Analyse der tatsächlichen Leistung des WebP-Bildformats
- Es heißt zwar, dass das WebP-Bildformat im Vergleich zu JPEG 15 % Dateigröße einspart, in der Praxis ist das jedoch nicht immer so.
- Über WordPress-Plugins lässt sich die bestehende Mediathek in WebP umwandeln, dabei kann es jedoch zu Qualitätsverlusten kommen.
- Insbesondere bei Bildern mit weichen Farbverläufen kann die Komprimierung im WebP-Format mehr Artefakte (z. B. Posterisierung) verursachen als JPEG.
Vergleichstest von WebP und JPEG
- Beim Vergleich von Bildern im JPEG- und im WebP-Format zeigt sich, dass WebP nicht immer überlegen ist.
- Bilder mit JPEG-Qualität 90 sind zwar größer, wirken visuell jedoch sauberer als Bilder mit WebP-Qualität 90.
- Die verlustfreie Komprimierung von WebP erzeugt im Vergleich zu JPEG mit Qualität 100 kleinere Dateien, visuell ist der Unterschied jedoch gering und ähnelt eher JPEG mit Qualität 95.
Probleme des WebP-Formats und Lösungsansätze
- Trotz Behauptungen auf Basis durchschnittlicher Leistung zeigt das WebP-Format nicht bei allen Bildern eine überlegene Performance.
- Wenn Bildqualität wichtig ist, empfiehlt es sich, JPEG mit Qualität 90 zu verwenden und dem Bild etwas Rauschen oder Dithering hinzuzufügen.
- SaaS-Dienste zur Bildkonvertierung kosten Geld und garantieren keine tatsächliche Qualität; besser ist es, auf dem eigenen Server Image Magick/Graphics Magick zu verwenden.
- Entwickler und Techniker müssen mit echten Künstlern sprechen und deren Herausforderungen und Prioritäten verstehen.
Meinung von GN⁺
- Wichtig ist, dass das WebP-Format JPEG nicht immer überlegen ist und insbesondere bei weichen Farbverläufen problematisch sein kann.
- Der Mangel an Austausch zwischen Entwicklern und Künstlern über Bildqualität kann zur Trennung von Technik und Kunst führen, was weitreichende Probleme verursachen kann.
- Dieser Artikel ist ein interessantes Beispiel dafür, dass die Wahl des Bildformats keine rein technische Entscheidung ist, sondern die tatsächliche Nutzererfahrung und die Arbeitsqualität von Fachleuten beeinflussen kann.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Hinweis auf Probleme mit dem WebP-Bildformat und die Erfahrung, wieder zu JPG/PNG zurückgekehrt zu sein
Beim Vergleich von WebP und JPG überhaupt keinen Unterschied bemerkt
Das erzwungene 4:2:0-Chroma-Subsampling von WebP ist der größte Nachteil
Für das Auge von Nicht-Fachleuten mag WebP okay aussehen, für Fotografen ist es aber ein Problem
Das größte Problem von WebP ist die Unbequemlichkeit außerhalb des Browsers und die geringe Einsparung bei der Dateigröße
Aurelien Pierre ist ein wichtiger Mitwirkender an Darktable und hat starke Ansichten darüber, was der richtige Weg ist
Wenn einem die Qualität von Archivbildern wichtig ist
Der Autor sollte sich eher auf die Kompression als auf die Unterschiede zwischen den Formaten konzentrieren
Als jemand mit einem „Nicht-Profi-Auge“ keinen bedeutenden Unterschied feststellen können
Die Frage, warum Banding-Probleme bei der Bildkompression weiterhin bestehen