- Microsoft Defender, das in Windows 10 und 11 integrierte Antivirenprogramm, stuft den Tor Browser als Schadsoftware ein und entfernt ihn vom System.
- Der Tor Browser ist freie Open-Source-Software, die Onion Routing nutzt, um anonym im Internet zu surfen, und ist für den Schutz der Privatsphäre online essenziell.
- Vermutlich wird dieser Fehlalarm durch eine neue heuristische Erkennungsmethode von Microsoft Defender verursacht, die darauf ausgelegt ist, Trojaner zu identifizieren, die Tor verwenden, um ihre Aktivitäten zu verbergen.
- Im Unterschied zur signaturbasierten Erkennung, die auf einer spezifischen Datenbank bekannter Schadsoftware basiert, verwendet die heuristische Erkennung vordefinierte Regeln und Algorithmen, um verdächtiges Verhalten zu identifizieren.
- Heuristische Methoden können bei der Erkennung neuer Bedrohungen effektiv sein, führen jedoch häufig zu False Positives.
- Ein Vertreter von Tor riet Nutzern, zu prüfen, ob der Browser von der offiziellen Website installiert wurde, und in diesem Fall die Warnung von Defender als Fehlalarm zu betrachten.
- Die Entwickler empfahlen außerdem, Tor zur Ausnahmeliste von Microsofts Schutzsoftware hinzuzufügen und, falls Defender den Betrieb von Tor beeinträchtigt hat,
tor.exe aus der Quarantäne wiederherzustellen.
- Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hatte Microsoft zu diesem Problem noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben.
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