- Android ist ein Open-Source-Betriebssystem, das sich frei auf eine Vielzahl von Geräten und Architekturen portieren lässt
- Hinzu kommt RISC-V als kostenlose/offene ISA (Instruction Set Architecture)
- Im November 2022 kündigte Google auf dem RISC-V Summit an, mit der Annahme von Patches für RISC-V zu beginnen; inzwischen beginnt die Unterstützung für RISC-V unter Android auszureifen
- RISC-V ist eine modulare ISA mit zahlreichen optionalen Erweiterungen
- Google hat die Entscheidung über ein "Anfangsset" abgeschlossen, das als wichtig angesehen wird, damit alle CPUs mit RISC-V alle für hohe Leistung nötigen Funktionen mitbringen
- Dieses Set umfasst das Profil
rva22 sowie Vektor- und Vector-Crypto-Erweiterungen
- Es ist jetzt möglich, Android mit RISC-V-Unterstützung direkt auf dem eigenen Rechner zu bauen, zu testen und auszuführen
- Wie bei anderen Plattformzielen in AOSP kann die Unterstützung für das virtuelle Gerät Cuttlefish genutzt werden
- Die grundlegende Umgebung wird unterstützt, ist aber noch nicht optimiert
- Bis Ende dieses Jahres soll das NDK-ABI fertiggestellt sein, und bald dürften Canary-Builds in Androids CI verfügbar sein
- Damit wird sich RISC-V auf x86-64 und ARM64 leicht testen lassen
- Bis 2024 ist die Veröffentlichung eines voll ausgestatteten Emulators geplant, mit dem sich Anwendungen für verschiedene Geräte-Formfaktoren testen lassen
- Wie kürzlich in der Zusammenarbeit mit Qualcomm angekündigt, werden Wearables voraussichtlich der erste Formfaktor sein
- Doch es reicht nicht aus, nur das Android-Betriebssystem selbst zu portieren
- Google arbeitet mit der Community und RISE (RISC-V Software Ecosystem) zusammen
- Das RISE-Projekt wurde gegründet, um Wege zur Beschleunigung der Verfügbarkeit von Software für leistungsstarke und energieeffiziente RISC-V-Prozessorkerne zu schaffen, die High-Level-Betriebssysteme ausführen
- Dazu gehören neben Android auch Linux und andere Betriebssysteme in verschiedenen Anwendungsbereichen, darunter High Performance Computing
- Am RISE-Projekt beteiligen sich Mitgliedsunternehmen wie Andes, Google, Intel, Imagination Technologies, MediaTek, Nvidia, Qualcomm Technologies, Red Hat, Rivos, Samsung, SiFive, T-Head und Ventana
- Google setzt seine starke Investition in RISC-V International über einen langen Zeitraum fort und baut sie aus – über eine Premium-Mitgliedschaft und die Mitarbeit im Vorstand hinaus
- Die RISC-V-Unterstützung von Android hängt von vielfältigen Beiträgen ab – von der Toolchain bis zu grundlegenden Support-Bibliotheken. Interessierte Mitwirkende sind sehr willkommen
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Google möchte, dass RISC-V zu einer „Tier-1“-Android-Architektur wird