1 Punkte von GN⁺ 2023-12-24 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

LED-Industrie-Piercing

  • Die Idee war, ein stabförmiges Industrie-Piercing, das quer am Ohr einer Freundin getragen wird, mit LEDs zu bestücken.
  • Vor der Schließung eines Londoner Hackerspace wurden mehrere Projekte überstürzt vorangetrieben, und ohne Fräsmaschine war es schwierig, Löcher in Injektionsnadeln zu bohren.

Design

  • Im Sommer 2022 wurde ein Foto vom Ohr einer Freundin gemacht und überlegt, ob sich LEDs in eine Injektionsnadel einsetzen lassen.
  • Eine 16-Gauge-Injektionsnadel ist ideal, weil sie den passenden Durchmesser und dünne Wände hat.
  • Das erste Design wurde in OpenSCAD erstellt und anschließend in Photoshop über ein Foto gelegt, um LED-Abstände und Versatz präzise anzupassen.
  • Mithilfe einer flexiblen PCB wurde die dünnstmögliche Platine gefertigt.

Metallbearbeitung

  • Nach der Anfertigung eines kleinen V-Blocks aus Messing dauerte das Bohren von Löchern in die Injektionsnadel weniger als fünf Minuten.
  • Die Löcher wurden mit einem Endmill gefertigt, um einen exakt flachen Boden zu erhalten.
  • Das Metallgehäuse eines Ohrrings, das als Batteriehalter verwendet wurde, dient als positiver Batteriekontakt.

Schaltung

  • Sobald die Leiterplatte ankam, wurde sie bestückt, und etwa ein Jahr später wurde die Platine mit Strom versorgt und das Blinkmuster in Betrieb genommen.
  • Als Mikrocontroller kommt ein ATtiny44 zum Einsatz; heute würde stattdessen ein CH32V003 verwendet.
  • In das Gehäuse eingesetzt sieht die Schaltung nahezu fertig aus.
  • Die Software steuert die LEDs per Charlieplexing und verwendet ein Muster, das sich über etwa drei Minuten wiederholt.

Montage

  • Der günstige Ohrring, der als Batteriegehäuse verwendet wurde, besteht nicht aus Edelstahl, sondern aus vernickeltem Messing.
  • Da alles scheinbar perfekt funktionierte, wurde transparenter lebensmittelechter Epoxidharz vorbereitet, um die Öffnungen zu versiegeln.
  • Nachdem das Epoxidharz ausgehärtet war, funktionierte eine LED nicht mehr.

Endkappe

  • Es war geplant, dem Design eine oder mehrere Endkappen hinzuzufügen, aber das wurde bisher nicht umgesetzt.
  • Damit könnten verschiedene Schnittstellen wie ein Mikrofon oder ein IR-Empfänger bereitgestellt werden.

Gehäuse

  • Das Gehäuse wurde in OpenSCAD modelliert, wobei Fillets und Fasen schwierig zu erstellen waren.
  • Wegen der ausgefallenen LED sollte alles schnell abgeschlossen werden, aber das Gehäuse ist gut gelungen und schützt das Gerät vollständig.

Modellierung

  • Es war lange her, dass eine lebende Person mit einem Makroobjektiv fotografiert wurde, und die Belichtung richtig einzustellen war schwierig.
  • Der Blitz überstrahlt die LEDs und verleiht dem Ganzen eine klinische Anmutung.

Batterielaufzeit

  • Der Stromverbrauch wurde mit etwas mehr als 3 mA gemessen.
  • Eine LR521-Batterie hat eine Kapazität von bis zu 10 mA, was theoretisch zu einer Batterielaufzeit von etwa drei Stunden führt.
  • Eine gleich große Batterie mit der Bezeichnung SR521 bietet eine längere Laufzeit und eine flachere Entladekurve.

Fazit

  • Es gab keinen besonders schwierigen Teil an diesem Projekt; das nächste Piercing müsste kleiner sein und 0201-LEDs verwenden.
  • Mit dem Ergebnis besteht Zufriedenheit, auch wenn die ausgefallene LED enttäuschend ist.
  • Wer dieses Piercing besitzen möchte, müsste es an die Ohrgröße der tragenden Person anpassen lassen, was nicht einfach ist.

