7 Punkte von xguru 2023-11-02 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Android ist ein Open-Source-Betriebssystem, das sich frei auf eine Vielzahl von Geräten und Architekturen portieren lässt
  • Hinzu kommt RISC-V als kostenlose/offene ISA (Instruction Set Architecture)
  • Im November 2022 kündigte Google auf dem RISC-V Summit an, mit der Annahme von Patches für RISC-V zu beginnen; inzwischen beginnt die Unterstützung für RISC-V unter Android auszureifen
  • RISC-V ist eine modulare ISA mit zahlreichen optionalen Erweiterungen
  • Google hat die Entscheidung über ein "Anfangsset" abgeschlossen, das als wichtig angesehen wird, damit alle CPUs mit RISC-V alle für hohe Leistung nötigen Funktionen mitbringen
    • Dieses Set umfasst das Profil rva22 sowie Vektor- und Vector-Crypto-Erweiterungen
  • Es ist jetzt möglich, Android mit RISC-V-Unterstützung direkt auf dem eigenen Rechner zu bauen, zu testen und auszuführen
    • Wie bei anderen Plattformzielen in AOSP kann die Unterstützung für das virtuelle Gerät Cuttlefish genutzt werden
    • Die grundlegende Umgebung wird unterstützt, ist aber noch nicht optimiert
  • Bis Ende dieses Jahres soll das NDK-ABI fertiggestellt sein, und bald dürften Canary-Builds in Androids CI verfügbar sein
    • Damit wird sich RISC-V auf x86-64 und ARM64 leicht testen lassen
    • Bis 2024 ist die Veröffentlichung eines voll ausgestatteten Emulators geplant, mit dem sich Anwendungen für verschiedene Geräte-Formfaktoren testen lassen
    • Wie kürzlich in der Zusammenarbeit mit Qualcomm angekündigt, werden Wearables voraussichtlich der erste Formfaktor sein
  • Doch es reicht nicht aus, nur das Android-Betriebssystem selbst zu portieren
    • Google arbeitet mit der Community und RISE (RISC-V Software Ecosystem) zusammen
    • Das RISE-Projekt wurde gegründet, um Wege zur Beschleunigung der Verfügbarkeit von Software für leistungsstarke und energieeffiziente RISC-V-Prozessorkerne zu schaffen, die High-Level-Betriebssysteme ausführen
    • Dazu gehören neben Android auch Linux und andere Betriebssysteme in verschiedenen Anwendungsbereichen, darunter High Performance Computing
    • Am RISE-Projekt beteiligen sich Mitgliedsunternehmen wie Andes, Google, Intel, Imagination Technologies, MediaTek, Nvidia, Qualcomm Technologies, Red Hat, Rivos, Samsung, SiFive, T-Head und Ventana
  • Google setzt seine starke Investition in RISC-V International über einen langen Zeitraum fort und baut sie aus – über eine Premium-Mitgliedschaft und die Mitarbeit im Vorstand hinaus
  • Die RISC-V-Unterstützung von Android hängt von vielfältigen Beiträgen ab – von der Toolchain bis zu grundlegenden Support-Bibliotheken. Interessierte Mitwirkende sind sehr willkommen