2 Punkte von GN⁺ 2023-11-28 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Zusammenfassung: Entwicklung einer Radar-App für ein Kind

  • Liebe zu Flugzeugen: Die zweijährige Tochter des Autors ist von Flugzeugen fasziniert und spielt begeistert damit, Flugzeuge am Himmel zu suchen.

  • Erkanntes Problem: Die bestehende App FlightRadar24 ist in der Bedienung umständlich, und auf einer zweidimensionalen Karte lässt sich die tatsächliche Position eines Flugzeugs nur schwer erfassen.

  • App-Idee: Eine App, die Flugzeuge in der Umgebung wie auf einem Radar anzeigt. Sie soll sich passend zur Blickrichtung des Nutzers drehen, die Größe der Flugzeuge je nach Flughöhe anpassen und ein Design haben, das für Kinder leicht zu benutzen ist.

  • Proof of Concept:

    • Richtung beibehalten: Mit der iOS Core Location API werden Änderungen der Nutzungsrichtung erkannt.
    • Flugdaten-API: Nutzung der REST-API des OpenSky Network zum Abruf von Flugdaten in Echtzeit.
    • Positionsdaten: Über Core Location werden die Standortdaten des Nutzers ermittelt.
    • Triangulation: Durch den Vergleich der Positionsdaten des Flugzeugs mit dem Standort des Nutzers wird das Flugzeug an der korrekten Stelle auf dem Bildschirm angezeigt.
  • MVP-Entwicklung:

    • Radar-Name: Als Name der App wurde Aviator festgelegt.
    • Kartenannotation: In iOS 17 lassen sich Flugzeug-Annotationen auf der Karte einfach hinzufügen.
    • Anpassung der Flugzeuggröße: Die Darstellung auf dem Bildschirm wird je nach Flughöhe skaliert.
  • Nutzertest: Gemeinsam mit der Tochter wurde getestet, indem echte Flugzeuge mit den in der App entdeckten Flugzeugen verglichen wurden.

  • Erstellung des Radars:

    • API-Stabilität: Wegen der Instabilität der OpenSky-API wurde clientseitig eine Retry-Logik implementiert.
    • Karte ausblenden: Für den Radar-Effekt wird die Karte verborgen und nur die Flugzeug-Annotationen werden angezeigt.
  • Veröffentlichung im App Store: Die App wurde entwickelt und für die Veröffentlichung im App Store vorbereitet. Mit einer Radar-UI, die Flugzeug-Annotationen und die Ausrichtung des Nutzers anzeigt, wurde die App fertiggestellt.

  • Meinung von GN⁺: Das Wichtigste an diesem Beitrag ist der kreative App-Entwicklungsprozess, der auf dem Interesse eines Kindes basiert. Besonders spannend ist die Verbindung aus Freude an der Softwareentwicklung und elterlicher Zuneigung.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-11-28
Hacker-News-Kommentare
  • Ich finde es interessant, dass das Design des Projekts stark von ursprünglichen Radardisplays beeinflusst ist. Das Kind wird wohl nie ein echtes CRT- oder ASR-9-PPI-Display zu Gesicht bekommen, aber es wurde viel Mühe investiert, um das zu simulieren.
  • Als schöne Aktivität mit der Tochter wird vorgeschlagen, zum Ende der Start- und Landebahn eines nahegelegenen internationalen Flughafens zu fahren und die landenden Flugzeuge zu beobachten. Das Kind kann mit dem „Radar“ ankommende Flugzeuge prüfen, was Kindern große Freude bereitet.
  • Der Aussage, man solle mit kleinen Kindern nicht ins Ausland reisen, wird widersprochen. Es wird von einer Reise nach Brasilien mit dem Kind erzählt, mit vielen Erlebnissen wie Taxis, einem Piratenschiff, einer Alpine Slide und dem Botanischen Garten von Rio de Janeiro. Auch wenn sich das Kind später vielleicht nicht erinnert, seien diese Erfahrungen wichtig.
  • In ein paar Jahren wird man dem Kind den Unterschied zwischen ADS-B-basierten Webdaten und echter Radarerfassung erklären müssen. Das Kind wird sich daran erinnern, dass die App nicht dasselbe ist wie die Realität.
  • Wenn man mit einem niedlichen, flugzeugbegeisterten Kind unterwegs ist, kann es sein, dass die Crew zu einem Blick ins Cockpit einlädt. Ein orangefarbener NASA-Jumpsuit ist dabei fast wie ein „Pass“ für den Cockpitbesuch, und die Crewmitglieder sind oft aufgeregter als die Kinder.
  • Dass in der ersten Veröffentlichung die Möglichkeit zum Ändern der Displayfarben unverzichtbar war, zeigt ein gutes Verständnis für die Anforderungen der Zielgruppe. Dreijährige lieben Spielzeug mit Farbauswahl.
  • Als Pilot bin ich von diesem Projekt begeistert.
  • Ein Fluglogbuch für das Kind zu erstellen, steht auf der Liste der Dinge, die man irgendwann machen möchte. Besatzungen mögen so etwas, und das Kind freut sich jedes Mal, wenn es das Logbuch zurückbekommt.
  • Ich mag das Design, aber einen Schritt weiter gedacht wäre es ein echtes Radar, wenn man keine API verwenden, sondern die Daten direkt mit einem auf 1090 Mhz auf die ADB-Frequenz abgestimmten SDR sammeln würde.
  • Unter Verweis auf den verwandten Artikel „Apps can be home-cooked meals“ wird ein Fall vorgestellt, in dem die verschwundene Social-Network-App Tapstack nur für die eigene Familie nachgebaut wurde.