Phishing-Angriffe über eine in WhatsApp entdeckte Clickjacking-Schwachstelle möglich
(00xbyte.github.io)Entdeckungsprozess
- Es wurde untersucht, wie WhatsApp über die Link-Vorschau-Funktion HTTP-Anfragen ausführt.
- Dabei wurde bestätigt, dass Link und Vorschau getrennt übertragen werden, und es gelang, eine Nachricht zu erzeugen, deren Vorschau sich vom tatsächlichen Link unterscheidet.
Problem Nr. 1 – Nichtübereinstimmung bei Link-Vorschauen
- Die in WhatsApp-Nachrichten enthaltenen Link- und Vorschau-Daten wurden analysiert, um eine Unstimmigkeit zu erzeugen.
- Durch das Abfangen und Verändern der Nachricht gelang es, eine Nachricht zu versenden, bei der Vorschau und tatsächlicher Link voneinander abweichen.
Problem Nr. 2 – Link-Verschleierung (2K2E)
- Es wurde erprobt, wie sich die Textdarstellung mithilfe von Unicode-Zeichen verändern lässt.
- Mit dem Zeichen U+202E (Right-To-Left Override) wurde ein Link in umgekehrter Reihenfolge dargestellt, wodurch sich eine gefälschte URL wie eine echte URL anzeigen lässt.
Endergebnis
- Es wurde eine URL erzeugt, die wie Instagram aussieht, tatsächlich aber auf den Blog des Angreifers verweist.
- Dadurch wurde eine Schwachstelle entdeckt, die Nutzer dazu bringen kann, einen gefälschten Link für einen legitimen zu halten und darauf zu klicken.
Angriffsszenario
- Der Angreifer kauft eine gefälschte Domain und erstellt eine Nachricht, die die Vorschau einer legitimen Domain verwendet.
- Die Eigenschaft
matchedTextwird entfernt und die Eigenschafttextmit dem Zeichen U+202E und einer gefälschten URL verändert, um die Nachricht zu manipulieren. - Die so manipulierte Nachricht wird an das Opfer gesendet.
Reaktion von Meta
- Meta verfügt über ein System, das die URL-Normalisierungslogik dynamisch anpassen kann, da zahlreiche Plattformen und Umgebungen unterstützt werden.
- Meta scheint jedoch nicht die Absicht zu haben, dieses Sicherheitsproblem zu beheben, sondern nur zu reagieren, wenn es als Spam erkannt wird.
Abmilderung
- Da Meta offenbar nicht beabsichtigt, dieses Problem zu beheben, sind Links in WhatsApp nicht vertrauenswürdig.
- Vor dem Klicken sollte ein Link kopiert und in der Zwischenablagen-Vorschau die von U+202E bereinigte Link-Adresse geprüft werden.
Update
- Neben WhatsApp gibt es auch andere Dienste, die aufgrund unzureichender Bereinigung anfällig für 2K2E sind.
GN⁺-Meinung:
- Das Wichtigste an diesem Artikel ist die in WhatsApp entdeckte Clickjacking-Schwachstelle, bei der detailliert beschrieben wird, wie Nutzer dazu gebracht werden können, auf gefälschte Links zu klicken, die sich von den tatsächlichen Links unterscheiden.
- Interessant ist der Artikel, weil in einer Messaging-Plattform, der man normalerweise vertraut, eine unerwartete Sicherheitslücke gefunden wurde. Das erinnert Nutzer daran, vor dem Anklicken von Links stets vorsichtig zu sein.
- Außerdem zeigt Metas Reaktion, dass es keinen erkennbaren Willen gibt, das Problem aktiv zu beheben, was unterstreicht, dass Nutzer selbst noch stärker auf ihre Sicherheit achten müssen.
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