Begeisterung für Künstliche Intelligenz, die nach der Veröffentlichung von OpenAIs ChatGPT das Silicon Valley erfasst hat, etwas außen vor geblieben ist
Technische Herausforderungen und Datenschutz
- Große KI-Modelle wie ChatGPT oder Googles Bard auf persönlichen Geräten auszuführen, ist technisch äußerst anspruchsvoll, da Smartphones nicht über die enormen Rechenressourcen und die Energie eines Datenzentrums verfügen
- Wenn dieses Problem gelöst wird, könnten KI-Assistenten schneller als über die Cloud reagieren und auch offline funktionieren; außerdem könnte dies dem Datenschutz helfen, weil Fragen direkt auf dem persönlichen Gerät beantwortet werden und Daten nicht in die Cloud gesendet werden müssen
Fazit des Papers
- Die Apple-Forscher schreiben im Fazit des Papers Folgendes:
„Unsere Forschung bietet nicht nur eine Lösung für die derzeitigen Computer-Engpässe, sondern schafft auch einen Präzedenzfall für künftige Forschung. Wir glauben, dass mit der fortlaufenden Zunahme von Größe und Komplexität von LLMs Ansätze wie diese essenziell sind, um das volle Potenzial von LLMs auf einer breiten Palette von Geräten und in Anwendungen auszuschöpfen.“
Meinung von GN⁺
- Apples aktuelle Forschung eröffnet die Möglichkeit, Smartphone-Nutzern eine schnellere und persönlichere KI-Erfahrung zu bieten.
- Angesichts der Datenschutzbedenken vieler Nutzer kann die Verarbeitung von Daten auf dem persönlichen Gerät statt in der Cloud für viele eine attraktive Alternative sein.
- Wenn diese Technologie kommerzialisiert wird, könnten Nutzer auch ohne Internetverbindung fortschrittliche KI-Funktionen verwenden, was die Nutzbarkeit und den Komfort von Smartphones deutlich verbessern dürfte.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Zu sagen, Apple liege im Bereich der künstlichen Intelligenz (AI) zurück, ist verrückt.
Ich freue mich, dass AI als Teil des aktuellen iOS direkt auf der Hardware läuft.
Es wird empfohlen, Mistral 7B auf einem mobilen Gerät auszuprobieren.
Ich denke, dass das Ausführen von AI direkt auf dem Gerät in der heutigen Welt mit leistungsstarken Telefonen/Geräten der nächste Schritt ist.
Apples CoreML-Bibliothek existiert seit einigen Jahren und enthält BERT-Modelle.
Es ist interessant, dass AI das Potenzial hat, einen neuen Upgrade-Zyklus für Smartphones auszulösen.
Ich denke, dass lokales Ausführen der beste Ansatz ist, wenn AI Risiken für den Datenschutz mit sich bringt.
Apple spart die Kosten für den Betrieb der Infrastruktur, die nötig wäre, um iPhone-Nutzern AI/ML-Optionen anzubieten.
Ich frage mich, wie Unternehmen wie OpenAI reagieren werden, wenn AI auf dem Gerät zum Mainstream wird.
Apple hat ausdrücklich die Absicht erklärt, AI auf dem Gerät auszuführen, obwohl in der neuesten Generation dem Neural Engine nur wenig zusätzliche Chipfläche zugewiesen wurde.