Meinung von GN⁺

  • Dieses Projekt verbindet ein klassisches Industrie-Piercing mit innovativer Technik zu einem einzigartigen Modeaccessoire.
  • Der Einsatz von 3D-Modellierungssoftware wie OpenSCAD und flexibler PCB-Technik zeigt, wie sich elektronische Schaltungen auf sehr engem Raum integrieren lassen.
  • Der Artikel ist ein interessantes Beispiel dafür, wie Technik und Kunst zusammenkommen und neue Formen kreativer Arbeiten hervorbringen können.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-12-24
Hacker-News-Kommentare
  • Sorge über den Niedergang von Hackerspaces

    Ein Nutzer bedauert, den Zugang zu einem Makerspace und zu Geräten verloren zu haben, die er für seine Projekte genutzt hatte. Besonders scheint ihm die Zahl von Hackerspaces mit industrieller Ausrüstung und Metallbearbeitungswerkzeugen zurückzugehen. Er fragt sich, ob das eine Überinterpretation der TechShop-Tragödie in der SF Bay Area ist oder ob andere dieses Phänomen auch anderswo beobachten.

  • Fan des UV-Schutz-Amulett-Projekts

    Dieser Nutzer wurde durch das UV-Schutz-Amulett-Projekt auf den Entwickler aufmerksam und sagt, dass er ein großer Fan seiner Arbeit sei.

  • Vorschlag für eine elektronische Kompass-Idee

    Es wird die Idee vorgeschlagen, am Ende einen elektronischen Kompass einzubauen, sodass beim Drehen des Kopfes ein Klickgeräusch ertönt, wenn man eine Himmelsrichtung passiert. Außerdem wird erwähnt, dass sich mit einem starken Magneten durch Training womöglich auch der Orientierungssinn verbessern ließe.

  • Technischer Vorschlag zum Stromverbrauch der Schaltung

    Es wird angemerkt, dass ein Stromverbrauch von 3 mA für diese Schaltung hoch wirke, und vorgeschlagen, die LEDs mit einem konstanten Duty-Cycle-PWM zu betreiben, um den Stromverbrauch zu senken. Außerdem wird gefragt, ob sich die Batterielaufzeit verlängern ließe, indem man zwischen Batterie und Mikrocontroller einen Serienwiderstand ergänzt, um die Spannung an die Untergrenze des zulässigen Bereichs zu bringen.

  • Idee zur Streuung des LED-Lichts

    Der Nutzer bedankt sich für das, was Michela teilt, bedauert aber, dass das LED-Licht direkt ins bloße Auge fällt. Er denkt über die Idee nach, das LED-Licht durch die Haut zu streuen, und stellt sich subtil leuchtende Ohren, Nase, Mund usw. vor.

  • Lob für aktuell laufende Projekte

    Dieser Nutzer erwähnt, dass der Entwickler derzeit viele coole Projekte umsetzt, und dass er ein Satellitenuhr-Kit fürs Büro gekauft habe und sehr zufrieden damit sei.

  • Großes Lob für das interaktive Modell auf der Website

    Ein Nutzer lobt, dass das Modell auf der Website, das sich drehen und verschieben lässt, sehr gut funktioniert.

  • Interesse an personalisierten Ohrringen und Ideen dazu

    Der Nutzer hat über personalisierte Ohrringe nachgedacht, etwa mit Bluetooth, mit verschiedenen blinkenden Mustern oder sogar mit einem kleinen Display, hat aber bislang noch kein tatsächlich hergestelltes Produkt gefunden. Er erwähnt, dass es vielleicht möglich wäre, ein Display in Ohrringe mit großem Gauge einzubauen, und spricht Überlegungen zu Verkauf und Größen an.

  • Lob für Kreativität und Inspiration

    Ein Nutzer lobt die Bescheidenheit des Entwicklers und bezeichnet seine kreative und inspirierende Arbeit als wunderschön.

  • Missverständnis beim Titel und positive Reaktion

    Ein Nutzer sagt, er habe den Titel zunächst als „LED Industrial Pricing“ gelesen, sei vom Inhalt dann aber nicht enttäuscht gewesen.