- Eine neue Studie von Forschenden des MIT hat gezeigt, dass Licht Wasser ohne Wärme verdunsten lassen kann.
- Dieser Prozess findet an der Grenzfläche zwischen Wasser und Luft statt und wurde beobachtet, als Wasser in einem schwammartigen Material namens Hydrogel gehalten und untersucht wurde.
- Die Verdunstungsrate war deutlich höher, als sich durch die Wärmemenge oder thermische Energie erklären ließe, die das Wasser erhielt; daraus schlossen die Forschenden, dass Licht die Verdunstung direkt auslöst.
- Dieses Phänomen könnte Auswirkungen auf das Verständnis natürlicher Vorgänge wie der Bildung und Entwicklung von Nebel und Wolken haben und die Genauigkeit von Klimamodellen verbessern.
- Außerdem könnte es in industriellen Prozessen wie der solarbetriebenen Entsalzung von Wasser eingesetzt werden und eine Alternative zu dem Schritt bieten, Licht zunächst in Wärme umzuwandeln.
- Das Forschungsteam stellte außerdem fest, dass der Effekt je nach Farbe variiert und bei bestimmten grünen Lichtwellenlängen seinen Höhepunkt erreicht, was die Annahme stützt, dass das Licht selbst die Verdunstung verursacht.
- Die Forschenden nennen dies den „photomolekularen Effekt“ und untersuchen dessen mögliche Anwendungen, darunter Effizienzsteigerungen bei solaren Entsalzungssystemen und Auswirkungen auf die Modellierung des Klimawandels.
- Diese Entdeckung könnte die durch solare Entsalzung erzeugte Wassermenge von derzeit 1,5 Kilogramm pro Quadratmeter mithilfe dieses lichtbasierten Ansatzes um das 3- bis 4-Fache erhöhen.
- Die Forschenden arbeiten zudem mit anderen Gruppen zusammen, um die Ergebnisse zu reproduzieren und Skepsis gegenüber diesem unerwarteten Resultat zu überwinden.
2 Kommentare
Nur nach dem Titel zu urteilen, dachte ich zuerst, es sei etwas Ähnliches wie der photoelektrische Effekt.
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