2 Punkte von GN⁺ 2023-11-03 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Eine neue Studie von Forschenden des MIT hat gezeigt, dass Licht Wasser ohne Wärme verdunsten lassen kann.
  • Dieser Prozess findet an der Grenzfläche zwischen Wasser und Luft statt und wurde beobachtet, als Wasser in einem schwammartigen Material namens Hydrogel gehalten und untersucht wurde.
  • Die Verdunstungsrate war deutlich höher, als sich durch die Wärmemenge oder thermische Energie erklären ließe, die das Wasser erhielt; daraus schlossen die Forschenden, dass Licht die Verdunstung direkt auslöst.
  • Dieses Phänomen könnte Auswirkungen auf das Verständnis natürlicher Vorgänge wie der Bildung und Entwicklung von Nebel und Wolken haben und die Genauigkeit von Klimamodellen verbessern.
  • Außerdem könnte es in industriellen Prozessen wie der solarbetriebenen Entsalzung von Wasser eingesetzt werden und eine Alternative zu dem Schritt bieten, Licht zunächst in Wärme umzuwandeln.
  • Das Forschungsteam stellte außerdem fest, dass der Effekt je nach Farbe variiert und bei bestimmten grünen Lichtwellenlängen seinen Höhepunkt erreicht, was die Annahme stützt, dass das Licht selbst die Verdunstung verursacht.
  • Die Forschenden nennen dies den „photomolekularen Effekt“ und untersuchen dessen mögliche Anwendungen, darunter Effizienzsteigerungen bei solaren Entsalzungssystemen und Auswirkungen auf die Modellierung des Klimawandels.
  • Diese Entdeckung könnte die durch solare Entsalzung erzeugte Wassermenge von derzeit 1,5 Kilogramm pro Quadratmeter mithilfe dieses lichtbasierten Ansatzes um das 3- bis 4-Fache erhöhen.
  • Die Forschenden arbeiten zudem mit anderen Gruppen zusammen, um die Ergebnisse zu reproduzieren und Skepsis gegenüber diesem unerwarteten Resultat zu überwinden.

2 Kommentare

 
joyfui 2023-11-05

Nur nach dem Titel zu urteilen, dachte ich zuerst, es sei etwas Ähnliches wie der photoelektrische Effekt.

 
GN⁺ 2023-11-03
Hacker-News-Kommentare
  • Ein Artikel über eine Studie, laut der Licht Wasser ohne Wärme verdunsten lassen kann, wobei der Effekt bei einer bestimmten Wellenlänge von grünem Licht maximiert wird
  • Leser fragen sich, welche Auswirkungen diese Entdeckung auf die Photosynthese hat; Pflanzen sind grün, weil Chlorophyll diese Farbe nicht absorbiert
  • Fragen zur Thermodynamik dieses Prozesses, insbesondere ob die für die Umwandlung von flüssigem Wasser in Dampf benötigte Energie gewissermaßen als Energiequelle festgelegt ist
  • Leser sind neugierig, ob die Stärke des Effekts je nach Einfallswinkel variiert und ob sich der Effekt durch Vergrößerung der Wasseroberfläche steigern lässt
  • Skeptische Leser bezweifeln die Neuartigkeit dieser Entdeckung, da jedes Licht selbst bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt Verdunstung verursache
  • Fragen dazu, ob Licht selbst Wärme überträgt, so wie ein Vergrößerungsglas Licht bündeln und Ameisen verbrennen kann
  • Ein Artikel, der eine Studie mit dem Titel „Possible photomolecular effect leading to water evaporation exceeding the thermal limit“ zitiert, in der einige unerwartete experimentelle Beobachtungen zur Verdunstung aus Hydrogelen unter sichtbarer Beleuchtung berichtet werden
  • Die Studie legt nahe, dass photomolekulare Verdunstung in der Natur weit verbreitet sein könnte, das Klima und das Pflanzenwachstum beeinflussen sowie für sauberes Wasser und Energietechnologien genutzt werden könnte
  • Leser spekulieren über mögliche Anwendungen dieser Entdeckung, etwa Entsalzung und Sterilisation von Wasser oder sogar den Bau einer Wärmepumpe
  • Fragen dazu, warum dieses Phänomen nicht schon früher entdeckt wurde und ob es stärker mit den in der Studie verwendeten speziellen Hydrogelen zusammenhängt
  • In dem Artikel wird auch ein verwandter laufender Thread mit dem Titel „Photomolecular effect leading to water evaporation exceeding thermal limit“ erwähnt